Fasching: Die Polizei zieht Bilanz

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Landkreis/Haag - Zur Faschingszeit wurden verstärkt Verkehrskontrollen durchgeführt. Bei Faschingsumzüge in der Region liefen eher friedlich ab.  

Massenkontrollen auf den Straßen

Wie im Vorfeld angekündigt, hatten die Polizeidienststellen im Bereich des Präsidiums Oberbayern Süd in den vergangenen zwei Wochen ganz besonders die Autofahrerinnen und Autofahrer im Blick, die in der „fünften Jahreszeit“ hinter dem Steuer saßen. Die meisten davon waren vernünftig und setzten sich nicht „benebelt“ hinters Lenkrad. Für einige Unbelehrbare endete die Faschingsfeier aber mit der Abgabe des Führerscheins, mit Geldstrafen und langen Fahrverboten.

In den letzten zwölf Tagen wurden in den neun Landkreisen des Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Stadt Rosenheim insgesamt etwa 7832 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Erstes Augenmerk galt dabei natürlich einem möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum.

Bei 2271 Fahrzeugführern wurden Atemalkoholtests durchgeführt. Bei 68 davon ergab sich eine Alkoholisierung über dem gesetzlichen Limit. Für 42 Fahrer mit einer absoluten Fahruntüchtigkeit von mehr als 1,1 Promille bedeutete dies eine Strafanzeige und Führerscheinentzug. Den unrühmlichen Spitzenwert erzielte dabei ein Autofahrer mit 2,66 Promille. 26 Alko-Lenker mit geringerem Promillegehalt kamen mit einem Bußgeld und einem Fahrverbot davon.

In 17 Fällen wurde festgestellt, dass Personen unter Drogeneinfluss am Steuer saßen.

14 Führerscheininhaber hatten Glück und wurden noch vor dem beabsichtigten Fahrantritt kontrolliert. Sie mussten lediglich ihren Autoschlüssel abgeben und kamen nochmals mit einer schriftlichen Verwarnung davon.

Bei 15 Verkehrsunfällen wurde festgestellt, dass der verantwortliche Lenker alkoholisiert war.

Haager Faschingszug: Keine großen Probleme

Zu keinerlei Störungen oder Ausschreitungen kam es am Faschingsdienstag beim Haager Faschingsumzug, der sich mit über 30 Fahrzeugen vom Haager Einkaufspark zur Ortsmitte hinbewegte.

Die Zuschauer- bzw. Teilnehmerzahl wird auf ca. 5000-6000 Personen geschätzt. Lediglich beim Faschingstreiben nach dem Umzug kam es kleineren polizeilich relevanten Einsatzanlässen. In einem Falle wurde Klage geführt wegen mehrerer „Wildpinkler“, die wieder im Bereich des Marktplatzes außerhalb der Veranstaltungstoiletteneinrichtungen ihre Notdurft verrichteten.

Desweiteren wurde im Oberwallnerweg von einem zum Faschingstreiben marschierenden, als rosa Elefant maskierten Täter, der in Begleitung eines Sträflings und eines Braunbären war, mit einem Stein eine Fensterscheibe eingeworfen. Der Grund dafür war, wie sich nach Ermittlung des aus Schwindegg stammenden 16-jährigen Jugendlichen herausstellte, dass er vorher wegen Urinierens angesprochen worden war, was ihn wiederum verärgert hatte.

Zwei Verletzte gab es bei einer Auseinandersetzung am Bräuhausplatz: Hier hatte ein betrunkener 16-Jähriger aus Haag einem anderen 18-Jährigen mit der Faust derart ins Gesicht geschlagen hatte, dass dieser zu Boden fiel. Als ein weiterer, 20-jähriger, der dies beobachtet hatte, den Angreifer zurückhalten wollte, bekam auch dieser einen Schlag ab, konnte den Jugendlichen dann aber schließlich zu Boden bringen und festhalten. Dabei zog sich wiederum Schläger eine Knieverletzung zu, so dass er selbst und der von ihm vorher geschlagene 18-Jährige schließlich mit dem BRK ins Krankenhaus verbracht wurden.

Tüßling: Sachbeschädigungen und Körperverletzungen

Am Dienstagnachmittag, 17.02.2015, fand der alljährliche Faschingsumzug in Tüßling statt. Geschätzte 10000 Zuschauer besuchten die Veranstaltung. Die Polizeiinspektion Altötting war mit einigen Einsatzkräften vor Ort, um für einen geordneten Ablauf zu sorgen.

Gegen 14 Uhr, zu Beginn des Umzuges, wurden bereits mehrere Sachbeschädigungen mitgeteilt. An der Raiffeisenbank und dem EDEKA-Markt wurde jeweils durch einen unbekannten Täter die Eingangsschiebetüre beschädigt. An der Sparkasse verbog ein Unbekannter die kupfernen Fensterbleche.

Ein 23-jähriger Altöttinger warf mutwillig einen Bauzaun um, wodurch ein geparktes Auto beschädigt wurde.

Während des Umzuges war es relativ ruhig. Danach gab es aber einige Einsätze, vor allem wegen Auseinandersetzungen zwischen zum Teil alkoholisierten und aggressiven Personen.

Insgesamt waren vier Körperverletzungen zu verzeichnen, jeweils mit einem Leichtverletzten. Bei drei Einsätzen kam es zu einem Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten.  Zwei dieser Widerständler, die jeweils stark alkoholisiert waren, wurden in Gewahrsam genommen und bei der Polizeiinspektion Altötting ausgenüchtert. Gegen alle werden nun Strafanzeigen erstattet.

Einem Faschingsbesucher wurde aus der Handtasche sein Bargeld und das Handy durch einen Unbekannten entwendet.

Einige Streitigkeiten wurden geschlichtet. Erst gegen 20 Uhr kehrte in polizeilicher Hinsicht einigermaßen wieder Ruhe ein.

Pressemeldungen Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Polizeiinspektion Altötting/

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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