News-Ticker zur Corona-Pandemie

Flugzeugbauer Airbus will weltweit 15.000 Stellen streichen - Deutschland massiv betroffen

Airbus will 15 000 Stellen streichen
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Airbus will 15 000 Stellen streichen

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Dienstag, 30. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Rosenheim 2805, Traunstein 1331, Berchtesgadener Land 319, Mühldorf 500, Altötting 602
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 35, Berchtesgadener Land 10, Mühldorf 0, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 218, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 8973 Todesopfer in Deutschland (2591 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 20.41 Uhr - Flugzeugbauer Airbus will weltweit 15 000 Stellen streichen - Deutschland massiv betroffen

Auch der Flugzeugbauer Airbus ist von der Luftfahrt-Krise massiv betroffen. Jetzt will das französische Unternehmen weltweit 15 000 Stellen streichen.


Das Unternehmen informierte am Dienstagabend über seine Pläne. Demnach sind allein in Deutschland 5000 Stellen betroffen. Einzelheiten müssten noch mit den Sozialpartnern besprochen werden.

„Die Branche befindet sich in einer beispiellosen Krise“, hieß es in einer Mitteilung. Es werde erwartet, dass sich der Luftverkehr nicht vor 2023 erholen werde und möglicherweise erst 2025 wieder auf dem Niveau von vor Corona sein werde.

In Deutschland sollen von den Streichungen auch Stellen der Airbus-Tochter Premium Aerotec mit Sitz in Augsburg betroffen sein.

Update, 18.53 Uhr - Corona-Studie: Ein volles Stadion erhöhte Zahl der Todesopfer um jeweils 16 Menschen

Wie gefährlich sind Großveranstaltungen während der Corona-Pandemie? Eine Studie soll nun einen enormen Anstieg an Corona-Infektionen und Covid-19-Todesfällen belegen. Die Ökonomen Alexander Ahammer, Martin Halla und Mario Lackner der Universität Linz haben in ihrem ArbeitspapierMass gatherings contributed to early COVID-19 spread: Evidence from US sports“ (Massenversammlungen haben zur frühen Verbreitung von COVID-19 beigetragen: Beweise aus dem US-Sport“) aufgezeigt, welche Auswirkungen öffentliche Wettbewerbe auf die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 haben.

Besonderes Augenmerk der Studie liegt auf Wettbewerben, die in der Halle ausgetragen werden. Grundlage für die Studie waren Daten von insgesamt 78 Spielen der National Basketball Association (NBA) und 57 der National Hockey League (NHL), die im Zeitraum vom 1. bis 11. März stattgefunden haben.

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine zusätzliche Massenversammlung in Form eines NBA- oder NHL-Spiels im Zeitraum zwischen dem 1. und 11. März die [...] Zahl der Covid-19-Fälle erhöhte [...]“, schreiben die drei Ökonomen in ihrer Arbeit.

So habe eine einzige Massenversammlung die Zahl der Corona-Infizierten um 380 Menschen pro eine Million Einwohner erhöht. Umgerechnet ergibt das einen Anstieg von 13 Prozent. Auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg um 16 in die Höhe, was laut Studie einem Wert von 11 Prozent entspricht. Weitere Informationen findet Ihr in einem Extra-Artikel

Update, 17.52 Uhr - Nach Verdachtsfall in Mühldorf - Offenbar Corona-Fall in AWO Kindergarten Happing

Nachdem am Dienstagnachmittag ein Corona-Verdachtsfall in einem Mühldorfer Kindergarten (siehe Update 14.46 Uhr) bekannt wurde, gibt es offenbar auch im Kindergarten der AWO in Happing einen bestätigten Corona-Fall. Der Vater eines Kindes hatte sich mit dieser Informationen am frühen Dienstagabend an rosenheim24.de gewandt. 

