News-Ticker zur Corona-Pandemie

Laut Medienberichten: Oktoberfest 2020 wegen Corona-Pandemie abgesagt

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Das Oktoberfest findet nach Informationen der "Bild"-Zeitung wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Montag, 20. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.212, Landkreis Traunstein 936, Landkreis Berchtesgadener Land 257, Landkreis Mühldorf 443, Landkreis Altötting 538
  • Mindestens 4.404 Todesopfer in Deutschland (1.299 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20.46 Uhr - Laut Medienberichten: Oktoberfest 2020 wegen Corona-Pandemie abgesagt

Das Oktoberfest findet nach Informationen der "Bild"-Zeitung wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Eine offizielle Bestätigung dafür war am Montagabend zunächst nicht zu erhalten.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollten am Dienstagmorgen in einer Pressekonferenz über ihre Beratungen zur möglichen Absage des Oktoberfests informieren. Beide Politiker hatten in den vergangenen Tagen infrage gestellt, ob das Oktoberfest in Corona-Zeiten stattfinden kann.

"Wir beide haben eine ähnliche Einschätzung, dass wir sehr skeptisch darüber sind, ob ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen überhaupt einen Sinn macht", sagte Söder am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag. Reiter hatte sich vergangene Woche ähnlich geäußert und eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt.

Zuvor hatten Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Spätestens seit diesem Beschluss war klar, dass es für das größte Volksfest der Welt nicht einmal drei Wochen später kaum eine Chance gibt. Das Oktoberfest sollte am 19. September beginnen und bis 4. Oktober dauern. Experten sehen bis dahin auch zu wenig Zeit, um eine Impfung zu entwickeln.

Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zur Wiesn nach München. In der Enge der oft bis auf den letzten Platz besetzten Bierzelte, aber auch im Gedränge der Gassen draußen wäre ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern kaum einzuhalten.

Noch Ende März hatte es geheißen, man wolle so spät wie möglich entscheiden - Ende Mai oder spätestens Anfang Juni. Dann hätten die Zulassungen für Wirte, Schausteller und Marktkaufleute durch die Stadt erteilt werden müssen. Anfang Juli hätte auf der Theresienwiese der Aufbau begonnen.

Die Wirtschaft trifft es hart. Nicht nur Schausteller, Wirte und Budenbesitzer auf dem Volksfest selbst, sondern auch Hotels, Gaststätten, Taxifahrer und Einzelhändler profitieren von dem Volksfest. Die Wiesn 2019 hatte nach Angaben der Stadt einen Wirtschaftswert von rund 1,23 Milliarden Euro.

dpa

Update, 20.16 Uhr - Krankschreibungen doch weiter per Telefon möglich

Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in der Coronakrise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen (G-BA), Josef Hecken, am Montag mit. Die Regelung soll bis 4. Mai verlängert werden. 

Die Dauer einer telefonischen Krankschreibung soll demnach auf eine Woche begrenzt werden und könne "bei fortdauernder Erkrankung" einmal verlängert werden. Am 20. März hatte der G-BA die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung eingeführt. Bei einer Sitzung am vergangenen Freitag wurde sie nicht mehr verlängert - gegen die Stimmen von Medizinern und Krankenhäusern. Gesundheitspolitiker, Ärzteverbände, Gewerkschaften und Verbraucherschützer hatten das massiv kritisiert. Arbeitgeber hatten die Entscheidung begrüßt. 

Update, 17.55 Uhr: Corona-Verdachtsfälle bespucken Polizei in München

Zwischen Sonntag, 6 Uhr, und Montag, 6 Uhr, führte die Münchner Polizei wieder deutlich über 6.000 Kontrollen im Zusammenhang mit den Ausgangsbeschränkungen durch. Dabei wurden knapp über 200 Verstöße festgestellt. 

Den "spektakulärsten" Zwischenfall gab es am späten Nachmittag gegen 17.30 Uhr im Bereich des Bahnhofsplatzes im Stadtteil Giesing. Dabei sollten ein 38-Jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und eine 34-jährige Münchnerin von Zivilbeamten kontrolliert werden. Nach der Ansprache flüchteten beide jedoch in unterschiedliche Richtungen. Das Duo konnte jedoch eingeholt werden. Bei der Festnahme leisteten beide erheblichen Widerstand und spuckten in Richtung der Beamten. Bei beiden Personen besteht der Verdacht, dass sie an Corona erkrankt sind. 

Bei der Durchsuchung wurde bei dem Pärchen Heroin sichergestellt. Beide Personen wurden letztendlich in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz erheblich verletzt. Insgesamt mussten neun Beamte wegen des mutmaßlichen Corona-Kontakts bis auf weiteres außer Dienst gestellt werden.

Update, 17.42 Uhr: Absage der Wiesn 2020? Söder-PK am Dienstag um 9 Uhr 

Nun wird es wohl ernst: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) informieren am morgigen Dienstag (21. April) über ihre Beratungen zur möglichen Absage des Oktoberfests

Die Staatskanzlei kündigte eine Pressekonferenz für 9 Uhr an. „Wir beide haben eine ähnliche Einschätzung, dass wir sehr skeptisch darüber sind, ob ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen überhaupt einen Sinn macht“, sagte Söder in seiner Regierungserklärung im Landtag bereits am heutigen Montag. 

Münchnes Ex-OB Christian Ude (SPD) plädierte am Wochenede bereits für eine schnelle Absage des Oktoberfests 2020. Udes stärkstes Argument dabei, das er in einem Interview in dem ARD-Politmagazin report München äußert: „Viele Münchner werden sich nicht raustrauen, viele Kritiker werden sich heftig zu Wort melden. Ob das die Wiesn-Stimmung würde, die ich so schätze, das würde ich bezweifeln."

