News-Ticker zur Corona-Pandemie

Verwirrung um Corona-Lockerung: Staatskanzlei pfeift Ministerium zurück 

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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Donnerstag und Freitag, 9./10. Juli, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Rosenheim 2828, Traunstein 1306, Berchtesgadener Land 324, Mühldorf 501, Altötting 602
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 2, Berchtesgadener Land 5, Mühldorf 1, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9048 Todesopfer in Deutschland (2607 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 20.21 Uhr - Verwirrung um Corona-Lockerung

Die Staatskanzlei hat Hoffnungen des Hotel- und Gaststättenverbands widersprochen, dass es eine Verbesserung der Situation von Kneipen und Diskotheken in der Corona-Krise geben könnte. Zunächst hatte der Verband am Freitag unter Berufung auf ein Schreiben des Wirtschaftsministeriums, das sich wiederum auf das Gesundheitsministerium bezogen hatte, berichtet, dass Schankwirtschaften und Diskotheken ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten dürften (hier mehr dazu lesen). Ein Sprecher der Staatskanzlei erklärte am Freitagabend allerdings, dass dieses Schreiben gegenstandslos sei.


Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) betonte: „Clubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen - auch durch die Hintertüre gibt es keine Öffnung. Es wird da keine Tricksereien geben. Es hat sich nichts geändert: Wir bleiben bei Vorsicht und Umsicht.“

Der Gastronomieverband zeigte sich enttäuscht von den Aussagen aus der Staatskanzlei. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Clubs und Diskotheken nicht das erlaubt wird, was in anderen Bereichen auch möglich ist. Es geht nicht darum, dass getanzt wird und Discos und Clubs im herkömmlichen Sinne geöffnet werden.“

Update, 15.27 Uhr -  Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit keine aktiven COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 0.

Heute sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen. Damit liegen weiterhin insgesamt 1306 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten davon 1218 Personen. In den Kliniken im Landkreis Traunstein sind derzeit keine COVID-19-Patienten in Behandlung.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 13.41 Uhr - 14 neue Fälle, vier weitere Todesfälle im Kreis Rosenheim

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 02.07.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 14 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2828 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2304, Stadt: 524). Mittlerweile wurde bei mindestens 2577 Personen eine Genesung dokumentiert. 

222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Aktuell werden in Stadt und Landkreis Rosenheim keine COVID-19-Patienten mehr stationär behandelt.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 10.07.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 0,00, für den Landkreis Rosenheim bei 5,36.

Die konkreten Fallzahlen aus den Gemeinden findet Ihr hier.

Update, 12.43 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es im Vergleich zu gestern einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt daher auf 324 (Meldestand: 10.07.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt bei 1,9.

Von den nunmehr insgesamt 324 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 295 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Es befinden sich derzeit insgesamt vier SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (einer mehr im Vergleich zum Vortag).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen, wie z. B. eine häusliche Quarantäne, ein. Aktuell befinden sich 16 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (11 mehr im Vergleich zum Vortag). Insgesamt 889 unmittelbare Kontaktpersonen sind seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden nach wie vor drei Covid-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden momentan keine Patienten intensivmedizinisch betreut.

(Hinweis des Landratsamtes: Einige dieser drei Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten 324 BGL-Corona-Fälle.)

Update, 11.54 Uhr - Bestätigter Corona-Fall in Anker-Dependance Waldkraiburg

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung am 3. Juli einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 10.07.2020, 12 Uhr).

Wie das Mühldorfer Landratsamt mitteilt, handelt es sich um einen Beschäftigten bei der Anker-Dependance Waldkraiburg. Das Gesundheitsamt hat die engen Kontaktpersonen ermittelt und die Testungen weitgehend abgeschlossen. Sie befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, die Testbefunde stehen noch aus. Abhängig von den Ergebnissen wird das Gesundheitsamt gegebenenfalls weitere erforderliche Maßnahmen einleiten.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 501 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 473 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 0,9.

