Felssturz: Neonazis schänden Gedenkstätte

Stein an der Traun - Entsetzen in Stein an der Traun: Nach dem tödlichen Felssturz vor zwei Wochen haben Neonazis die Gedenkstelle der Opfer geschändet.

Peter Kurz, Freund und politischer Kollege des verstorbenen Peter B. wurde am Sonntag nachmittags von Bekannten der verunglückten Sophie angerufen, weil eine rechtsradikale Flagge an der Gedenkstelle hinge.

Kurz, Kreisvorsitzender der Partei Die Linke, nahm die Flagge, die mit Kabelbindern an einem Bauzaun befestigt war ab, brachte sie zur Polizei und bezeugte den Vorfall.

Familie und Freunde trauern um Sophie und Peter

Zuvor sprach er mit den Angehörigen der Opfer. Sie reagierten geschockt. Der Großvater von Sophie war empört und sprach wörtlich von einer "Schändung des Gedenkens an verstorbene Angehörige". Er hat am Montagmorgen bei der Polizei Anzeige erstattet. Der Fall wurde nun von der Polizei an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Es wird davon ausgegangen, dass die Täter die Gedenkstätte von Sophie und Peter B. verhöhnten, weil sich beide gegen die zunehmende rechte Gewalt und Neoanazis einsetzten.

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Peter Kurz sagt dazu: "Nach wie vor bin ich erschüttert über diesen Vorfall, der beweist, dass die rechte Szene auch hier im Chiemgau immer dreister und skandalöser vorgeht." Die Gedenkstätte wurde von Mitschülern und Freunden der verstorbenen Sophie an der Unglücksstelle eingerichtet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Kurz

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