Update, 17.17 Uhr: 15 Tote in Aschauer Pflegeheim 

Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau im Landkreis Rosenheim (siehe Update: 15.47 Uhr). In einem Pflegeheim sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. 40 Bewohner werden derzeit in dem Haus noch betreut. Platz ist für insgesamt 70 pflegebedürftige Menschen.

Gerüchten zufolge, welche im Gemeindebereich kursieren, sollen sogar über 20 Bewohner an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben sein.

15 Todesfälle in Aschauer Pflegeheim Priental

Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). In einem Pflegeheim sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. © FDL/Lamminger
Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). In einem Pflegeheim sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. © FDL/Lamminger
Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). In einem Pflegeheim sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. © FDL/Lamminger
Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). In einem Pflegeheim sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. © FDL/Lamminger
Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). In einem Pflegeheim sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. © FDL/Lamminger
Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). In einem Pflegeheim sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. © FDL/Lamminger

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Update, 16.52 Uhr: 82-Jährige aus Landkreis Traunstein stirbt an Corona 

Ein Plus von zwölf neuen Infektionen vermeldet das Staatliche Gesundheitsamt Traunstein: Damit liegen mittlerweile insgesamt 936 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis vor. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 67 Corona-Patienten behandelt, davon befinden sich zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung - sechs in Traunstein und vier in Trostberg. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 225 Personen - acht mehr als im Vergleich zum Vortag (19. April). 

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Lage-Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei der Verstorbenen, bei der COVID-19 diagnostiziert wurde, handelt es sich um eine Frau im Alter von 82 Jahren. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 31 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona-Erkrankungen vor.

Update, 16.39 Uhr: Fünf neue Fälle im Landkreis Altötting, Drei im Landkreis Mühldorf 

Fünf neue Fälle meldet das Landratsamt Altötting. Das ist einer weniger im Vergleich zum Sonntag, 19. April. Damit ist die Zahl der Infizierten im Landkreis von 522 (Stand Sonntag) auf insgesamt 538 gestiegen. 

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle am 20. April, wie das Landratsamt mitteilt. Dabei handele es sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre und eine erwachsene Person in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 443 bestätigte Fälle vor, davon sind 249 bereits genesen, 21 davon werden stationär behandelt. In der Klinik Mühldorf, die als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, sind derzeit 41 stationäre Corona-Verdachtsfälle untergebracht, 50 stationäre Corona-Positivfälle, von denen zwölf intensivpflichtige Corona-Patienten sind. Sieben Corona-Patienten konnten entlassen werden. 

Update, 16.19 Uhr: Merkel: "Erneuter Shutdown unvermeidlich sobald die Zahlen wieder steigen" 

„Der beste Weg aus der Pandemie ist der, der vorsichtig ist und nicht leichtfertig“, lautet die Kernbotschaft der Bundeskanzlerin bei ihrem Statement in der Pressekonferenz nach der heutigen Sitzung des "Corona-Kabinetts".

Merkel sehe die Not vieler Menschen, wie sie erklärt: „Das ist eine Zeit, wie wir sie seit dem 2. Weltkrieg nie nie erlebt haben. Diese Pandemie verlangt uns allen ziemlich viel ab. Merkel möchte dennoch diesen Weg, den man bisher erfolgreich gegangen sei, weiter gehen und stehe deshalb hinter der Verlängerung der bisherigen Maßnahmen bis 3. Mai: „Der Spielraum soll möglichst eng gefächert werden. Sonst könnten wir Gefahr laufen, zurückzufallen, denn die Situation ist trügerisch. Was es bedeutet, dass wir uns geeinigt haben, die Läden wieder zu öffnen, sehen wir in 14 Tagen an den Zahlen – nicht vorher. Ebenso was es bedeutet, ich mit einer Person außerhalb des Hausstands zu treffen. Bei einem Reproduktionsfaktor, der nur etwas über eins liegt, riskieren wir unser Gesundheitssystem zu überfordern. Es kann auch ein Fehler sein, zu schnell voranzuschreiten - das ist meine Sorge.“

Weiter erklärt die Bundeskanzerlin: „Ein erneuter allgemeiner Shutdown wäre unvermeidlich sobald die Zahlen wieder steigen. Wir wollen vermeiden, zu so dramatischen Zuständen wie sie in anderen Ländern der Falls sind zu kommen aber wir wollen keinen wegsperren“, unterstreicht Merkel und erklärt weiter: „Wir wissen aus den asiatischen Ländern wie entscheidend es ist jede einzelne Infektionsketten präzise nachzuverfolgen, nur dann können wir das Virus eindämmen. Lockerungen ohne diese Erfassung werden zu keinem Erfolg führen.“

Es werde Merkel zufolge noch „sehr lange dauern“, bis ein Impfstoff da sei. Und da dürfe man das, was man bisher erreicht habe nicht aufs Spiel setzen: „Natürlich wollen wir zurück in unser gewohntes gesellschaftliches Leben aber es wäre jammerschade, wenn wir jetzt wieder zurück rudern müssten weil wir längst noch nicht über dem Berg sind.“

In Bezug auf die Maskenpflicht, die einige Bundesländer einführen werden, kommentiert die Kanzlerin: „Wir haben inzwischen mehr Masken, die Situation hat sich verändert. Im ÖPNV, wo ein ausreichender Abstand nicht eingehalten werden kann ist eine Maske durchaus sinnvoll. Bei sachgerechtem Umgang mit den Community-Masken kann ein Beitrag geleistet werden – sachgerecht bedeutet die Masken nicht zu lange hintereinander zu tragen und regelmäßig heiß waschen um Viren zu töten.“

