News-Ticker zur Corona-Pandemie

Wegen Corona zurückgeholte Touristen müssen 200 bis 1000 Euro zahlen

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Donnerstag/Freitag, 25./26. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2805, Landkreis Traunstein 1331, Landkreis Berchtesgadener Land 316, Landkreis Mühldorf 500, Landkreis Altötting 602
  • Todesfälle: Rosenheim 218, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 8948 Todesopfer in Deutschland (2583 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) - sofern möglich - demnächst auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.


Update, 19.58 Uhr - Zurückgeholte Touristen müssen 200 bis 1000 Euro zahlen

Es war die größte Rückholaktion für deutsche Staatsbürger seit dem Zweiten Weltkrieg. Zehntausende wegen der Corona-Pandemie Gestrandete wurden nach Hause gebracht. Jetzt wird abgerechnet.

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung stellt den wegen der Corona-Pandemie aus dem Ausland zurückgeholten 67.000 Touristen 200 bis 1000 Euro für die Flüge in Rechnung. Damit sollen 40 Prozent der Gesamtkosten der historisch bisher einmaligen Aktion von 94 Millionen Euro gedeckt werden.

Die Kostenbeteiligung der Gestrandeten wird gestaffelt: Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika müssen 200 Euro gezahlt werden, für das südliche Afrika und die Karibik werden 500 Euro fällig, Rückkehrer aus Südamerika und Asien müssen 600 Euro zahlen, und wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, erhält eine Rechnung über 1000 Euro.

"Mit der Pauschalenlösung hat sich die Bundesregierung für eine transparente und möglichst unbürokratische Lösung entschieden, welche die Gleichbehandlung aller Reisenden zum Ziel hat", hieß es am Freitag aus dem Auswärtigen Amt. Man stehe damit außerdem "im Gleichklang" mit Regelungen in anderen EU-Ländern.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte die Aktion am 17. März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder wegen der Corona-Pandemie kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240.000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter flogen die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos aus.

dpa

Update, 18.08 Uhr - Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 63 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1,69.

Heute sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1331 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 17.11 Uhr - RoMed Kliniken: Weitere Lockerungen bei Besuchsregeln ab dem 29. Juni

Gemäß der Verordnung zur Änderung der sechsten bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werden die Besuchsregeln in den RoMed Kliniken ab Montag, 29. Juni 2020 gelockert. Unannehmlichkeiten wie das Ausfüllen von Fragebögen und die Namensregistrierung entfallen. Bei Erkältungssymptomen, wie Husten, Schnupfen oder Fieber ist ein Zutritt nicht gestattet. „Besucher können mithelfen die Verbreitung des Virus einzudämmen, wenn sie sich strikt an die grundlegenden Hygieneregeln halten, einen Mund-Nase-Schutz tragen, auf ausreichend Abstand achten sowie die Hände desinfizieren.“, sagte Priv.-Doz. Dr. Christoph Knothe, Medizinischer Direktor der RoMed Kliniken und appellierte, sich an die Anweisungen des Personals zu halten. 

Die Besuchszeiten in den RoMed Kliniken sind täglich zwischen 10 und 18 Uhr (Prien zwischen 14 und 19 Uhr). In jedem Patientenzimmer dürfen sich maximal zwei Besuchspersonen zeitgleich aufhalten. Besuchseinschränkungen gelten bei Patienten mit COVID und Verdacht auf eine COVID-Erkrankung. Diese Regelungen werden weiterhin je nach Entwicklung kurzfristig der Situation angepasst, veröffentlicht und sind auf der Homepage der RoMed Kliniken unter www.romed-kliniken.de

Update, 15.50 Uhr - Feiern und Tanzen ohne Mundschutz und Abstandsregeln in Bayern

Feiern und Tanzen ohne Mundschutz und Abstandsregeln. Wie br.de unter Berufung auf Informationen des bayerischen Gesundheitsministeriums vermeldet, ist dies in Bayern unter bestimmten Umständen wieder erlaubt. Konkret ist eine solche abstands- und maskenfreie Feier mit Spielen und Tanz innerhalb von geschlossenen Gesellschaften möglich - wenn keine weiteren Gäste, die nicht zur Gesellschaft gehören, im Raum sind. 

