Heimische Polizei in der Telefonkette

Einen Selbstmord in Ostfriesland verhindert

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Freilassing/Emden - Binnen Minuten ging ein Notruf über die österreichische Polizei nach Freilassing, bis zur Polizei in Emden. Wie das Leben eines 57-Jährigen gerettet wurde:

Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, verhinderte die Polizei in den frühen Morgenstunden am Samstag, den 23.August, einen Suizid. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Kontaktstelle der Polizeiinspektion Fahndung in Freilassing.

Der Kontaktstelle wurde von der österreichischen Polizei in Knittelfeld/Steiermark eine Suizidandrohung mitgeteilt. Ein 57-jähriger Mann aus Emden in Ostfriesland hatte über Facebook seinen Suizid angekündigt.

Mit Küchenmesser selbst verletzt  

Ein Facebook-User teilte aufgeregt mit, dass ein Bekannter über Facebook seinen Suizid angedroht hatte und im Begriff war, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Über die Leitstelle in Graz wurde sogleich die Kontaktstelle der Polizeiinspektion Fahndung in Freilassing informiert und von hier aus das zuständige Polizeikommissariat in Ostfriesland eingeschaltet.

Die Polizeibeamten in Niedersachsen fuhren aufgrund des Eintrags im Netz sowie des Hinweises aus Bayern die Wohnadresse des Emdener an, wo sie bereits wenige Minuten nach der Mitteilung aus Österreich ankamen. Der bereits stark blutende und alkoholisierte 57-Jährige öffnete auch selbst die Türe und ließ die Polizisten herein. Er hatte sich bereits mit einem Küchenmesser am Arm selbst verletzt und war gerade dabei, sich weitere, eventuell tödliche Schnitte zuzufügen. Hiervon konnte er von den eingesetzten Beamten und dem herbeigerufenen Notarzt gerade noch abgehalten werden.

Er wurde zur medizinischen Erstversorgung mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus Emden eingeliefert. Ihm droht nun die Unterbringung in einer psychiatrischen Abteilung. Der in der Wohnung entdeckte Hund des Mannes musste von der Feuerwehr Emden in Obhut genommen werden.

Hinweis der Redaktion:  Wenn Sie selbst Suizid-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800 / 1110111 oder 0800 / 1110222 erhalten Sie anonym Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Auch eine Online-Beratung ist auf der Seite der Telefonseelsorge möglich.

Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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