Update, 15.47 Uhr - 15 Todesfälle in Aschauer Pflegeheim

Schlimme Nachrichten gibt es nun aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). Dort sind seit Ende März 15 Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. Das hat die Heimleitung inzwischen bestätigt. Auch zahlreiche Pflegekräfte haben sich mit Covid-19 infiziert, so dass das Heim derzeit nur in einer "Not-Betrieb" am Laufen gehalten werden kann. Vor allem fehlende Masken und Schutzausrüstung für das Personal wurden angeprangert. 40 Bewohner werden aktuell dort noch betreut, insgesamt bietet das Heim Platz für bis zu 70 pflegebedürftige Personen.

Das Landratsamt Rosenheim wollte sich zu den Todesfällen nicht detailliert äußern, wie der Bayerische Rundfunk nun berichtet. Die Behörde hatte lediglich allgemein in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass es "grundsätzlich die Aufgabe der Heimbetreiber" sei, "den Betrieb sowie die medizinische und pflegerische Versorgung der Bewohner sicherzustellen." Alten- und Pflegeheime würden während der Corona-Pandemie vorrangig mit Schutzausrüstung, Masken und Desinfektionsmitteln beliefert, hieß es. 

"Mit allen Alten- und Pflegeeinrichtungen stehen das Gesundheitsamt Rosenheim, die Heimaufsicht sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim im engen Austausch. Bei etwa der Hälfte dieser Einrichtungen gab es bereits Termine vor Ort, um sich ein direktes Bild zu machen und um zu besprechen, was die Heime benötigen und wie sie noch besser unterstützt werden können. (...)", hieß es in der Mitteilung wörtlich.

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Update, 15.30 Uhr - Merkel-Pressekonferenz jetzt live

Soeben hat die Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begonnen. Sie informiert über die neuesten Entwicklungen zur Corona-Pandemie.

Update, 15.14 Uhr - Nun über 38.200 Fälle in Bayern

In Bayern sind nun insgesamt 38.232 Coronavirus-Fälle bekannt (Stand: Montag, 20. April). Das hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nun auf seiner Homepage bekannt gegeben. Demnach ist der Regierungsbezirk Oberbayern mit knapp der Hälfte aller Fälle bei weitem am stärksten betroffen. Insgesamt wurden in Bayern bislang 1.299 Tote registriert, die meisten davon in Oberbayern (439).

Regierungsbezirk

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Anstieg zum Vortag

Oberbayern

17.166

(+ 151)

366,31

439

(+ 4)

Niederbayern

3.804

(+ 60)

307,14

176

(+ 8)

Oberpfalz

4.259

(+ 34)

383,95

188

(+ 2)

Oberfranken

2.924

(+ 52)

273,92

112

(+ 6)

Mittelfranken

3.800

(+ 92)

214,64

141

(+ 2)

Unterfranken

2.875

(+ 23)

218,28

126

(+ 1)

Schwaben

3.404

(+ 34)

180,32

117

(+ 5)

Gesamt

38.232

(+ 446)

292,37

1.299

(+ 28)

Update, 15 Uhr - Merkel äußert sich zu Corona-Lage

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen von Anti-Corona-Maßnahmen, die nun in einigen Bundesländern diskutiert werden, außerordentlich scharf kritisiert

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) machte die CDU-Politikerin am Montag in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums deutlich, wie unzufrieden sie damit sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen zu "Öffnungsdiskussionsorgien" geführt habe. Das "Risiko eines Rückfalls werde dadurch sehr stark erhöht". 

Um 15.30 Uhr gibt es dazu eine Pressekonferenz. rosenheim24.de berichtet natürlich live.

Update, 14.45 Uhr - "Nur" zwei neue Fälle im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt des Landkreises Berchtesgadener Landes meldete am Montag lediglich zwei neue Coronavirus-Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen im Landkreis auf 257 (Stand: Montag, 20. April, 10 Uhr). 

Glücklicherweise gab es keine weiteren Todesfälle zu vermelden, so dass es derzeit bei 14 gemeldeten Corona-Sterbefällen in der Altersspanne von 69 bis 92 Jahren, davon vier Frauen und zehn Männer, bleibt. Aktuell befinden sich 67 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, welche jedoch nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land haben. Neun Personen davon werden auf Intensivstationen behandelt.

Update, 14.24 Uhr - Über 50 neue Fälle im Raum Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim wurden bis zum letzten Meldezeitpunkt (Sonntag, 19. April, 24 Uhr) 52 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 2.212 Personen

Mittlerweile wurde bei mindestens 584 Personen eine Genesung dokumentiert. 104 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Neue Todesfälle mussten im Vergleich zum Vortag glücklicherweise nicht dokumentiert werden. 317 Covid-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 51 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt, teilte das Landratsamt Rosenheim mit.

Update, 14.14 Uhr - Umfrage: Was haltet ihr von der Maskenpflicht? 

Am Vormittag hat Ministerpräsident Söder in seiner Regierungserklärung etwas überraschend angekündigt, dass es in Bayern ab kommender Woche jetzt doch eine Maskenpflicht in Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geben wird. Was haltet ihr von dieser Maßnahme?