Update, 11.20 Uhr - Mallorca führt strenge Maskenpflicht ein - wegen "Nachlässigkeit"

Nach Katalonien wollen auch die bei deutschen Touristen sehr beliebten Baleareninseln Mallorca wegen Corona eine äußerst strenge Maskenpflicht einführen. Der Beschluss mit den Details werde noch erarbeitet und solle am Montag in Kraft treten, teilte die Regionalregierung am Donnerstag in Palma mit. Auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera werden somit alle Menschen in der Öffentlichkeit selbst dann Mund- und Nasenschutz tragen müssen, wenn der Sicherheitsabstand gewahrt werden kann.

Laut der Regierung werden Pools und Strände von der Maskenpflicht ausgenommen sein. Auch in Bars, Cafés und Restaurants wird man keinen Mund- und Nasenschutz tragen müssen, solange gegessen und getrunken wird. Bei privaten Zusammenkünften wird voraussichtlich nach eine Obergrenze von 70 Personen im Freien und 30 Personen in geschlossenen Räumen gelten. Die Details der Verordnung stehen noch nicht endgültig fest. In der Mitteilung der Regionalregierung werden zum Beispiel sportliche Aktivitäten nicht erwähnt.

Mit der Maßnahme werde auf die zunehmende Nachlässigkeit eines Teils der Bevölkerung beim Einhalten der Vorsichtsmaßnahmen reagiert, hieß es. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht soll nach Medienberichten ein Bußgeld von 100 Euro fällig werden. Auf den Inseln, insbesondere auf Mallorca, hatte es in den vergangene Tagen immer mehr Partys gegeben, an denen zum Teil mehr als hundert Feiernde ohne jede Beachtung der Abstandsregeln teilgenommen haben sollen. Zwischenfälle waren nach Berichten von Medien unter anderem in Kneipen und in Parks registriert worden.

Update, 10.50 Uhr - Wegen Corona-Fall: Kinderkrippe in Velden geschlossen

Das Gesundheitsamt am Landratsamt Landshut hat am Donnerstag bestätigt, das ein Kind aus der Kinderkrippe im Markt Velden positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Krippe wird deswegen vorsorglich bis voraussichtlich 17. Juli geschlossen, teilte das Landratsamt mit. 
Alle Kinder und Mitarbeiter der Kindertagesstätte sind bis zum 17. Juli in Quarantäne, unabhängig davon, wie ihr Testergebnis ausfällt. Das Gesundheitsamt Landshut nimmt mit allen Erziehungsberechtigten Kontakt auf und organisiert die notwendigen Untersuchungen.

Das positiv auf Covid-19 (Corona) getestete Kind war in einer Asylunterkunft in Velden untergebracht und lebte dort mit seiner Mutter und zwei Geschwistern sowie fünf weiteren Personen in einer Wohngemeinschaft. Die Mutter und ihre drei Kinder sind in eine andere Asyl-Unterkunft im Landkreis verlegt und dort unter Quarantäne gestellt worden. Das Landratsamt hat sowohl eine Verpflegung als auch ärztliche Betreuung organisiert.

Update, 9.45 Uhr - Söder und Aigner mahnen weiter

Mit Aufrufen zu neuem Zusammenhalt nach der Corona-Krise und einem weiterhin entschlossenen Kampf gegen das Virus hat sich der bayerische Landtag in die Sommerpause verabschiedet.

"Das Coronavirus hat uns auf eine harte Probe gestellt", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag in ihren Schlussworten. Doch Abstandhalten dürfe nicht den Verzicht auf Zuwendung bedeuten. "Im Gegenteil: Was wir brauchen ist mehr Füreinander-Dasein." Zugleich rief sie dazu auf, widerstandsfähiger zu werden gegen Stimmungsmache, Empörung und Wutreden. Ernsthafte Debatten seien wichtig, deshalb müssten alle "raus aus der Blase".

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lobte den übergreifenden Kampf gegen das Coronavirus in den vergangenen Monaten. "Wir haben Bayern gut beschützt." Man habe aber schon gesehen, wie zerbrechlich diese Welt sei. Und für den weiteren Kampf gegen die globale, schwere, große Krise werde man noch viel Geduld und einen langen Atem brauchen. "Der Herbst wird eine große Herausforderung", sagte Söder voraus, mit Blick auf eine "denkbare zweite Welle", aber auch mit Blick auf elementare wirtschaftliche und soziale Herausforderungen.