Musiker, welche auf solchen Feiern singen, müssen eineinhalb Meter Abstand halten; Blasmusikanten zwei Meter. 

Weiterhin gelten allerdings die Regelungen: Nicht mehr als 50 Gäste im geschlossenen Räumen und maximal 100 Personen in Außenbereichen. 

Update, 14.51 Uhr - Kein aktiver Corona-Fall im Kreis Mühldorf mehr

Der Landkreis Mühldorf verzeichnet aktuell keinen aktiven Corona-Fall mehr. Insgesamt liegen im Landkreis Mühldorf 500 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 473 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 0,0.

Update, 14 Uhr - Ein neuer Fall im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat jetzt einen neuen Corona-Fall gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle steigt somit auf 316 (Stand: 26. Juni, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sank indes auf 5,7

Von den insgesamt 316 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 282 Personen wieder genesen. Es befinden sich derzeit insgesamt zehn SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. Glücklicherweise muss kein Patient mehr stationär behandelt werden. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 24.

Update, 12.53 Uhr - Terminal 1 am Münchner Flughafen wird reaktiviert

Das infolge der Coronakrise vorübergehend für den Passagierbetrieb gesperrte Terminal 1 des Münchner Flughafens wird ab dem 8. Juli - zumindest teilweise - wieder in Betrieb genommen. Zu diesem Termin werden die Terminalbereiche C, D und E wieder reaktiviert. Alle Abfertigungsbereiche im Terminal 1 sind mit Bodenmarkierungen, Trennscheiben, Informationsplakaten, Spendern für Handdesinfektionsmittel und anderen für den Infektionsschutz relevanten Serviceangeboten ausgestattet worden. Alle Reisenden müssen beim Betreten des Terminals eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.  

Die meisten der vor der Schließung des Abfertigungsgebäudes hier angesiedelten Airlines werden ab dem 8. Juli wieder ins Terminal 1 zurückkehren, wie die Flughafen GmbH nun mitteilte. Lediglich die Eurowings, Qatar Airways, Tuifly, SunExpress und Pegasus Airlines bleiben zunächst noch im Terminal 2 des Münchner Flughafens. Das Check-in für alle Flüge dieser Fluggesellschaften findet weiterhin im Zentralbereich Z statt.

Update, 12.30 Uhr - Rosenheimer Hallenbad öffnet am 1. Juli

Am Mittwoch, 1. Juli, öffnen die Stadtwerke Rosenheim das Hans-Klepper-Hallenbad für den öffentlichen Badebetrieb. Da aktuell im Hallenbad kein Schul- oder Vereinssport stattfindet, wurden die Öffnungszeiten auf 10 bis 18 Uhr täglich angepasst.

"Wir haben mit der Umsetzung der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Auflagen unmittelbar nach Bekanntwerden begonnen und bereiten das Hallenbad auf die Nutzung vor, so dass wir am 1. Juli den öffentlichen Badebetrieb wieder aufnehmen können", sagt Bäderleiter Stephan Heidig. "Wie im Freibad gelten diverse Regelungen, über die wir unsere Badegäste durch entsprechende Aushänge und Hinweismarkierungen informieren. Unser Personal ist selbstverständlich jederzeit ansprechbar, falls es Fragen gibt." Die allgemein bekannten Hygiene- und Abstandsregeln gelten auch im Hallenbad.

Update, 11.35 Uhr - Sieben neue Fälle in Rosenheim - aktuelle Zahlen

Seit dem letzten Wochenbericht (18. Juni) wurden dem Gesundheitsamt sieben neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Damit sind im Zuständigkeitsbereich der Behörde bislang insgesamt 2805 Fälle (Landkreis 2287, Stadt 518) bekannt geworden (Stand: 25. Juni, 24 Uhr). Seit 5. Juni schwanken die täglichen Neuerkrankungszahlen zwischen 0 und drei Fällen. 

Mittlerweile wurde bei mindestens 2387 Personen eine Genesung dokumentiert. 218 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Das ist ein neuer Toter im Vergleich zur letzten Meldung. Sieben COVID-19- Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befindet sich ein Patient auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt derzeit (Stand: 26. Juni) für die Stadt Rosenheim bei 6,32, für den Landkreis Rosenheim bei 1,15.