Update, 13.40 Uhr - Sommer-Tollwood wegen Corona abgesagt 

"Schweren Herzens, aber mit größtem Verständnis müssen wir die Absage des Festivals mitteilen", sagte die Tollwood-Festivalleiterin Rita Rottenwallner am Montag in München. „Tollwood ist seit jeher ein Ort der Begegnung und des Miteinanders - aber gerade diese Form des Zusammenkommens ist in der Corona-Krise eine Gefahr für die Menschen.” Die Gesundheit der Besucher, Künstler, Mitarbeiter und Aussteller habe Priorität. 

Ursprünglich sollte das Sommer-Tollwood vom 24. Juni bis 19. Juli stattfinden. Nun müssen sich die Musik- und Kulturinteressierte bis zum kommenden Jahr gedulden. Aktuell arbeite das Team daran, das für 2020 geplante Programm auf das Festival 2021 zu verlegen, teilten die Veranstalter mit. Für viele Konzerte in der Musik-Arena sehe es bereits sehr gut aus. Im kommenden Jahr ist das Großereignis zwischen dem 23. Juni und dem 18. Juli 2021 geplant.

Update, 13.23 Uhr - Weitere Veranstaltungen in Rosenheim abgesagt

Wegen des Verbotes von Großveranstaltungen bis 31. August wurden in der Stadt Rosenheim nun weitere Märkte und Feste abgesagt. Wie das City-Management Rosenheim in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurden der Antik- und Trödelmarkt (geplant für 1. Mai) sowie die Veranstaltung "Rosenheim in Bewegung" (16./17. Mai) in den Herbst verschoben. Der Street Food Market (29./30. Mai) und das "Spektakel" (24./25. Juli) wurden hingegen ersatzlos gestrichen.

"Die Veranstaltungen waren fertig organisiert, Künstler gebucht, Verträge unterzeichnet, doch Corona macht auch vor kleineren Veranstaltungen keinen Stopp. Es ist bedauerlich, wenn monatelange Arbeit mit einem Mal zunichte gemacht wird, aber es ist für das City-Management der einzig sinnvolle Schritt", hieß es in der Mitteilung wörtlich.

Update, 12.51 Uhr - Polizei muss Corona-Wohnhäuser bewachen

Das gab es seit Ausbruch der Pandemie wohl in ganz Deutschland noch nicht: In Hagen in Nordrhein-Westfalen müssen Polizei und Ordnungsamt jetzt zwei Mehrfamilienhäuser rund um die Uhr bewachen - und zwar, weil sich ein Teil der Bewohner einfach einen Dreck um die Quarantäne-Regeln zu scheren scheint...

Immer wieder sollen sich die Haustüren geöffnet haben. Mieter hätten auf die Straße gewollt und Besucher wiederholt versucht, in die beiden Gebäude zu gelangen. Zudem haben laut Bild-Zeitung Kinder die Beine aus dem Fenster baumeln lassen und Erwachsene in den oberen Etagen hätten die Polizei verbal provoziert.

In der vergangenen Woche waren drei Bewohner der Häuser positiv auf Corona getestet worden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Da sich die betroffenen Personen entgegen der Anordnung außerhalb des Hauses bewegt hatten, gelten nun alle anderen Bewohner der Häuser als Kontaktpersonen und müssen ebenfalls für zwei Wochen in Quarantäne. Die entsprechenden Hinweisschilder sind inzwischen auch in rumänischer Sprache installiert worden.Die Bewohner sollen am Montag alle getestet werden, teilte die Stadt mit. Es wird dabei mit weiteren Infizierten gerechnet, zumal sich die drei positiv getesteten Personen auch nach ihrem Bescheid weiter frei in den Häusern bewegt haben sollen.

Update, 12.29 Uhr - Bayern zahlt Künstlern Hilfen von 1.000 Euro pro Monat

Bayern will in der Corona-Krise den Künstlern im Land monatlich mit 1.000 Euro finanziell unter die Arme greifen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. 

Während kulturelle Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, "die durch jedes Raster fällt". Die rund 30.000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert seien, würden daher monatlich 1000 Euro bekommen.

Update, 12.12 Uhr - Erster Landkreis plant Corona-Reihentests

Der Landkreis Aurich geht in der Coronakrise nun neue Wege. Um die Ausbreitung in der gesamten Bevölkerung besser nachvollziehen und Licht in die Dunkelziffer der Infektionen bringen zu können, plant die Kommune als erster Landkreis in Deutschland sogenannte Corona-Reihenuntersuchungen. Wohl mehr als 2.000 Menschen sollen dazu in zwei Schritten getestet werden.

Die Vorbereitungen haben bereits am Donnerstag begonnen. In dieser Woche sollen die Untersuchungen abgeschlossen sein. Auch mindestens 1.000 Freiwillige sollen dabei einen Rachenabstrich abgeben. Der Fokus liege jedoch auf Mitarbeitern von Kliniken und Pflegeeinrichtungen, sagte der Gesundheitsdezernent des Kreises, Frank Puchert (parteilos). Mit dieser Maßnahme erhofft sich der Landkreis, zu der auch die Nordsee-Inseln Norderney, Juist und Baltrum gehören, einen "repräsentativen Querschnitt" über die Corona-Ausbreitung.

Update, 11.47 Uhr - Keine Warteschlangen vor Rosenheims Baumärkten

Seit heute dürfen Garten- und Baumärkte in Bayern wieder öffnen. Zumindest in Rosenheim hat sich der Ansturm dabei in Grenzen gehalten. Wie unser rosenheim24.de-Reporter soeben von vor Ort meldete, gibt es vor dem OBI und der Toom-Filiale im Aicherpark derzeit keine Wartezeiten und keine Kundenschlangen vor den Eingängen. 

