Polizei legt Schleusern das Handwerk

Freilassing/Raubling - Die Polizei hat am Sonntag zwei Schleusern das Handwerk gelegt. Zunächst konnte ein Täter entkommen, fuhr dann den Polizei-Kollegen aber direkt "in die Arme":

Die Bundespolizei hat am Sonntag, 29. März, zwei Schleusern das Handwerk gelegt. Die beiden Ungarn waren im Konvoi mit insgesamt sieben Geschleusten auf der A8 Richtung München unterwegs. Eines der Fahrzeuge konnte in Piding, das andere in Pfraundorf von der Bundespolizei gestoppt werden. Beide Schleuser sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Freilassinger Fahnder zogen an der Anschlussstelle Piding einen Wagen mit ungarischer Zulassung aus dem Verkehr. Hinter dem Wagen fuhr ein zweites Fahrzeug auf den Kontrollplatz ein, beschleunigte dann aber und fuhr weiter. Da beide Autos offenbar zusammengehörten, verständigten die Bundespolizisten umgehend ihre Rosenheimer Kollegen.

So konnten die Insassen des zweiten Fahrzeugs schließlich auf Höhe Pfraundorf kontrolliert werden. Wie sich herausstellte, handelte es sich tatsächlich um Schleuserfahrzeuge, die auf dem Weg von Budapest nach München waren. Beide Fahrer ungarischer Herkunft hatten zusammen sieben syrische Staatsangehörige ohne Papiere unerlaubt ins Bundesgebiet gebracht. Die Geschleusten gaben an, 400 Euro pro Person an einen Mittelsmann gezahlt zu haben. Der Fahrer des ersten Wagens, ein 37-jähriger Ungar, versuchte, seine Tat zunächst durch Lügenmärchen zu verschleiern. Nach dem Geständnis seines 39-jährigen Komplizen gab er allerdings zu, für die Mitnahme der syrischen Männer ebenfalls Geld erhalten zu haben.

Die beiden Freunde wurden dem jeweils zuständigen Haftrichter vorgeführt. Anschließend mussten sie die Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall beziehungsweise Stadelheim antreten. Die sieben syrischen Staatsangehörigen konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet werden.

Pressemittteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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