Die aktuellen Gemeindezahlen im Überblick:

Gemeinde

Fälle

Genesene

Albaching

21

21

Amerang

16

14

Aschau im Chiemgau

117

86

Babensham

25

22

Bad Aibling

234

204

Bad Endorf

37

32

Bad Feilnbach

159

127

Bernau am Chiemsee

99

87

Brannenburg

59

57

Breitbrunn

4

*

Bruckmühl

76

66

Chiemsee

1

*

Edling

60

55

Eggstätt

23

22

Eiselfing

18

17

Feldkirchen-Westerham

66

58

Flintsbach

15

11

Frasdorf

19

19

Griesstätt

25

23

Großkarolinenfeld

53

44

Gstadt am Chiemsee

3

*

Halfing

15

15

Höslwang

3

*

Kiefersfelden

77

60

Kolbermoor

186

156

Neubeuern

19

13

Nußdorf am Inn

53

51

Oberaudorf

47

39

Pfaffing

28

23

Prien am Chiemsee

62

42

Prutting

22

19

Ramerberg

8

8

Raubling

80

68

Riedering

79

61

Rimsting

25

22

Rohrdorf

39

35

Stadt Rosenheim

518

444

Rott am Inn

23

23

Samerberg

20

16

Schechen

33

28

Schonstett

3

*

Söchtenau

11

9

Stephanskirchen

60

47

Tuntenhausen

39

33

Vogtareuth

15

14

Wasserburg am Inn

165

141

* = Bei einer Fallzahl < 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

Update, 10.55 Uhr - Stadt Waldkraiburg bietet heuer "virtuelles Volksfest"

Dieses Jahr ist alles anders wie sonst: Eigentlich würde es in zwei Wochen auf dem beliebten Waldkraiburger Volksfest heißen "O'zapft is“. Bis letzte Woche prüfte die Stadtverwaltung, auch auf Wunsch der Wirte und Schausteller, die Möglichkeit ein "Volksfest Light" anzubieten. Wegen der bestehenden Corona-Regeln ist dies jedoch nicht möglich.  

"Wir hätten ein wirklich schönes Programm zusammengestellt, aber die Gesundheit der Bürger geht vor. Wir haben uns aber etwas einfallen lassen, um den Bürgern ein wenig Volksfeststimmung nach Hause zu bringen", sagt Bürgermeister Robert Pötzsch. Unter dem Motto "Waldkraiburger Volksfest Dahoam" bringt die Stadt den Bürgern das beliebte Fest virtuell ins eigene Wohnzimmer oder den eigenen Garten. Wie genau das funktionieren wird, ist vorerst noch ein kleines Geheimnis. So viel sei aber schon verraten: Dieses Jahr heißt es am Freitag, 10. Juli eben "ONzapft is".

Update, 10.16 Uhr - "Masken-Verweigerer" beleidigt und bespuckt Busfahrer

Skandal in Oberfranken: Am Mittwochvormittag, 24. Juni, hat ein aggressiver Fahrgast einen Busfahrer in Coburg massiv beleidigt und ihn bespuckt. Nach Polizeiangaben stieg der 36-Jährige am Bahnhof in den Bus in Richtung Wüstenahorn, setzte jedoch nicht wie vorgeschrieben seinen Mundschutz auf

Trotz mehrmaliger Aufforderung des Busfahrers, den Mundschutz korrekt aufzusetzen, kam der 36-Jährige den aktuellen Corona-Regelungen nicht nach. Deshalb forderte der Busfahrer den Fahrgast an der Haltestelle 'Kükenthalstraße' auf, das Fahrzeug zu verlassen. Daraufhin spuckte der 36-Jährige dem Busfahrer direkt ins Gesicht und beleidigte ihn. Zudem zeigte er ihm eine Drohgeste in Form einer geballten Faust. Nun ermitteln Coburger Polizisten gegen den Mann wegen Körperverletzung und Beleidigung.