Letzte Woche hatten entsprechende Fotos aus Österreich für Schlagzeilen gesorgt. Die Märkte scheinen jedoch auch sehr gut vorbereitet zu sein. Die Eingangsbereiche sind mit Bauzäunen abgesperrt, zudem kontrollieren immer mindestens zwei Sicherheitsmitarbeiter die Einlasssituation. 

Hinein darf man nur mit Einkaufswagen. Auch das “Maskengebot” scheint von den Kunden relativ gut angenommen zu werden. Demnach tragen relativ viele Personen, wenn auch nicht alle, einen entsprechenden Mund-Nase-Schutz während des Einkaufs.

Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder

Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder
 © mz
Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder
 © mz
Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder
 © mz
Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder
 © mz
Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder
 © mz
Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder
 © mz
Baumärkte in Rosenheim öffnen wieder
 © mz

Regierungserklärung von Markus Söder im Video:

Update, 11.17 Uhr - Söders Fazit: „Sind noch nicht einmal bei der Halbzeit“

Am Ende seiner knapp 50-minütigen Regierungserklärung zog Söder eine Zwischenbilanz zu Corona: „Das Schlimmste haben wir hoffentlich überstanden. Es gibt aber jedoch keinen Anlass zu Leichtsinn und Schludrigkeit. Ich bitte daher um Verständnis, dass wir die Gesamtverantwortung tragen und einen Weg finden müssen, alles zusammen - Freiheit und Sicherheit - in Einklang zu bringen.“

Die nächsten Etappen wolle der Freistaat besonnen angehen, „mit Umsicht, Ruhe und Geduld“. Der Ministerpräsident dankte dem Parlament dabei für die gute Zusammenarbeit und appellierte noch einmal an den Zusammenhalt: „Wir haben bislang Bayern gut geschützt. Die Krise kann allerdings nur gemeinsam bewältigt werden. Wir sind dabei wahrscheinlich noch nicht einmal bei der Halbzeit. Und aus dem Sport weiß man, dass in der zweiten Halbzeit noch viele Fehler passieren können.“ Im Anschluss gibt es nun eine Aussprache im Landtag, bei dem auch Vertreter der Opposition zu Wort kommen.

Update, 11.07 Uhr - „Es wird eine härtere Zeit, als die meisten denken!“

Söder erwartet bei der Rettung, Stabilisierung und dem Wiederaufbau der Wirtschaft eine „Mammutaufgabe“. Es gehe um „den gesamten bayerischen Wohlstand“, so Söder, der betonte, dass man sich diesbezüglich zwischen Bund und Land genau abgestimmt habe. Zudem habe man mit den zuständigen Kammern und Gewerkschaften gesprochen und lokale „Global Player“ wie BMW, Allianz und Siemens mit einbezogen, um daraus entsprechende Strategien zu entwickeln.

„Es wird eine härtere Zeit, als die meisten denken. Es ist deutlich schlimmer als die Finanzkrise“, redete Söder nicht um den heißen Brei herum. Die Staatsregierung habe deswegen nun zwei Zeitachsen entwickelt, die sich unter dem Motto „Jetzt durchhalten - und danach durchstarten“ ganz gut zusammenfassen lassen. Man müsse diese Krise für die Ökonomie jedoch auch als Chance sehen, um in Zukunft neue Wege zu beschreiten. Um die Krise kurzzeitig abzufedern, sei außerdem „der größte Schutzschirm in der bayerischen Geschichte“ aufgelegt worden - alles in allem zusammen eine Summe von 60 Milliarden Euro.

Update, 10.56 Uhr - „Es wird kein normales Schuljahr mehr werden“

Zum brisanten und viel diskutierten Thema Schule stellte Söder klar: „Es war kein normales Schuljahr und es wird auch kein solches mehr werden.“ Man dürfe jedoch nichts überstürzen, so Söder. Es brauche entsprechende zeitversetzte Konzepte, wobei man sich in Bayern darüber einig sei, dass ältere Schüler zuerst wieder zur Schule gehen sollen. Parallel sollen entsprechende Schutz- und Hygienekonzepte verbessert und ausgeweitet werden.

Grundschulen und Kitas blieben vorerst zu, da man kleinen Kindern nicht zumuten könne, einen entsprechenden Schutz, also eine Maske, zu tragen. Massiv ausgeweitet werden soll deswegen die Not-Betreuung, damit Eltern wieder geregelt ihrer Arbeit nachgehen können. Mittelfristig soll es auch eine Lösung für die Sommerferien geben, weil viele Eltern in Bayern ihren Urlaub während der Krise bereits aufgebraucht haben und dementsprechend im Sommer dann ohne Betreuungsmöglichkeit dastünden.

Zusammenfassend sagte Söder: „Bei Schulen machen wir keinen überstürzten Kaltstart.“ Er betonte, dass die Schließung der Schulen Mitte März richtig gewesen sei, denn diese hätte „unmittelbare Auswirkung auf die Infektionszahlen“ gehabt.

Update, 10.44 Uhr - „Corona ist kein Gewitter, das nur einmal kommt…“

Trotz einer vorsichtig positiven Tendenz sei die derzeitige Krise allerdings noch längst nicht überstanden, betonte der Ministerpräsident jedoch gleich im Anschluss nimmermüde. „Wir haben den Charaktertest bislang gut bestanden. Aber es ist noch nicht vorbei. Es ist eine zerbrechliche Situation. Corona ist kein Gewitter, das nur einmal kommt. Corona bleibt und lässt sich nicht so leicht vertreiben“, so Söder, der nochmal zu „Vorsicht, Umsicht und Geduld“ mahnte.

