Drama um Zwangsräumung vor Gericht

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Zugriff des Sondereinsatzkommandos: Beamte seilten sich von einem Balkon ab und drangen in die Wohnung im sechsten Stock des Hochhauses ein.

Traunstein/Rosenheim - Wegen einer angekündigten Zwangsräumung wollte sich im Juni 2011 ein jetzt 43-jähriger Rosenheimer in seiner Wohnung in die Luft sprengen. Gestern begann der Gerichtsprozess:

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Das Drama um eine Zwangsräumung in der Äußeren Münchnener Straße sorgte am 10. Juni für großes Aufsehen in Rosenheim. Nachdem der Mann damit gedroht hatte, seine Wohnung in einem Hochhaus anzuzünden, liefen rund fünf Stunden lang die Verhandlungen. Auch ein Spezial-Verhandlungsteam war vor Ort. Die Verhandlungen drehten sich um ein Abwenden der Zwangsräumung und ein Entschärfen der gefährlichen Situation. Der Mann hatte sich von einer Tankstelle Benzin besorgt.

Der Anwalt des Mieters war vor Ort und sprach über einen benachbarten Balkon mit ihm. Bei der Übergabe eines neuen Gerichtsbescheides, der ihm einen Aufschub der Vollstreckung bescheinigte, schlug dann ein Sondereinsatzkommando zu: Beamte seilten sich von einem Balkon ab und drangen in die Wohnung im sechsten Stock des Hochhauses ein. Der Mann wurde überwältigt und festgenommen.

Seit dem gestrigen Montag muss sich der Mann nun vor dem Landgericht in Traunstein verantworten. Ihm wird schwere Nötigung sowie Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vorgeworfen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Zustätzliche Unterlagen sind erforderlich.

Einen ausführlichen Bericht vom ersten Verhandlungstag lesen Sie auf ovb-online.de

Bilder aus dem Archiv:

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Quelle: rosenheim24.de

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