Update, 8.49 Uhr - Huml ruft zu Corona-Vorsicht bei Urlaubsreisen auf

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, bei Reisen die Infektionsgefahr durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 nicht zu unterschätzen. Huml betonte am Freitag: "Insbesondere bei einem Urlaub in anderen Ländern ist es wichtig, sich genau über die Lage vor Ort zu informieren. Das gilt sowohl für die Corona-Fallzahlen als auch für die Schutzmaßnahmen der dortigen Behörden. Denn die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei - und wir dürfen unsere bisherigen Erfolge nicht leichtfertig aufs Spiel setzen!"

Die Ministerin verwies darauf, dass es derzeit weder einen Impfstoff noch ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus gibt. Deshalb müsse auch im Urlaub auf die Hygieneregeln geachtet werden. Huml erläuterte: "Auch am Strand oder im Gebirge sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen eingehalten werden. Wenn dies nicht möglich ist, empfiehlt sich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes."

Huml fügte hinzu: "Wer aus einem Risikogebiet in den Freistaat Bayern einreist, ist verpflichtet, sich unverzüglich für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne zu begeben. Das sollten insbesondere auch Eltern mit schulpflichtigen Kindern bedenken. Klar ist auch: Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, muss sich nach den Vorgaben der Einreise-Quarantäneverordnung bei seinem Gesundheitsamt melden."

Update, 7.52 Uhr - Tierpark Hellabrunn bangt um seine Löwen

Der Tierpark Hellabrunn ist durch Corona in eine tiefe Krise geschlittert. Jetzt bangt der Münchner Zoo sogar um seine Löwen. "Wenn wir nicht umbauen, werden wir die Tiere an einen anderen Zoo abgeben müssen", sagte Tierpark-Chef Rasem Baban. Derzeit habe der Tierpark seine Rücklagen in Höhe vom 3,6 Millionen Euro noch nicht angekratzt, weil man damit unbedingt den großen Umbau des in die Jahre gekommenen Löwen-Geheges stemmen will, berichtet die Münchner Abendzeitung

Inzwischen gibt es einen regen Austausch mit der Stadt München. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Landeshauptstadt eine seiner größten Touristenattraktionen nicht fallen lässt und finanziell hilft. "Die Gespräche waren sehr, sehr motivierend", betonte Baban. Der Tierpark hatte jetzt seine Bilanz für das Jahr 2019 vorgestellt. In der kommenden Woche findet die turnusmäßige Hauptversammlung statt.

Update, 10. Juli, 6.10 Uhr - Behörden melden knapp 400 Neu-Infektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 395 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.178 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 10. Juli, 0 Uhr). Bislang starben 9054 Menschen - das bedeutet ein Plus von sechs im Vergleich zum Vortag. Etwa 184.000 Menschen gelten als genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,66 (Stand: 9. Juli; Vortag: 0,70). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert jetzt bei 0,86 (Stand: 9. Juli; Vortag: 0,83). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Update, 19.37 Uhr - Österreich führt Ampel-System ein: So soll es funktionieren

Österreich will ein landesweites Corona-Ampelsystem einführen. In vier Farben von grün bis rot soll darin die Infektionslage auf Ebene der Bezirke (entsprechend etwa der Kreisebene in Deutschland) eingestuft werden. Neben den Ansteckungszahlen sollen auch die Nachverfolgbarkeit der Fälle, die Testzahlen und die örtlichen Kapazitäten der Krankenhäuser eine Rolle spielen, erklärte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag in Wien. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen, das trotzdem regionalen Handlungsspielraum zulasse. "Wir wollen uns österreichweite Maßnahmen so lange wie möglich ersparen", so Kurz.

Zudem sollen die Screening-Programme etwa in Risikobetrieben oder dem Tourismus verstärkt werden. Für die Nachverfolgung von Kontakten und die Überwachung verhängter Quarantänemaßnahmen will die Regierung außerdem 300 Soldaten und 500 Polizisten abstellen.

In Österreich gibt es aktuell rund 1150 aktiv an Covid-19 Erkrankte, mit Abstand die meisten von ihnen in Oberösterreich und in Wien. 78 Patienten liegen in Krankenhäusern, zwölf von ihnen auf der Intensivstation.