Zur Verhältnismäßigkeit der Corona-Einschränkungen sagte Söder, dass die Staatsregierung hier einen „mehrdimensionalen Politikansatz“ verfolge und dabei sowohl medizinische als auch ökonomische und gesellschaftliche Gesichtspunkte stets im Blick behalte. Dass die Beschränkungen von „substanziellster Art“ seien, sei ihm vollkommen bewusst, betonte Söder. Bislang sei jedoch von allen obersten Gerichten bestätigt worden, dass die von der Staatsregierung erlassenen Maßnahmen rechtmäßig und verfassungskonform waren.

Update, 10.32 Uhr - Maskenpflicht in Bayern ab kommender Woche

In Bayern wird es ab kommender Woche eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geben. Das bestätigte Söder soeben in seiner Regierungserklärung: „In dieser Woche gibt es ein Maskengebot, aber ab nächster Woche wird es mit der Öffnung weiterer Geschäfte eine Maskenpflicht erlassen.“ 

Es sei wichtig, bei Erleichterungen gleichzeitig auch den entsprechenden Schutz sicherzustellen, so Söder. 

An besonderen „Hotspots“ könne die Pflicht sogar noch früher, also noch in dieser Woche eingeführt werden, sofern dies kommunal so gewünscht werde, betonte der Ministerpräsident. Söder habe diesbezüglich bereits Gespräche geführt und nannte als Beispiel die Stadt Straubing. Weitere Orte wurden zunächst nicht genannt.

Update, 10.22 Uhr - Söder: "Wir haben Bayern vor dem Schlimmsten bewahrt"

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Vormittag mit seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im bayerischen Landtag begonnen. 

„Bayern und Deutschland sind bislang viel besser durch die Krise gekommen als viele andere Regionen der Welt. Unser Gesundheitssystem hat gut funktioniert und gehalten. Seit Beginn der Krise haben wir in Bayern rund 370.000 Tests durchgeführt. Aktuell sind es 12.000 pro Tag. Wir wollen diese Kapazitäten jedoch auf 25.000 pro Tag ausweiten“, betonte Söder im Maximilianeum. An besonderen „Hotspots“, wie zum Beispiel im Landkreis Rosenheim, habe das „Konzept der Verlegung in andere Häuser gut geklappt“, so der Ministerpräsident. 

„Unsere Strategie hat gehalten und die Tendenz ist vorsichtig positiv“, betonte Söder Ansonsten wäre Bayern „von Corona überfahren“ worden. „Wir haben Bayern vor dem Schlimmsten bewahrt“, so Söder, der dem medizinischen und pflegerischen Personal ausdrücklich dankte, was im Landtag von großem Applaus begleitet wurde.

Update, 10.02 Uhr - Söder hält zweite Regierungserklärung zu Corona

Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch am Montag (10 Uhr) im Landtag über die Folgen der Pandemie sprechen. Im Fokus dürften dabei die in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossenen - und ab diesem Montag geltenden - Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen stehen.

Nach der Regierungserklärung stehen im Plenum auch noch Beratungen zum Nachtragshaushalt sowie zu anderen Gesetzesvorhaben der Staatsregierung während der Corona-Pandemie an. Der zweite Nachtragshaushalt in wenigen Wochen ist notwendig, da der Freistaat seine Finanzhilfen für die Wirtschaft deutlich erhöhen will. In Summe sieht der Rettungsschirm ein Volumen von 60 Milliarden Euro vor.

Update, 9.34 Uhr - Ärztekammer kritisiert Aus für telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) äußert Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die telefonische Krankschreibung bei Patienten mit leichten Atemwegsbeschwerden nicht zu verlängern. „Das Ende der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Telefon gefährdet medizinisches Personal und Patienten“, ist Dr. Gerald Quitterer, Präsident der BLÄK, überzeugt.

So müssten ab dem heutigen Montag, den 20. April 2020, die Patientinnen und Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege wieder in die Arztpraxis gehen, um eine Krankschreibung zu erhalten. Das hat der G-BA entgegen dem einhelligen Votum von Kliniken und Vertragsärzten beschlossen. Quitterer kritisiert diese Entscheidung: „Das ist unverantwortlich.“

Man könne zunächst nicht unterscheiden, ob diese Patienten lediglich an einem harmlosen Infekt oder an COVID-19 erkrankt seien. Die Dunkelziffer der Erkrankten sei nicht bekannt. „Die bayerischen Vertragsärzte benötigen weiterhin die Möglichkeit der telefonischen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei leichten Atemwegserkrankungen. So verringern wir das Risiko der Virusweitergabe an andere Patienten und Mitarbeiter aller Bereiche im Krankenhaus und Praxen“, betont Quitterer.

Update, 9.15 Uhr - Tschechiens Grenzen könnten ein Jahr geschlossen bleiben

Für Auslandsreisen sollten die tschechischen Staatsgrenzen ein volles Jahr geschlossen bleiben, "damit keine neue Infektionswelle dadurch hervorgerufen wird, dass Reisende in Länder fahren, in denen die Epidemie noch nicht zu Ende ist", sagte der tschechische Präsident Milos Zeman in einem Radiointerview. Er empfahl den Tschechen, diesen Sommer die Schönheiten ihres eigenen Landes zu entdecken.

Reisebüros und andere Tourismusunternehmen hatten zuvor gefordert, im Sommer wenigstens Reisen in die bei Tschechen besonders beliebten Urlaubsziele Slowakei und Kroatien zu erlauben, in denen es nur wenige Coronavirus-Infektionen gebe.