Update, 8.54 Uhr - Zwei Traditionsbetriebe in München schließen

Jetzt schlägt die Coronakrise wieder mit voller Wucht zu: In München müssen deswegen nun gleich zwei Traditionsbetriebe schließen. Zum einen schließt der Werneckhof, in etwa zwischen Englischem Garten und Münchner Freiheit gelegen, mit sofortiger Wirkung seine Pforten. "Da es leider für uns alle nicht absehbar ist, wann eine für uns gewohnte Normalität wieder zurückkehren wird, haben wir uns schweren Herzens dazu entscheiden müssen, den Betrieb im Werneckhof mit sofortiger Wirkung endgültig zu schließen", sagte Inhaber Michael Geisel unserem Partnerportal tz.de. In dem Nobellokal arbeitete übrigens Tohru Nakamura als Küchenchef. Der Sternekoch war 2019 zum Koch des Jahres gewählt worden. 

Zudem macht zum Jahresende auch das Sporthaus Münzinger am Marienplatz dicht - nach über 130 Jahren! Die Geschäftsführung begründete ihre Entscheidung mit dem dem Ausfall der laufenden Fußballsaison, der Absage/Verschiebung der EM 2020 sowie durch den corona-bedingten deutlichen Rückgang von Touristen und auswärtigen Fans. Der Laden soll vom Konkurrenten "Sport Schuster" übernommen werden. Dort soll wohl auch ein Großteil der Mitarbeiter unterkommen.

Update, 7.45 Uhr - Deutsche haben keine Angst (mehr) vor Corona

Lediglich jeder vierte Wahlberechtigte (24 Prozent) sorgt sich einer Umfrage zufolge ernsthaft über eine Infektion mit dem Coronavirus. 75 Prozent der Befragten machen sich darüber keine großen Sorgen, wie der am späten Donnerstagabend vorab veröffentlichte neue "ARD-Deutschlandtrend" zeigt. Ende März waren nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap mit 55 Prozent noch mehr als doppelt so viele Bürger besorgt, sie selbst oder ein Familienmitglied könnten sich anstecken.

Trotz vieler Befragter, die sich keine großen Sorgen über eine mögliche Ansteckung machen, planen die allermeisten keine Sommerreise oder bleiben in Deutschland. Von denjenigen, die sich mit Blick auf den Sommerurlaub schon festgelegt haben, gibt mehr als die Hälfte (51 Prozent) an, zu Hause zu bleiben. Ein gutes Drittel (35 Prozent) plant, eine Urlaubsreise innerhalb Deutschlands anzutreten. 17 Prozent haben demnach vor, ins europäische Ausland zu reisen.

Update, 26. Juni, 6.20 Uhr - 477 neue Fälle und 21 weitere Tote in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 477 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet (Stand: 26. Juni, 0 Uhr). Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.556 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8948 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 21 im Vergleich zum Vortag. Etwa 177.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,59 (Stand: 25. Juni; Vortag: 0,72). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert auf 1,11 (Stand: 25. Juni; Vortag: 1,17). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Update, 19.31 Uhr - Fünf neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es fünf weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gegeben hat. 

Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle steigt somit auf 315 (Meldestand: 25.06.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt daher auf 8,5. Von den insgesamt 315 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 282 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Es befinden sich derzeit insgesamt 9 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung.

Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 24. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich noch 16 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (5 weniger im Vergleich zum Vortag). 871 unmittelbare Kontaktpersonen sind seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Nach wie vor werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land keine Covid-19-Patienten mehr stationär behandelt.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 18.15 Uhr - Neue Zugangsregeln zu den RoMed-Kliniken ab dem 26. Juni

Alle Patienten müssen vor dem Zutritt in die RoMed Kliniken einen Fragebogen ausfüllen, der dazu dient, frühzeitig einen Verdacht auf eine - begleitende - COVID Erkrankung zu wecken. Dieser Fragebogen ist ab sofort auf der Homepage der Klinik unter www.romed-kliniken.de verfügbar. Zur Beschleunigung der Abläufe an den Haupteingängen empfehlen wir, den Bogen bereits ausgefüllt mitzubringen.

Besuche von Patienten sind nach dem Beschluss der bayerischen Staatsregierung nach wie vor nur unter bestimmten Vorgaben möglich. „Die Besuchsregeln stellen uns vor große Herausforderungen, daher appelliere ich an die Besucher, auch bei nachlassender Bedrohung die Vorgaben einzuhalten und sich während des Besuchs strikt an die Hygieneregeln zu halten“, sagte Priv.-Doz. Dr. Christoph Knothe, Medizinischer Direktor der RoMed Kliniken.

