In Prien und Rosenheim

Demos für die Grundrechte am Wochenende in der Region

Rosenheim/Prien am Chiemsee - Am Samstag, den 9. Mai finden in der Region Demos gegen die Corona-Maßnahmen statt. Die Versammlungen sind aber nur unter Auflagen genehmigt.

Am Samstag, den 9. Mai finden in Prien am Chiemsee und Rosenheim Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen statt. Für Prien wurde die Versammlung beim Landratsamt Rosenheim von einer Privatperson für 50 Personen angemeldet. Sie findet von 12 bis 13 Uhr unter dem Titel "Demo für die Grundrechte" auf dem Priener Marktplatz statt. Angekündigt sind Gesänge für den Frieden und Transparente und Schilder. Die Demo kann jedoch nur unter Auflagen stattfinden. Die Teilnehmer müssen eine Mund-Nase-Schutzmaske tragen und zwei Meter Sicherheitsabstand zueinander einhalten. 


Auch in Rosenheim sind 50 Teilnehmer angemeldet, wie die Stadt Rosenheim gegenüber rosenheim24.de bestätigt. Die Demo findet von 13 bis 14 Uhr am Max-Josefs Platz rund um den Nepomukbrunnen statt. Das Ordnungsamt wird sich mit den Gastgebern noch in Verbindung setzen um die genauen Details zu klären, aber auch hier werden die Auflagen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes gelten. Die Veranstalter teilen auf Facebook zu der Rosenheimer Demo folgendes mit:

  • Mindestabstand von 1,5 Meter 
  • Mundschutz wird empfohlen ist aber keine Pflicht 
  • Wenn möglich mit einem weißen Oberteil kommen als Zeichen des Zusammenhalts 
  • die angemeldete Demonstration findet im Sitzen statt für einen besseren Überblick (Bei trockenem Wetter)

Bereits am 1. Mai gab es in Waldkraiburg eine Demo unter dem Motto "Wir wollen unsere Grundrechte wiederhaben". Die Demonstranten forderten die "Einhaltung der Grundrechte", sowie eine "Rückkehr zum normalen Leben". Auch in der Freilassinger Fußgängerzone versammelten sich am 1. Mai rund drei Dutzend Bürger, die ihren Unmut über die derzeitigen coronabedingten Einschränkungen äußerten. In Traunstein gab es ebenfalls eine unangemeldete Demo gegen die Corona-Maßnahmen.

Politologe zu den Demos

Nützliche Links zu Corona:

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung hatte sich bereits der Politologe Dr. Hendrik Träger zu den immer häufiger werdenden Demonstrationen geäußert. Die starke Zunahme von Demonstrationen nach wochenlangem Krisenmodus kommt für Träger nicht überraschend. "Am Anfang sind Krisen oder Herausforderungen wie eine Katastrophe oder Epidemie immer Zeiten der Exekutive. Die Regierung kann durch ihr Handeln überzeugen." Je länger die Situation anhalte, umso umstrittener würden Maßnahmen. Über Lockerungen werde dann heftig diskutiert.

"Der Druck der Bevölkerung, aber auch von Interessengruppen nimmt zu. Die Politik weiß, dass die Einschränkungen nicht ewig dauern können, weil das Folgekosten mit sich bringt, die bezahlt werden müssen", sagte Träger. Man könne nicht monatelang zehn Millionen Menschen Kurzarbeitergeld zahlen. Die Diskussion gebe es in der Politik, aber auch in Gewerkschaften oder Verbänden. "Da geht es um das Überleben ganzer Branchen wie zum Beispiel der Hotellerie."

jb

Quelle: rosenheim24.de

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