Update, 8.46 Uhr - Oktoberfest-Entscheidung fällt in dieser Woche

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat angekündigt, dass eine endgültige Entscheidung, ob das Oktoberfest heuer wegen Corona abgesagt wird oder nicht, bereits in dieser Woche fallen wird. "Das Thema Oktoberfest werden wir nächste Woche entscheiden. Ich treffe mich in der kommende Woche mit dem Ministerpräsidenten", sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der Sendung "Sonntags-Stammtisch" im Bayerischen Rundfunk.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits klar gestellt, dass die Wiesn heuer "auf der Kippe" stehe und angesichts der Umstände "nur schwer vorstellbar" sei. Eine finale Entscheidung war ursprünglich jedoch erst in zwei bis drei Wochen angedacht.

Doch jetzt könnte es eben deutlich schneller gehen. "Es ist derzeit einfach schwer vorstellbar, weil wir ja nicht nur von deutschen oder Münchner Verhältnissen reden, sondern von weltweiten Verhältnissen. Und wer das Oktoberfest kennt, weiß, dass es das größte Volksfest der Welt ist. Und da kann jeder erstmal sagen, für wie wahrscheinlich er das hält", so Reiter weiter. 

Das Oktoberfest findet nach Informationen der "Bild"-Zeitung wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt.

Update, 8.17 Uhr -  RKI: 1775 neue Infektionen und 110 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt am Montagmorgen (Stand 20. April, 0 Uhr) insgesamt 141.672 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland, das ist ein Plus von 1775 zum Vortag.

Weitere 110 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 4404 Menschen an dem Virus gestorben. Die Zahlen dürften allerdings zu niedrig liegen, da die Gesundheitsämter in Deutschland am Wochenende nicht alle Fälle melden. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 91.500 Menschen, rund 3500 mehr als am Vortag.

Für Bayern meldet das Institut 442 Fälle mehr als am Vortag und damit insgesamt 37.849 Infizierte. 1286 Menschen in Bayern verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben.

Update, 7.39 Uhr - Corona-Infizierter spaziert durch Innenstadt

Weil er in der Vergangenheit positiv auf den neuartigen Coronavirus getestet wurde, hatte das Gesundheitsamt für einen 68-Jährigen häusliche Quarantäne angeordnet. Dies hielt den Mann aus dem nördlichen Landkreis Kulmbach jedoch nicht davon ab, eine Fahrt in die Innenstadt zu unternehmen. Zwar trug der ältere Herr die ganze Zeit einen Stoffmundschutz, was jedoch einen Verstoß gegen die geltende Quarantäne nicht entschuldigt. 

Seiner Redseligkeit war es letztendlich geschuldet, dass er einer Frau von seiner Auflage erzählte. Daraufhin veranlasste sie die Verständigung der Polizei Kulmbach. Kurze Zeit später konnten mehrere Beamte den 68 Jahre alten Mann in der Albert-Ruckdeschel-Straße antreffen und zur Rede stellen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 7.04 Uhr - Sorge vor Ansturm auf bayerische Baumärkte und Gärtnereien

Nach vier Wochen Zwangspause dürfen die Gärtnereien, Bau- und Gartenmärkte ab Montag auch in Bayern wieder öffnen. Größte Sorge des Bayerischen Gärtnereiverbands (BGV): ein Ansturm von Kunden. "Bitte nicht alle an einem Tag!", sagte Verbandsgeschäftsführer Jörg Freimuth der dpa. 

Rund 1.000 Schutzmasken verschickte der Verband am Freitag an seine Mitgliedsunternehmen, weitere 10.000 sollen am Dienstag folgen. Sie sind für die Kunden und das Personal bestimmt. Wie in Supermärkten gibt es Zugangsbeschränkungen und Schutzschilde an den Kassen. Um zu großen Andrang und Warteschlangen zu vermeiden, haben viele Betriebe auf jede Werbung verzichtet. Dabei zählt für die Branche eigentlich jeder Tag: Von Mitte März bis Anfang Juni machen die bayerischen Gärtnereien 60 Prozent ihres Jahresumsatzes, so Freimuth. Im Gegensatz zu ihren Kollegen in den anderen Bundesländern mussten sie jedoch schließen.

"Jetzt ist Hochsaison", sagte Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau (ZVG), der die Interessen von 50.000 Gartenbaubetrieben vertritt. Mit Pflanzen und Blumen erwirtschafte die Branche in einem normalen Jahr neun Milliarden Euro Umsatz, davon 3,4 Milliarden von März bis Mai.

So könnte es auch heute wieder aussehen: Einkäufer stehen am 10. März in einer Schlange vor einem OBI Baumarkt in Berlin und werden durch das Sicherheitspersonal nur einzeln eingelassen.

Update, 6.40 Uhr - Tirol: Erstmals kein neues positives Testergebnis innerhalb von 24 Stunden

Positive Nachrichten hatte das Land Tirol am späten Sonntagabend zu berichten. Innerhalb der letzten 24 Stunden gab es kein neues positives Corona-Testergebnis - bei durchgeführten 743 Tests

"Das zeigt, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen sinnvoll sind und Wirkung zeigen. Die Tirolerinnen und Tiroler halten sich an die Verordnungen und helfen damit aktiv mit, Leben zu retten und einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Ausbreitung des Coronavirus zu leisten. Dafür ein herzlicher Dank – und halten Sie bitte weiterhin Abstand", so Landeshauptmann Günther Platter.

