Mann attackiert Familie und tötet sich selbst

Bluttat in Ebersberg - Täter verletzte wohl schon einmal Familienmitglied

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Ebersberg - Eine schreckliche Bluttat hat sich am Dienstagnachmittag in einem Wohnheim in der Von-Scala-Straße ereignet. Ein Mann starb, drei Frauen wurden zum Teil schwer verletzt. Jetzt gibt es erste Details zur Tragödie:

Update, 10.40 Uhr - Neue Details bekannt

Auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, dass die verletzte Mutter des jungen Mannes als Laborangestellte der Kreisklinik Ebersberg arbeitet. Sie wohnt in dem Wohnheim direkt nebenan, in dem sich auch die Tragödie ereignete. 

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, habe der Mann in der Vergangenheit schon einmal ein Familienmitglied verletzt. Außerdem habe der Mann psychische Probleme gehabt und habe bereits früher schon mal Zeit in einer geschlossenen Einrichtung verbracht, weil er selbstmordgefährdet gewesen sei. Daher sei derzeit nicht mit neuen Ermittlungserkenntnissen zu rechnen, so die tz. 

Update, 10 Uhr - Mädchen möglicherweise aus Klinik entlassen

Bereits am Dienstagabend gab es die unbestätigte Meldung, dass eine der Schwestern des jungen Mannes bereits aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Auf Anfrage von rosenheim24.de konnte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord dies weder bestätigen noch bestreiten. Die Art der Verletzungen der beiden Mädchen sei unklar gewesen, daher sei es möglich, dass sie sich in ambulanter Behandlung befänden.

Generell seien alle drei Frauen nach wie vor in ärztlicher Behandlung, eine amtliche Vernehmung habe noch nicht stattgefunden. 

Update, 30. Januar, 4.50 Uhr -  Keine Lebensgefahr für die Opfer

Die Tragödie vom Dienstag ereignete sich in einem Ebersberger Schwesternheim in der Ebersberger Von-Scala-Straße, das zur Berufsfachschule für Krankenpflege gehört. Dort soll die Mutter des jungen Mannes gelebt haben, der erst sie und seine Schwestern mit einem Messer Angriff und sich anschließend selbst das Leben nahm. Laut unserem Partnerportal tz.de wird vermutet, dass die 52-jährige Mutter in der Kreisklinik Ebersberg, die sich direkt nebenan befindet, arbeitet. 

Die 52-Jährige war bei dem Angriff so schwer verletzt worden, dass sie mit einem Helikopter in ein Münchner Krankenhaus gebracht wurde. Lebensgefahr bestehe aber nicht, so die tz. 

UPDATE, 21.50 Uhr - Fotos vom Tatort

Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor vollkommen unklar. Am Tatort sind nach wie vor Einsatzkräfte der Spurensicherung zugegen, wie unsere Reporterin soeben von vor Ort berichtet. Die beiden Schwestern scheinen übrigens mit leichteren Blessuren davongekommen zu sein. Unbestätigten Angaben zufolge sollen sie bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden sein.

Bluttat in Ebersberg: Tatort in Von-Scala-Straße

UPDATE, 20.45 Uhr - Offenbar eine Familientragödie

Die Tat hat sich in einem Schwesternwohnheim zugetragen, das mutmaßlich zur Berufsfachschule für Krankenpflege gehört, wie unser Partnerportal tz.de nun berichtet. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei dem Toten und mutmaßlichen Messerstecher um einen Mann mit bosnischen Wurzeln.

Er hatte offenbar seine Mutter (52), die in dem Wohnheim lebt, besucht. Dabei waren auch die beiden Schwestern. Das Trio soll aus München stammen. Warum das Familientreffen im Laufe des Nachmittags dann vollkommen eskaliert ist, ist derzeit noch völlig unklar.

Die Bluttat ereignete sich einem Schwesternwohnheim in der Von-Scala-Straße in Ebersberg.

Die Erstmeldung:

Rettungsdienst und Polizei wurden am Dienstagnachmittag gegen 16.45 Uhr zu einem Wohnheim in der Von-Scala-Straße gerufen. Dort bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Schreckens:

Ein zunächst unbekannter Täter hatte dort drei Frauen mit einem Messer teilweise schwer verletzt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord nun mitteilte. Doch es sollte noch schlimmer kommen: In einem benachbarten Teil des Heimes fanden Polizisten wenig später die Leiche eines 30-jährigen Mannes, der sich offensichtlich mit einem Küchenmesser selbst tödliche Verletzungen zugefügt hatte.

Soweit die Beamten der Polizeiinspektion Ebersberg und die hinzugezogenen Kriminalbeamten der Kripo Erding bislang ermitteln konnten, handelt es sich beim tot aufgefundenen Mann um den Tatverdächtigen, der zuvor drei Familienangehörige mit dem Messer angegriffen und verletzt hatte. Alle drei verletzten Frauen wurden in Kliniken eingeliefert. Das am schwersten verletzte 52-jährige Opfer kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus. In welchem Verhältnis Täter und Opfer zueinander standen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Hinweis der Redaktion:

Generell berichten wir eigentlich nicht über Suizid und/oder den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

PP Obb. Nord/mw

Quelle: rosenheim24.de

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