Dringender Aufruf im Kampf gegen Corona

RoMed-Kliniken planen massive Aufstockung der Beatmungsplätze 

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Coronavirus - RoMed Kliniken bauen Beatmungsplätze massiv aus.

Rosenheim - Im Kampf gegen das Coronavirus kommt staatlich organisierter Nachschub an Beatmungsgeräten in Gang. Auch die RoMed-Kliniken planen eine massive Aufstockung der Intensivplätze.

Bayern hat 87 dringend benötigte Beatmungsgeräte erhalten. Diese werden an die Kliniken im Freistaat verteilt, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München. Bestellt worden seien insgesamt 1.200 Beatmungsgeräte


Derzeit 40 Intensivplätze mit Beatmungsgeräten

Auch in den RoMed-Kliniken mit den Standorten Rosenheim, Wasserburg, Prien am Chiemsee und Bad Aibling will man die Kapazitäten massiv ausweiten, so Pressesprecherin Elisabeth Siebeneicher auf Nachfrage von rosenheim24.de. Aktuell haben die Kliniken an allen Standorten insgesamt etwa 40 Intensivplätze, die mit Beatmungsgeräten ausgestattet sind.

Intensive Schulung der Mitarbeiter erforderlich

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"Geplant ist, an den vier Standorten insgesamt etwa 100 Beatmungsplätze ausschließlich für Corona-Patienten einzurichten", so Siebeneicher. "Hierfür muss kurzfristig weiteres Personal in der Pflege und im ärztlichen Dienst akquiriert werden. Einige Kolleginnen und Kollegen konnten wir bereits gewinnen. Darüber hinaus werden in intensiven Schulungen Mitarbeiter mit Intensiverfahrung vor allem in der Beatmungsmedizin trainiert."


Kliniken warten auf auf weitere Beatmungsgeräte

So viele Beatmungsgeräte und Intensivplätze gibt es in den anderen Kliniken in der Region

Eine besondere Herausforderung sei die notwendige Geräteausstattung. "Die RoMed-Kliniken haben bereits zusätzliche Beatmungsgeräte beschafft und warten noch auf eine große Lieferung von Beatmungsgeräten, Monitoren und anderem Intensivzubehör, das der Bund liefern will", so Siebeneicher weiter. Um die notwendige Infrastruktur im RoMed-Klinikum Rosenheim schaffen zu können, werden jetzt kurzfristig Umbauarbeiten durchgeführt.

Pflegepersonal gesucht: dringender Aufruf der RoMed-Kliniken

Die medizinisch-technische Ausstattung sei aber nur ein Punkt. Für die fachgerechte Handhabung der Beatmungsgeräte ist speziell geschultes intensivmedizinisches Pflegepersonal nötig. Daher der dringende Aufruf der RoMed-Kliniken:

„Der Kampf gegen das Virus fordert uns alle – unsere Pflegekräfte und Ärzte brauchen jetzt Ihre Unterstützung. Haben Sie Erfahrung oder eine Ausbildung in der Pflege oder als medizinische Assistenz? Studieren Sie Medizin oder haben Sie ein Praktikum in der Alten- oder Krankenpflege (z.B. freiwilliges soziales Jahr) absolviert? Dann melden Sie sich bei uns! Wir zählen auf Sie! Bitte kontaktieren Sie unsere Pflegedirektorin Frau Judith Hantl-Merget 0 80 31 - 365 38 01.

Etwa 4.000 Intensivbetten bayernweit

Nach Schätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) gibt es in Bayern etwa 4.000 Intensivbetten. "Genauere Angaben waren bisher nicht möglich, weil es keine Vorgaben für die Ausstattung der Kliniken mit Intensivbetten gibt, sondern nur Richtgrößen", sagt BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Die Intensivbetten seien bisher nicht zentral erfasst worden. Mit der Corona-Krise hat sich das geändert. Seit wenigen Tagen müssen die Kapazitäten laut Hasenbein zentral gemeldet werden. Das Ergebnis ist freilich noch nicht bekannt. Zumindest ist die BKG noch nicht darüber informiert worden.

jb

Quelle: rosenheim24.de

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