Es gab jedoch einen weiteren Todesfall in Tirol zu verzeichnen. Eine 87-jährige Frau aus dem Bezirk Lienz ist am Sonntag mit Coronavirus verstorben. Sie hatte Vorerkrankungen.

Update, 6.18 Uhr -  Spahn: Abstand muss noch über Monate gehalten werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet, dass Abstandsgebote von 1,5 Metern und verschärfte Hygieneregeln noch lange Zeit eingehalten werden müsse. Dies werde noch “über Monate“ der Fall sein, sagt der CDU-Politiker im „heute-journal“ des ZDF. Spahn: „Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir miteinander und aufeinander aufpassen müssen.“

Er bekräftigt, die Bundesregierung werde den Öffentlichen Gesundheitsdienst personell und technisch deutlich aufrüsten. Es müsse gelingen, die Anzahl der Neuinfektionen unter dem jetzigen Niveau von 3000 bis 4000 täglich zu halten.

Update, 5.50 Uhr - Was ab Montag in Bayern gilt

Nach wochenlangem Shutdown werden von diesem Montag an in Deutschland die ersten Corona-Auflagen schrittweise gelockert - in Bayern weniger als im übrigen Bundesgebiet.

Die Kontaktbeschränkungen mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern gelten weiterhin bis vorerst 3. Mai. Wer draußen unterwegs ist, braucht in Deutschland einen triftigen Grund (Arbeit, Einkauf, Hilfe, Bewegung/Sport) und darf nur mit Bewohnern des eigenen Hausstands oder maximal einer anderen Person unterwegs sein. Bislang war in Bayern der Kontakt zu haushaltsfremden Personen untersagt. Ab Montag dürfen auch die Menschen im Freistaat mit einer Person joggen oder spazieren gehen - aber nur im Freien. Das gilt auch für Kinder. 

Im Freistaat öffnen am Montag nur Bau- und Gartenmärkte sowie Gärtnereien. Geschäfte bis 800 Quadratmeter, Autohäuser, Fahrradgeschäfte und Buchläden folgen erst am 27. April.

In Bayern herrscht beim Thema Masken mittlerweile Streit innerhalb der Staatsregierung. Die CSU und Markus Söder halten am "Mundschutzgebot" fest. Nur sollte es nötig sein, will Markus Söder dieses Gebot zu einer Pflicht ändern. Der Koalitionspartner Freie Wähler um Hubert Aiwanger fordert eine Tragepflicht. Sie hoffen, so bald mehr Geschäfte und auch die Gastronomie öffnen zu können.

In Bayern dürfen ab dem 27. April die Abschlussklassen an den weiterführenden und beruflichen Schulen wieder in den Unterricht. Wann andere Klassen folgen, ist noch unklar. Kitas und Kindergärten bleiben bundesweit weiter geschlossen. Das Sommersemester an den Universitäten findet in Deutschland vorwiegend per Fernstudium statt. Prüfungen und Präsenztermine sind nur in Ausnahmefällen und unter strengen Hygienevorschriften erlaubt.

Das Versammlungsverbot besteht weiterhin. Großveranstaltungen sind bis 31. August untersagt. Auf Bundesebene wird am 30. April wieder über das weitere Vorgehen beraten.

Vorbericht

Trotz ungewisser Aussichten beginnt Deutschland in der Corona-Krise mit der vorsichtigen Rückkehr zur Normalität. Erstmals wird eine ganze Reihe von Einschränkungen gelockert. Im internationalen Vergleich steht Deutschland besser da als viele andere Länder.

Nach einem Monat Zwangspause dürfen Geschäfte unter einer Fläche von 800 Quadratmetern an diesem Montag wieder aufmachen. Die Details hängen von Branche und Bundesland ab. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln gelten jedoch weiter.

Bis Sonntagnachmittag wurden nach einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur bundesweit 41 900 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 registriert. Mindestens 4400 Menschen starben daran. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) haben etwa 88 000 Erkrankte die Infektion überstanden. Die tatsächlichen Zahlen liegen nach Meinung von Experten um einiges höher - so wie anderswo auch.

Söder hält am Montag zweite Regierungserklärung

Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch am Montag (10 Uhr) im Landtag über die Folgen der Pandemie sprechen. Im Fokus dürften dabei die in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossenen - und ab diesem Montag geltenden - Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen stehen. 

Der Freistaat geht bei der Abkehr der Corona-Beschränkungen langsamer vor, als die restlichen Bundesländer. Söder begründete dies mehrfach mit der besonderen Lage, in der Bayern in der aktuellen Krise stecke. In keinem anderen Bundesland sind mehr Infektionen und auch mehr Todesfälle aufgrund von Sars-CoV-2 bekannt.

Nach der Regierungserklärung stehen im Plenum auch noch Beratungen zum Nachtragshaushalt sowie zu anderen Gesetzesvorhaben der Staatsregierung während der Corona-Pandemie an. Der zweite Nachtragshaushalt in wenigen Wochen ist notwendig, da der Freistaat seine Finanzhilfen für die Wirtschaft deutlich erhöhen will. In Summe sieht der Rettungsschirm ein Volumen von 60 Milliarden Euro vor.

Dabei dürfte auch die jüngste Kritik des Obersten Rechnungshofes zur Sprache kommen. Die Behörde hatte unter anderem moniert, dass zur Finanzierung des im Rettungsschirm geplanten Bayern-Fonds Schulden in einem Extrahaushalt aufgenommen werden sollen und nicht direkt im Staatshaushalt. Ein solcher Schattenhaushalt entziehe sich der wichtigen parlamentarischen Kontrolle.

dpa/mz

Quelle: rosenheim24.de

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