Zusammengefasst lauten die Regeln, die in klinischen Risikobereichen (z. B. Onkologie) abweichen können, wie folgt:

  • In Absprache mit dem behandelnden Arzt ist für die Patienten einmal täglich ein Besuch durch einen nahen Familienangehörigen oder eine für den gesamten stationären Aufenthalt fest benannte Person möglich.
  • Die Besuchszeit ist täglich zwischen 10 und 18 Uhr (Prien zwischen 14 und 19 Uhr). 
  • Der Besucher füllt einen Fragebogen aus, der auch online verfügbar ist, welcher zur Nachverfolgbarkeit bei eventuell aufgetretenen Infektionen aufbewahrt wird.
  • Jeder Besucher erhält ein Informationsblatt zum Verhalten im Gebäude. 
  • Es wird die Körpertemperatur gemessen und ein Mundschutz ausgegeben. 
  • In jedem Patientenzimmer dürfen sich zeitgleich maximal zwei Besuchspersonen aufhalten, damit der notwendige Abstand gewahrt werden kann. 
  • Für die Fachabteilung Geburtshilfe und Palliativmedizin gelten gesonderte Regelungen.

Der Zutritt zu den Kliniken ist nur über die jeweiligen Haupteingänge möglich. Der Zugang zur Zentralen Notaufnahme ist ausschließlich für Patienten geöffnet.

Diese Regelungen werden weiterhin je nach Entwicklung der Situation angepasst.

Pressemitteilung RoMed Kliniken

Update, 16.49 Uhr - Mehr Freiheiten im Freibad Kolbermoor

Die Bayerische Staatsregierung hat für den Betrieb von Schwimmbädern die Auflagen zum Gesundheitsschutz gelockert. Dadurch ändern sich auch im Freibad Kolbermoor wieder einige Dinge. 

Die drei wichtigsten Punkte sind dabei: Es dürfen sich ab sofort maximal 540 Besucher, statt bisher 265, im Schwimmbad aufhalten. Weiterhin jedoch nur 100 gleichzeitig im Sportbecken und 65 im Nichtschwimmerbecken.  Die Duschen dürfen wieder benutzt werden. In den Innenliegenden Gemeinschaftsduschen dürfen sich gleichzeitig nur zwei Personen aufhalten. Zudem darf das Beach-Volleyball-Feld darf wieder benutzt werden.

Weitere Angaben und auch das ausführliche Hygienekonzept der Stadt Kolbermoor für das Freibad sind auf der Homepage www.kolbermoor.de zu finden unter Aktuelles.

Update, 16.03 Uhr - EU-Behörde empfiehlt Einsatz von Remdesivir gegen Corona

Der Wirkstoff Remdesivir könnte bald auch in Europa als erstes Mittel gegen eine schwere Corona-Erkrankung auf den Markt kommen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat in Amsterdam eine Zulassung unter Auflagen für das Mittel mit dem Handelsnamen Veklury empfohlen.

Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt. Die Entscheidung der Kommission soll laut EMA in der kommenden Woche fallen.

Die Empfehlung der EMA gilt für die Behandlung von Erwachsenen und Heranwachsenden ab 12 Jahren. Voraussetzung für eine Behandlung ist, dass der Patient eine Lungenentzündung hat und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden muss.

Eine internationale Studie mit über 1000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann - von 15 auf 11 Tage. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war.

Update, 15.50 Uhr - Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 63 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 2,82.

Heute ist beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1331 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 14.55 Uhr - Mehrere Hundert Personen feiern in München

In der Nacht von Mittwoch, 24. Juni, auf Donnerstag, 25. Juni, wurden der Polizei München mehrere Beschwerden von Passanten und Anwohnern wegen Ruhestörung am Gärtnerplatz gemeldet. Eine Vielzahl von Streifen der Münchner Polizei fuhren daraufhin zur Örtlichkeit und stellten mehrere Hundert Personen fest, die lautstark feierten und die Mindestabstände nicht einhielten. 

Die Personen wurden gezielt durch die Polizeibeamten angesprochen, zur Ruhe ermahnt und auf den Infektionsschutz hingewiesen. Daraufhin verließen die Feiernden den Platz.

