CRS: Keine Schlammschlachten mehr

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Bei Regen soll es weniger Schlamm beim Festival geben. Rund 12000 Quadratmeter Fläche des Geländes wurden mit Kies befestigt.

Übersee - Erst 15 Jahre alt und schon Kult: Der "Chiemsee-Reggae-Summer" in Übersee ist ab Freitag für drei Tage wieder der Nabel der Reggae-Welt.

Für die erwarteten 25.000 Besucher hat der Veranstalter nicht nur ein hochkarätiges Musikprogramm auf die Beine gestellt. Auch für Sicherheit und Wohlbefinden von Besuchern und Musikern wurde viel Vorbereitungsarbeit geleistet.

Das Großereignis bedeutet nicht nur für den Veranstalter mit seinen 700 Mitarbeitern, sondern auch für die Sicherheitskräfte eine gewaltige logistische Aufgabe. Wie auch in den Jahren zuvor arbeiten auch heuer wieder viele Organisationen zusammen.

Die medizinische Betreuung des Malteser Hilfsdienstes ist durch über 200 Einsatzkräfte, fünf Rettungswagen und mehrere Einsatzfahrzeuge gewährleistet. Allein fünf Ärzte werden ständig auf dem Gelände sein. Neben einer mobilen Einsatztruppe gibt es hinter der Bühne, am Rand und im Zentrum des Geländes drei feste Sanitätsstationen.

Zahlreiche Helfer packen beim Aufbau der Hauptbühne mit an.

Auch die Feuerwehr Übersee ist mit 60 Aktiven in acht Schichten sowohl für den vorsorglichen Brandschutz, als auch für die Unterstützung der Sicherheitskräfte gut aufgestellt. "Wir sind praktisch rund um die Uhr präsent, denn auch nachts ist unser Zwei-Mann-Notdienst mit unserem neuen, geländegängigen Fahrzeug-Buggy notfalls sofort zur Stelle", sagte Kommandant Rupert Kink.

Etwa 300 Security-Leute werden vom Veranstalter eingesetzt, und auch die Polizei ist selbstverständlich wieder dabei. "Aus taktischen Gründen" wollte Polizeisprecher Franz Sommerauer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd in Rosenheim zwar keine Zahlen nennen, sie dürften aber nicht unter den Vorjahreszahlen von 100 Beamten liegen.

Laut Einsatzleiter Thomas Kirchleitner von der Polizeiinspektion Traunstein gilt das besondere Augenmerk dem Jugendschutz. So haben Jugendliche unter 16 Jahren nur mit ihren Eltern und Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren nur mit einem Erziehungsbeauftragten Zutritt zum Festival.

Bei Vorfällen mit betrunkenen Jugendlichen werden nicht nur umgehend die Eltern informiert, es wird auch der Überlasser des Alkohols ermittelt und angezeigt. Darüber hinaus ist sogar der künftige Erwerb des Führerscheins in Gefahr, weil auch die zuständige Führerscheinstelle benachrichtigt wird. "Mit aller Konsequenz", so Kirchleitner, wird die Polizei auch beim Besitz, Konsumieren oder Handeln mit Drogen eingreifen.

Zum Wohlfühlen bietet der Veranstalter 50 gastronomische und dieselbe Zahl von Verkaufsständen für verschiedene Artikel an. Hinzu kommen 300 Mobil-Toiletten, fünf kombinierte Dusch- und Waschhäuser, eine Wäscherei, EC-Geldautomat, Fundbüro und Gepäckaufbewahrung.

Gelände teilweise mit Kies befestigt

Auch bei Regen wird es heuer gepflegter zugehen, denn 12000 Quadratmeter des insgesamt 426000 Quadratmeter großen Geländes wurden mit Kies befestigt. Wenigstens vom Eingang bis zur Musikarena und davor sowie vor den Essensständen wird es keine "Schlammschlachten" mehr geben.

Auch die Gemeinde Übersee kommt den Rasta-Fans mit einer eigens erlassenen Verordnung entgegen. Danach sind die Geschäfte auch am Feiertag-Samstag und am Sonntag für jeweils fünf Stunden geöffnet.

Erstmals finden Lärmmessungen statt

Die Gemeinde hat aber auch an die lärm geplagten Nachbarn gedacht. Nach erstmaligen Gesprächen mit den Anliegern hat Bürgermeister Marc Nitschke im Einvernehmen mit dem Veranstalter das Ende der Auftritte in der Musikarena am Freitag und Samstag auf 1 Uhr morgens und am Sonntag auf 24 Uhr festgelegt. Außerdem werden heuer erstmals Lärmmessungen vorgenommen.

Damit sich alle einer ungestörten Karibik-Party hingeben können, sind tägliche Besprechungen mit dem Gemeindechef und allen Sicherheitskräften vorgesehen. So will man unliebsame Begleiterscheinungen schnellstmöglich abstellen.

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Quelle: rosenheim24.de

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