Update, 18 Uhr - Gute Corona-Nachrichten aus dem Landkreis Traunstein

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen weiterhin zwei aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 0,56, wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamts heißt. Am Donnerstag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen. Damit liegen weiterhin insgesamt 1306 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten davon mindestens 1216 Personen. In den Kliniken im Landkreis Traunstein sind derzeit keine COVID-19-Patienten in Behandlung.

Update, 16.29 Uhr - Zwei Hilfsprogramme für Kunst und Kultur angelaufen

Der Landtagsabgeordnete Martin Huber informiert, dass in Bayern zwei neue Hilfsprogramme für Kunst und Kultur in der Corona-Krise in Anspruch genommen werden können. Ab sofort können kulturelle Spielstätten ebenso eine Unterstützung erhalten wie Laienmusikvereine. Die Programme sind Teil des bayerischen Kultur-Rettungsschirms, der insgesamt rund 210 Millionen Euro umfasst.

"Wir müssen unser facettenreiches Kulturleben in Bayern erhalten. Deshalb nimmt die Regierung 30 Millionen Euro für unsere Spielstätten und zehn Millionen Euro für unsere Laienmusikvereine in die Hand, um die Auswirkungen der Corona Pandemie abzufedern. Denn die Krise wird leider noch länger starke Auswirkungen auf unsere Kulturlandschaft haben", so Martin Huber. Nähere Informationen zum Förderprogramm stellt der Bayerische Musikrat auf seiner Homepage www.bayerischer-musikrat.de bereit.

Update, 15.15 Uhr - Wegen Corona-Regeln: Wüste Schlägerei am Hauptbahnhof

Am Donnerstagmorgen, 9. Juli, kam es in einem Schnellrestaurant im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes zu tätlichen Auseinandersetzungen mehrerer Personen. Auslöser war das Nichteinhalten der Corona-Abstandsregel.

Als zwei Bekannte, ein Italiener (20) aus München und ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Landsberg/Lech, dort eine Bestellung aufgaben, trat - nach ersten Ermittlungen - ein 27-jähriger Deutscher aus Dachau zu nahe an beide heran. Aus dem Hinweis des Landsbergers, Abstand zu halten, entwickelten sich zunächst verbale Streitigkeiten, in die sich dann auch noch ein 25-Jähriger einmischte. Schließlich artete das Ganze zu einer handfesten Schlägerei samt fiesen Tritten aus, die erst von Beamten der Münchner Bundespolizei beendet werden konnte. Alle Beteiligten mussten letztlich zur Wache mitkommen, da sie erheblich betrunken waren (bis zu 2,46 Promille). Die Ermittlungen dauern an.

Update, 13.45 Uhr - Hochfellnberglauf für 2020 wegen Corona abgesagt 

Schweren Herzens hat sich die Vorstandschaft des Skiclubs Bergen jetzt einstimmig dazu entschlossen, wegen der Corona-Pandemie den 47. Internationalen Hochfellnberglauf abzusagen und erst wieder am 26. September kommenden Jahres anzusetzen. Eigentlich findet die beliebte Laufveranstaltung jedes Jahr am letzten Sonntag im September statt.

"Leider lassen uns die derzeitigen Beschränkungen und besonderen Hygieneregeln sowie die unklaren Aussichten für die Zukunft keine andere Wahl", so der Organisationsleiter und 1. Vorsitzende des Skiclubs Bergen, Dr. Jürgen Schmid. Auch für Bürgermeister und Schirmherr Stefan Schneider, der in den letzten Jahren als Gemeindeoberhaupt und Bergwachtler immer hautnah mit dabei war und mitfieberte, ist die Absage alternativlos. Die Gesundheit der Athleten, Betreuer und Zuschauer habe oberste Priorität, hieß es.

Update, 13.38 Uhr - Keine neuen Fälle im Berchtesgadener Land

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land gibt es im Vergleich zum Vortag keine weiteren Coronafälle. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 323 (Stand: 9. Juli, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz für das Berchtesgadener Land sinkt damit auf 1,9. 294 Personen gelten als bereits wieder genesen. Drei Patienten befinden sich noch in medizinischer Behandlung.

Update, 12.53 Uhr - Schulklassen im Kreis Passau unter Quarantäne

In Vilshofen (Kreis Passau) stehen seit Donnerstag drei Schulklassen unter Quarantäne. Laut dem Landratsamt Passau ist eine Familie mit drei schulpflichtigen Kindern an Covid-19 erkrankt. Jeweils ein Kind besuchte eine Klasse und war positiv getestet worden.