Bei dem bestätigten Corona-Fall soll es sich um ein Kind aus einer der dort betreuten Gruppen handeln. In einem offiziellen Schreiben, welches rosenheim24.de vorliegt, hat das Landratsamt Rosenheim für alle betroffenen Familien - das Kind der Familie hatte Kontakt mit der infizierten Person - eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. 

Für eine Anfrage von rosenheim24.de war am Dienstagabend vom AWO Integrationskindergarten Happing und vom Landratsamt Rosenheim niemand mehr zu erreichen. rosenheim24.de ist bemüht, am Mittwochmorgen über weitere Informationen berichten zu können. 

Update, 16.31 Uhr - Drei neue Fälle im Berchtesgadener Land

Aus dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land sind jetzt drei neue Coronafälle gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle steigt somit auf 319 (Stand: 30. Juni, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt dadurch auf 8,5. Von den insgesamt 319 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 285 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (drei mehr im Vergleich zum Vortag). Neun Patienten befinden sich noch in medizinischer Behandlung, keiner jedoch mehr stationär in einem Krankenhaus.

Update, 16.09 Uhr - Kein neuer Fall in Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 35 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 0,56. Im letzten Meldezeitraum (Stand: 30. Juni) wurde keine Neuinfektion gemeldet. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1331 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1208 Personen (18 mehr als am Vortag). In den Kliniken im Landkreis Traunstein müssen derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt werden.

Update, 15.35 Uhr - Watzmann-Therme öffnet am Freitag

Am Freitag, 3. Juli ist es soweit: Nach über 100 Corona-bedingten Schließtagen öffnet die Watzmann Therme Berchtesgaden nun wieder ihre Türen. Dabei steht den Gästen die Therme fast wieder in ihrer vollen Vielfalt zur Verfügung, denn sowohl die Thermen- und Saunalandschaft als auch der Gastronomiebereich sind wieder geöffnet. In den verschiedenen Bereichen kann es dennoch zu Einschränkungen kommen, da die Gesundheit und Sicherheit aller Gäste und Mitarbeiter höchste Priorität hat. Dies teilte Watzmann Therme mit.

Update, 14.46 Uhr - Verdachtsfall in Mühldorfer Kindergarten

In einer Gruppe des städtischen Kindergartens Herzog-Friedrich-Straße in Mühldorf ist bei einem Kind jetzt ein Corona-Verdachtsfall aufgetreten. Dies teilte die Stadt Mühldorf soeben mit. Vom zuständigen Gesundheitsamt wurde für die Kinder der Gruppe und das zugeteilte Personal eine vorläufige Quarantänemaßnahme bis zum Vorliegen der Testergebnisse angeordnet. Diese sollen bis Ende dieser Woche vorliegen. Die betroffenen Eltern wurden von der Kindergartenleitung in Kenntnis gesetzt. In den weiteren Gruppen des Kindergartens läuft der Regelbetrieb weiter.

Update, 14.30 Uhr - "Nur" vier neue Todesfälle in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat auch am Dienstag wieder die neuesten Corona-Fallzahlen vorgelegt (Stand: 30. Juni, 9 Uhr). Oberbayern ist weiterhin der am stärksten von der Pandemie betroffene Regierungsbezirk. Im Vergleich zum Vortag wurden in ganz Bayern "nur" vier neue Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Fälle der letzten 7 Tage

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

21.838

(+ 19)

466,01

172

3,67

1.004

(+ 1)

Niederbayern

4.816

(+ 4)

388,85

44

3,55

294

-

Oberpfalz

5.417

(+ 5)

488,34

19

1,71

370

-

Oberfranken

3.906

(- 2)

365,91

26

2,44

238

(+ 1)

Mittelfranken

4.876

(+ 7)

275,42

23

1,30

287

-

Unterfranken

3.531

(+ 7)

268,08

26

1,97

189

-

Schwaben

3.998

(+ 1)

211,79

32

1,70

209

-

Gesamtergebnis

48.382

(+ 41)

369,99

342

2,62

2.591

(+ 2)

Pressekonferenz der Staatsregierung:

Update, 13.30 Uhr - Huml: „Großes und mutiges Konzept“

„Wir wollen den Menschen, die bislang keine Gelegenheit dazu hatten, die Möglichkeit zu einem Test geben und ihnen damit die Unsicherheit nehmen“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Priorität hätten aber weiterhin Personen, die Symptome zeigen oder als Verdachtsfall gelten. Zudem sollen die erhöhten Testkapazitäten auch weiterhin für Reihentestungen genützt werden.

