Freunde und Kunden um Millionen betrogen

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Traunstein/Bad Reichenhall - Er sollte mehrere Millionen für Kunden anlegen, behielt es aber Großteils selbst - und lebte davon in Saus und Braus. Nun fiel das Urteil gegen einen Reichenhaller.

Zu den Opfern gehörten Firmen, Freunde, Kunden, die im Finanzgeschäft unerfahren waren und sogar der eigene Schwiegervater. Sie vertrauten dem 42-jährigen Unternehmensberater ihr Geld an um es anzulegen - doch daran dachte er kaum. Wegen elffacher Untreue und 29-fachem Betrug wurde der Bad Reichenhaller, ein ehemaliger Rechtsanwalt, am Montag vor dem Traunsteiner Landgericht verurteilt.

Der Täter war teils über die Konten seiner Opfer verfügungsbefugt. Das Geld, das er anlegen sollte, ließ er aber in erster Linie in die eigene Tasche wandern. Nur ein kleiner Teil wurde tatsächlich investiert. Um den Kapitalabfluss zu verbergen, legte er den Betrogenen gefälschte Vermögensübersichten vor. Der Schaden beläuft sich auf insgesamt 3,5 Millionen Euro.

Er leistete sich davon einen Privatjet, Autos und Reisen

Unter den Geschädigten war unter anderem auch der Schwiegervater des 42-Jährigen. Er wollte gewinnbringend Geld anlegen, um später den Hausbau seiner Tochter zu finanzieren. Wie in anderen Fällen auch verwendete der Verurteilte das Geld aber für die Begleichung eigener Rechnungen: Wie Heimatzeitung.de berichtet, pflegte der Unternehmensberater einen luxuriösen Lebensstil. Er leistete sich mehrere teure Leasingautos, Privatjets inklusive Piloten oder einen 12.000-Euro-Urlaub auf den Malediven.

Der Vorsitzende Richter Erich Fuchs verurteilte den Betrüger zu sechs Jahren Haft. Wie Heimatzeitung.de berichtet, wartet auf ihn nun auch noch ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung, weil er die veruntreuten Gelder nicht versteuert hatte.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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