Insgesamt gebe es "fünf Neuinfektionen aus einem Haushalt im westlichen Landkreis", so das Landratsamt weiter. Alle Mitschüler der betroffenen Klassen in Vilshofen würden nun getestet. Das Gesundheitsamt sei mit der Schule in engem Kontakt, heißt es weiter. Die Eltern werden entsprechend informiert und Kontaktpersonen ermittelt. Damit liegt die Gesamtzahl aller derzeit Covid-19-Erkrankten im Landkreis Passau aktuell bei 27.

Update, 12.29 Uhr - Festival "Alpenklassik" für heuer abgesagt

Nach langen Überlegungen und schweren Herzens haben sich die Hochschule für Musik und Theater München, die Bad Reichenhaller Philharmoniker und die Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain dazu entschlossen, das Festival Alpenklassik mit Internationaler Summer School 2020, welches eigentlich Ende August hätte stattfinden sollen, abzusagen.

Grund dafür ist die Corona-Pandemie. "Die Veranstalter haben lange gehofft und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Letztendlich waren sie sich jedoch darüber einig, das Festival 2020 abzusagen. Die aktuell gültigen Schutz- und Hygienevorgaben im Veranstaltungsbereich beschränken die Zuschauerkapazitäten auf rund 20 Prozent der normalen Sitzplätze. Für jeden Saal und jede Veranstaltung ist ein Hygieneschutzkonzept erforderlich und die Personal- und Materialaufwendungen für jede Veranstaltung, jeden Saal und jedes Haus wären um ein Vielfaches höher als im Normalbetrieb", hieß es in einer Pressemitteilung der Reichenhaller Kur-GmbH dazu.

Update, 11.58 Uhr - Heute Groß-Demo der Schausteller mit Autokorso in München

Unter dem Motto “Bayerische Marktkaufleute und Schausteller brauchen Hilfe” findet am Donnerstag ein Autokorso (Start 12.30 Uhr) von der Theresienwiese zum Odeonsplatz statt. Bei der Kundgebung um 14 Uhr auf dem Odeonsplatz sprechen unter anderem der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Vertreter des Landtages und der Stadt München. 

Die Schausteller wollen mit der Demo auf ihre prekäre Lage wegen der Coronakrise aufmerksam machen. Sie fordern vor allem die Gleichstellung mit anderen Wirtschaftszweigen, wie dem stationären Einzelhandel, Freizeitparks und Zoos, Gastronomie, Freibäder sowie die Anpassung der Überbrückungshilfe für das Gewerbe.

"Maßnahmen wie Sommer in der Stadt und temporären Freizeitparks ersetzen aus wirtschaftlicher Sicht nicht das abgesagte Volksfest, den Markt und die Kirchweih. Außerdem können nicht alle Marktkaufleute und Schausteller, die es allein schon in Bayern gibt, Berücksichtigung bei diesen beschränkten Maßnahmen finden", erklärt der Präsident der Bayerischen Schausteller, Wenzel Bradac.

Update, 11.07 Uhr - Studie: Auch milder Covid-19-Verlauf kann zu Gehirnschäden führen

Auch milde Verläufe von Covid-19 können laut einer Studie bei den Erkrankten zu ernsthaften Gehirnschäden führen. Ihrer Untersuchung zufolge komme es häufiger als bisher vermutet zu tendenziell tödlichen Komplikationen, darunter Fieberwahn, Nervenschäden und Schlaganfälle, erklärte ein Ärzteteam aus London am Mittwoch.

"Wir konnten mehr Patienten mit neurologischen Schäden wie Entzündungen im Gehirn identifizieren als gedacht", sagte der Forscher Michael Zandi vom University College London. Die Befunde hätten jedoch nicht immer mit dem Schweregrad der Covid-19-Symptome korreliert, sagte er. An der Studie beteiligten sich 43 Patienten, bei denen entweder Covid-19 nachgewiesen oder vermutetet wurde. Das Team aus Ärzten stellte in zehn Fällen eine vorübergehende Hirnfunktionsstörung fest, in zwölf Fällen eine Hirnentzündung, in acht Fällen Schlaganfälle und in weiteren acht Fällen Nervenschäden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift "Brain" veröffentlicht.