Die Ministerin betonte in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich die komplette „Freiwilligkeit“ des Angebotes der Staatsregierung. Huml sprach auch von einem „großen und mutigen Konzept“, das auch einer guten Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und den Vertragsärzten bedürfe.

Huml warnte jedoch vor Leichtsinn in der Bevölkerung: "Niemand darf sich in falscher Sicherheit wiegen. Nur weil man getestet ist, darf man keinesfalls auf die gültigen Abstands- und Hygieneregeln verzichten!"

Update, 13.18 Uhr - Aiwanger: „Es ist wichtig, viel und frühzeitig zu testen!“

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sprach im Anschluss die Probleme im wirtschaftlichen Bereich an. Einige Branchen, wie zum Beispiel die Luft- und Raumfahrt, gerieten nun zunehmend in Schwierigkeiten, hieß es. Auch andere Segmente sind betroffen. Konkret nannte der Minister große Konzerne wie Airbus, Galeria Kaufhof oder Wirecard. Die Staatsregierung will sich aber mit Hochdruck weiterhin um alle Betroffenen kümmern, so Aiwanger.

Es ist sehr wichtig, frühzeitig und viel zu testen, damit wir irgendwann nicht wieder zurückrudern müssen“, zeigte sich auch Aiwanger vom Konzept der Staatsregierung überzeugt. Es müsse alles getan werden, um die Wirtschaft zu unterstützen.

Update, 13.10 Uhr - Bayern führt Coroantests für alle ein

Zudem sollen die Testkapazitäten massiv ausgeweitet werden. In Bayern soll es bald Coronatests für alle geben. Das Motto hierzu lautet: „Schneller, kostenlos und für jedermann!“ Jeder, der in Zukunft Symptome zeigt, soll binnen 24 Stunden einen Test bekommen. Spätestens weitere 24 Stunden später soll das Ergebnis vorliegen. Zudem sollen ab sofort Reihenuntersuchungen auf freiwilliger Basis angeboten werden, z.B. im medizinischen Bereich oder in Pflegeeinrichtungen. Freiwillig können sich jetzt auch Lehrer/innen und/oder Erzieher/innen getestet werden. Gleiches gilt für Polizei und Justiz. Das Konzept soll ab Mittwoch, 1. Juli, umgesetzt werden.

Derzeit werden in Bayern rund 10.000 Tests täglich durchgeführt. Die mögliche Kapazität liegt allerdings bereits bei 20.000 - und soll nach Söders Angaben mittelfristig sogar auf 30.000 ausgeweitet werden. „Keiner wird dazu verpflichtet - aber jeder kann die Chance auf einen Test wahrnehmen“, so Söder, der die Kosten für den Freistaat auf rund 200 Millionen Euro bezifferte. Man dürfe hier jedoch keinesfalls auf Kosten der Sicherheit der Bürger im Freistaat sparen, betonte der Landesvater. Darüber hinaus soll die Antikörper-Strategie ausgeweitet werden.

Update, 13.03 Uhr - "In vielen Ländern ist die zweite Welle bereits da!"

"In vielen Ländern ist die zweite Welle bereits da. (…) Auch bei uns bleibt die Herausforderung groß“, warnte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sagte deswegen: „Wir bleiben in Bayern vorsichtig. Wir haben deswegen entschieden, in Bayern heute keine weiteren wesentlichen Lockerungen vorzunehmen. Es gibt lediglich einige Anpassungen!“

Im Kulturbereich darf jetzt allerdings unter bestimmten Voraussetzungen die Maske abgenommen werden. Das gilt für Besucher derartiger Veranstaltungen dann, wenn sie ihre Plätze eingenommen haben. Beim Betreten und Verlassen des Veranstaltungsgebäudes gilt selbstverständlich weiterhin die Maskenpflicht. Abstands- und Hygieneregeln bleiben selbstverständlich vollumfänglich in Kraft, hieß es.

