Verhaftung am Münchner Flughafen

Mann drei Jahre lang im Chiemgau gesucht - Nun wurde er gefasst

Flughafen München - Ein 26-jähriger Mann befand sich auf einer kriminellen Odyssee. Doch die Bundespolizei konnte seine Irrfahrt beenden. 

Pressemeldung im Wortlaut:

Es war schon vor drei Jahren. Er hatte wohl zu tief ins Glas geschaut, dann bei Traunstein einen Unfall verursacht und sich aus dem Staub gemacht. Zu allem Überfluss hatte er offenbar auch keinen Führerschein. Ein Jahr danach hatte das dortige Amtsgericht ihn zur Hauptverhandlung geladen. 

Allerdings hatte der Rumäne wohl der richterlichen Einladung ebenso wenig Bedeutung zugemessen wie zuvor den Regeln im bundesdeutschen Straßenverkehr. Seither haben die Strafverfolgungsbehörden im Chiemgau mit Haftbefehl nach dem Untergetauchten gesucht

Bundespolizisten haben ihn am späten Mittwochnachmittag (11. September) bei seiner Ankunft aus Bukarest kontrolliert, die Fahndungsnotiz entdeckt und den Gesuchten aus dem Verkehr gezogen. Jetzt muss sich der Verkehrssünder mit dem Gedanken an eine zumindest kurzzeitige Wohnsitzverlegung anfreunden.

Der Rumäne wollte aus seinem Geburtsland über das Erdinger Moos in seine Wahlheimat im Salzburger Land reisen. In München haben Bundespolizisten seine Reise aber frühzeitig beendet. Der 26-Jährige hatte nämlich einen offenen Haftbefehl im Gepäck.

Im September 2016 hatte der Salzburger wohl auf der Bundesstraße bei Traunstein einen Verkehrsunfall verursacht und sich anschließend unerlaubt vom Unfallort entfernt. Als ihn eine Polizeistreife später kontrolliert hatte, mussten die Beamten feststellen, dass der Unfallflüchtige nicht nur alkoholisiert war, sondern auch keine Fahrerlaubnis besaß. Nach Aufnahme der Strafanzeige war der Wahl-Österreicher aber offensichtlich verschwunden, ohne sich seiner Verantwortung zu stellen. Auch zur Hauptverhandlung im Juni 2017 war der Angeklagte nicht erschienen.

Folglich hatte ein Richter am Amtsgericht in Traunstein im März 2018 einen Untersuchungshaftbefehl wegen Straßenverkehrsgefährdung in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis in Tatmehrheit mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort gegen den Mann erlassen. Mit diesem Haftbefehl hatte die oberbayerische Justiz die Polizeibehörden in Deutschland mit der Suche nach dem Untergetauchten beauftragt.

Diesem Auftrag kamen Bundespolizisten am Münchner Flughafen jetzt nach und verhafteten den 26-Jährigen bei seinem Zwischenstopp im Erdinger Moos. Aufgrund der vorgerückten Stunde musste der Rumäne eine Nacht bei der Bundespolizei verbringen, bevor ihn die Beamten im Laufe des heutigen Tages dem Haftrichter in Traunstein vorführen werden. Dieser wird dann über die künftige Unterkunftssituation des jungen Mannes entscheiden.

Die Pressemeldung der Bundespolizei Flughafen München

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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