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Komplikationen im Hirn bei Covid-19-Patienten häufiger vorkommen könnten als bisher gedacht. Jedoch sagten Experten auch, dass dies nicht bedeute, dass Hirnschäden bei Covid-19 weit verbreitet seien. Da die Krankheit erst seit einigen Monaten bekannt sei, "wissen wir wohl noch nicht, welche Langzeitschäden Covid-19 verursachen kann", sagte der an der Untersuchung beteiligte Forscher Ross Paterson. Sein Rat: "Ärzte müssen sich über mögliche neurologische Schäden bewusst sein, da eine frühzeitige Diagnose den Krankheitsverlauf verbessern kann".

Update, 10.24 Uhr - Teisendorf verwandelt Marktstraße in Fußgängerzone

Ungewöhnliche Zeiten erfordern unkonventionelle Lösungen - nach diesem Motto verfährt man auch in der Gemeinde Teisendorf während der Coronakrise. Ab sofort wird sich die Marktstraße jeden Donnerstag zwischen 18 Uhr und 22 Uhr vorübergehend in eine Fußgängerzone verwandeln, wo die Bürgerinnen und Bürger „auf an Ratsch zamkemma“ können, so Bürgermeister Thomas Gasser.

Die Gaststätten und Geschäfte können in dieser Zeit die für den Verkehr gesperrte Straße auch als erweiterte Verkaufsfläche nutzen. In einer Zeit eingeschränkter Reisemöglichkeiten und fehlender Feste sei dies auch ein Angebot der Marktgemeinde und des Wirtschaftsskreises Teisendorf an die Bürger zur Freizeitgestaltung während der Sommer- und Ferienzeit, hieß es nach einer Sitzung des Gemeinderates.

Update, 9.21 Uhr - Verwaltungsgerichte entscheiden über zahlreiche Corona-Maßnahmen

Die Corona-Krise hält die Verwaltungsgerichte in Bayern weiter in Atem: Noch mehr als 60 sogenannte Normenkontrollverfahren und sieben Eilverfahren laufen momentan beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH). "Das sind alles Verfahren, die sich direkt mit Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes auseinandersetzen", erklärte VGH-Sprecherin Franziska Haberl am Mittwoch in München. Die Verwaltungsgerichte seien noch mit mehr als 50 Klagen und zehn Eilverfahren wegen der Corona-Maßnahmen beschäftigt.

Über die Erfahrungen in der Corona-Krise wollen sich am Donnerstag die Präsidenten der Verwaltungsgerichte mit der Präsidentin des Verwaltungsgerichtshofs austauschen. Bei der Jahrestagung in Bayreuth werde auch die Einführung von Videoverfahren und mobiles Arbeiten diskutiert. "Das sind alles Themen, mit denen sich die Gerichte durch die Corona-Krise jetzt unweigerlich beschäftigen müssen."

Update, 7.29 Uhr - Söder will erlaubte Besucherzahlen für Kunst und Kultur verdoppeln

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in der kommenden Woche die in der Corona-Krise zulässigen Besucherzahlen für Kunst- und Kulturveranstaltungen verdoppeln. "Wir werden nächste Woche vorschlagen, das für die Kultur nochmals zu verdoppeln, auf 200 innen und 400 außen; allerdings mit Vorgaben, weil wir das anders nicht machen können", sagte der CSU-Chef am Mittwochabend bei einem Auftritt im BR-Fernsehen. 

Erst in dieser Woche hatte das Kabinett die Begrenzungen für Besucherzahlen in dem Bereich auf 100 in Innenräumen und 200 in Außenbereichen erhöht. Die Entscheidung muss das bayerische Kabinett treffen, dessen nächste Sitzung findet am Dienstag auf der Insel Herrenchiemsee statt. Zu der Sitzung wird auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet.

Behörden melden knapp 450 neue Infektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt (News-Ticker, 8. Juli) 442 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand: 9. Juli, 0 Uhr). Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 197.783 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben nach RKI-Angaben 9048 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 183.100 Menschen gelten als genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,70 (Stand: 8. Juli; Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,83 (Stand: 8. Juli; Vortag: 0,84). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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