Update, 12.30 Uhr - Weitere Lockerungen in Bayern? PK um 13 Uhr

Das bayerische Kabinett befasst sich wieder mit der Corona-Pandemie - und will dabei die angekündigte Test-Strategie für Bayern beschließen. Zentraler Punkt hierbei: kostenlose Tests für jeden, auch ohne Symptome

Wie zuvor bereits bekannt wurde, soll auch die Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen in Bayern fallen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder bereits an. Auch diese neue Regelung soll im Kabinett heute beschlossen werden.

Um 13 Uhr informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml in einer Pressekonferenz über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt LIVE von der Pressekonferenz.

Update, 11.33 Uhr - Laschet: Vorerst keine Corona-Massentests in Nordrhein-Westfalen

Das Land NRW wird zunächst keine flächendeckenden Corona-Tests nach bayerischem Vorbild einführen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Dienstag in Düsseldorf: "Ich will das nicht bewerten, was die bayerischen Kollegen machen. Wir machen, was wir für Nordrhein-Westfalen richtig halten. Mir ist vor allem wichtig, dass wir es da, wo es brennt, verpflichtend machen." Laschet nannte als Beispiel die Fleischindustrie, wo ab dem 1. Juli Beschäftigte in NRW mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden müssen.

In Bayern sollen sich künftig landesweit alle Menschen auch ohne Symptome kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen. Das Kabinett des Freistaates will an diesem Dienstag das entsprechende Testkonzept beschließen. Im Kern fußt der Plan auf einer am Mittwoch in Kraft tretenden Vereinbarung Bayerns mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese sieht Testmöglichkeiten bei niedergelassenen Vertragsärzten vor. Dem "Tagesspiegel" (Dienstag) sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der Freistaat wolle "bis zu 30.000 Tests pro Tag anbieten".

Update, 10.12 Uhr - 7 Tage-Inzidenz im Kreis Gütersloh nicht mehr dreistellig

Im Kreis Gütersloh ist die wichtige Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage erneut deutlich zurückgegangen. Nach den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) beträgt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nunmehr 86,0.

Damit ist der Wert erstmals seit den hohen Zahlen durch den massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück nicht mehr dreistellig. Er liegt aber noch weiter deutlich über dem Grenzwert von 50, der bundesweit in der Diskussion um zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Rolle spielt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag vergangener Woche im Kreis Gütersloh bei 270,2. Nach 164,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage am Samstag, 132,9 am Sonntag und 112,6 am Montag setzt sich der Abwärtstrend anhaltend fort.

Der regionale Lockdown im Kreis Gütersloh, der ursprünglich bis zu diesem Dienstag befristet war, wird aus Vorsicht um eine Woche verlängert. Das gab die Landesregierung am Montag nach einem Treffen mit den Landräten der Kreise Gütersloh und Warendorf bekannt.

Update, 8.54 Uhr - RKI: 498 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 498 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.259 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Datenstand 30.06., 0.00 Uhr).

