"Einfangen und wegtransportieren"

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(Symbolbild)

Rosenheim/Inntal - Der Wolf, der seit über einem Jahr im Gebiet von Wendelstein und Rotwand herumstreift, beunruhigt viele Menschen. Jetzt gab es deswegen auch heftige Kritik an Umweltminister Söder.

Auch an Hubert Aiwanger, Landeschef und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, sind Almbauern herangetreten. Bei einem Gespräch mit der Redaktion des Oberbayerischen Volksblatts kritisierte er den bayerischen Umweltminister, der sich selbst nicht äußert und lediglich auf die Fachbehörden verweist.

Aiwanger warf Markus Söder Feigheit vor: "Er sollte sich schämen, die Bevölkerung und besonders die Almbauern so im Stich zu lassen", meinte Aiwanger. Der Wolf verursacht seiner Überzeugung nach in dieser Gegend mehr Schaden, als er bringt: "Außerdem muss man die Wolfsfrage auch aus Sicht der Schafe beurteilen."

Die Wolfspopulation in Europa hänge nicht von einem einzelnen Expemplar ab, das sich ins Inntal verirrt hat. "Ein Einzelexemplar bringt aus wildbiologischer Sicht nicht. Ein ganzes Wolfsrudel aber passt nicht in diese Landschaft", ist Aiwanger überzeugt. Sein Rat: Einfangen und wegtransportieren.

Aiwanger merkte an, dass unsere Berglandschaft in weiten Teilen keine unberührte Wildnis ist, sondern ein Kulturlandschaft, die von der Almbewirtschaftung geprägt wird. "Die Beweidung durch Schafe und Rinder ist zwingend notwendig, damit dieses Ökosystem nicht zusammenbricht", so Aiwanger. Er warnte auch vor vermehrten Verbissschäden, wenn das Rotwild von den winterlichen Futterstationen vertrieben wird. Aiwanger kündigte an, die Diskussion in den Landtag zu bringen: "Dann muss Söder Rede und Antwort stehen."

ku/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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