8973 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 179.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 1000 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 29.6., 0.00 Uhr, bei 0,74 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

35.620

+90

206

1,9

1.830

Bayern

48.400

+56

336

2,6

2.594

Berlin

8.220

+44

286

7,6

214

Branden­burg

3.429

+10

35

1,4

165

Bremen

1.662

+1

9

1,3

53

Hamburg

5.201

+7

40

2,2

259

Hessen

10.795

+33

175

2,8

508

Mecklenburg-Vor­pommern

802

+1

9

0,6

20

Nieder­sachsen

13.535

+33

223

2,8

628

Nord­rhein-West­falen

43.066

+197

1.412

7,9

1.680

Rhein­land-Pfalz

6.996

+9

72

1,8

235

Saarland

2.806

0

6

0,6

173

Sachsen

5.448

+4

19

0,5

223

Sachsen-Anhalt

1.871

+2

15

0,7

58

Schles­wig-Holstein

3.154

+7

17

0,6

152

Thüringen

3.254

+4

18

0,8

181

Gesamt

194.259

+498

2.878

3,5

8.973

Update, 7.43 Uhr - Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen soll fallen

Bei Kulturveranstaltungen in Bayern soll die Maskenpflicht fallen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder an. Demnach solle die neue Regelung am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. "Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen", sagte Söder.

Der CSU-Chef argumentierte: "Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren." Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. Auf den Sitzen in den Veranstaltungsräumen werde sie gelockert, hieß es. "Wir wollen eine Perspektive für die Kultur", sagte Söder.

Über die Ergebnisse der Kabinettssitzung informiert Ministerpräsident Markus Söder (CSU), laut Staatskanzlei "gegebenenfalls mit Fachministern", gegen 13 Uhr.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der PK.

Update, 6.31 Uhr - Corona-Ausbruch in Cateringfirma: 44 bestätigte Infizierte

In einem am Samstag geschlossenen Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg haben sich mindestens 44 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das haben die Tests bislang ergeben, teilte das Landratsamt am Montag mit. Unter den bislang nachweislich Infizierten seien zehn Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf. Auf den Virus-Ausbruch bei dem Caterer war das Landratsamt durch Fälle in der Asylunterkunft aufmerksam geworden.

Die Behörde hatte die Schließung des Catering-Standorts am Samstag aus Infektionsschutzgründen angeordnet - für 14 Tage. Am Sonntag gab es eine große Testaktion bei den Mitarbeitern.

Die komplette Asylbewerber-Unterkunft ist unter Quarantäne gestellt worden. Die positiv getesteten Bewohner wurden in eine Isoliereinrichtung in Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) verlegt. Der erste positive Fall sei am Donnerstag bekannt geworden.

Söder erwartet Corona-Massentests bald auch in anderen Bundesländern

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist überzeugt, dass auch andere Bundesländer trotz ihrer teils heftigen Kritik bald dem bayerischen Vorbild von freiwilligen Corona-Tests für jedermann folgen werden. "Ich glaube schon, dass das eine Wirkung hat weit über Bayern hinaus", sagte der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag).

"Ich wurde, als wir über Schulschließungen geredet haben, angegriffen, danach hat es jeder gemacht." Auch bei den bayerischen Ausgangsbeschränkungen habe es am Anfang Kritik gegeben, kurz darauf habe jedes Bundesland Kontaktsperren verhängt. Ebenso seien inzwischen alle Bundesländer Bayern bei den Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten gefolgt.

Bayern trifft mit seinem Vorstoß zu Corona-Tests für jedermann auch ohne Symptome auf breite Skepsis. Mehrere andere Länder hatten am Montag eine solche Ausweitung ohne konkrete Anlässe für Massentests abgelehnt. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zählte zu den Kritikern und sagte: "Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend."

Söder sagte der "Augsburger Allgemeinen", die Kritik an dem bayerischen Vorgehen sei nicht medizinisch begründet. "Der eigentliche Hintergrund ist etwas ganz Anderes: Das sind die Kosten." Er habe die gleich Debatte schon vor Wochen auf der Ministerpräsidentenkonferenz geführt, als er den bayerischen Weg angekündigt habe. "Das Hauptargument war von dem ein oder anderen Kollegen, das koste uns zu viel, wer soll denn das alles bezahlen". Testen sei jedoch das wichtigste medizinische Angebot nach dem Aufbau von Intensivbetten und der Produktion von Schutzmaterial. "Das ist die einzige ernsthafte medizinische Leistung, die der Staat an dieser Stelle erbringen kann."

mh/mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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