Update, 14.09 Uhr - Ein neuer Fall im Raum Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting meldete für Stadt und Landkreis Altötting einen neuen Corona-Fall (Stand: 25. Juni). Damit wurden in Stadt und Landkreis bislang insgesamt 602 Infektionen registriert. Die Zahl der Verstorbenen verbleibt weiterhin bei 57. Der jetzt gemeldete Fall ist die erste Neu-Infektionen im Raum Altötting seit 3. Juni.

Update, 12.47 Uhr - Hunderte feiern auf dem Gärtnerplatz

In der Nacht auf Donnerstag, 25. Juni, wurden der Polizei in München mehrere Beschwerden von Passanten und Anwohnern wegen Ruhestörung am Gärtnerplatz gemeldet. Vor Ort stellte ein Großaufgebot der Beamten mehrere hundert Personen fest, die lautstark feierten und die Mindestabstände nicht einhielten. Die Personen wurden gezielt durch die Polizeibeamten angesprochen, zur Ruhe ermahnt und auf den Infektionsschutz hingewiesen. Daraufhin verließen die Feiernden den Platz. Während des Einsatzes kam es zu Verkehrsstörungen. Den Linienbussen war es nicht möglich den Gärtnerplatz zu durchfahren.

Update, 11.50 Uhr - Neuer "Corona-Hammer" aus Ischgl

Der österreichische Skiort Ischgl galt zu Beginn der Coronakrise als absoluter "Super Spreader" und "Hotspot" bei der Verbreitung des Virus über ganz Europa. Nun konnte dies erstmal auch wissenschaftlich belegt werden: Wie Dorothee von Laer, Virologin des Instituts für Virologie, jetzt in Innsbruck bekannt gab, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass bereits fast die Hälfte aller Einwohner von Ischgl (42,2 Prozent) Antikörper gegen Corona entwickelt haben. Und: "85 Prozent derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht", so die Virologin. Zuerst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Dies sei "weltweit der höchste Wert", der bislang jemals publiziert worden sei. Die Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine überstandene Corona-Infektion. Nach Angaben von österreichischen Behörden seien allein rund 40 Prozent aller Coronafälle in Österreich auf Ischgl zurückzuführen. Von daher kann man wohl guten Gewissens davon ausgehen, dass sich auch viele Menschen aus der Region - oftmals unerkannt - über Ischgl mit dem Virus angesteckt haben dürften. In Ischgl ermittelt übrigens weiterhin der Staatsanwalt, weil der Ausbruch des Virus zunächst vertuscht worden sein soll.

Update, 11.38 Uhr - Lufthansa-Schicksal entscheidet sich ab Mittag

Heinz Hermann Thiele, Großaktionär der Lufthansa.

Die Lufthansa steht an diesem Donnerstag an einer Wegscheide. Die Aktionäre des Unternehmens entscheiden bei der außerordentlichen Hauptversammlung (Beginn 12 Uhr) darüber, ob sie den Staat für rund 300 Millionen Euro als Anteilseigner einsteigen lassen wollen oder nicht. Damit fest verbunden ist das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket, das in den Wochen zuvor mühsam zwischen Frankfurt, Berlin und Brüssel ausgehandelt worden ist. Platzt der Staatseinstieg ins Grundkapital, ist auch das übrige Rettungspaket aus stiller Beteiligung und KfW-Kredit erst einmal hinfällig. Unterdessen gelang der Lufthansa eine Einigung über ein weitreichendes Sparkpaket mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo.

Unmittelbar vor der Hauptversammlung signalisierte Großaktionär Heinz Hermann Thiele Zustimmung zu dem milliardenschweren Rettungspaket für die Fluggesellschaft. Damit stünde dem damit verbundenen Einstieg des Staates bei der Lufthansa nichts mehr im Wege. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitierte Thiele mit den Worten: "Ich werde für die Beschlussvorlage stimmen." Er stimme gegen die Insolvenz, denn: "Es liegt im Interesse aller Lufthansa-Mitarbeiter, dass das Management zügige Verhandlungen mit den Gewerkschaften über die nötige Restrukturierung führen kann."

Update, 10.50 Uhr - Lockerungen im Freibad Burghausen und am Wöhrsee

Im Freibad Burghausen werden - entsprechend der aktuell gültigen Infektionsschutzverordnung - die innenliegenden Umkleidebereiche und Duschen wieder geöffnet - selbstverständlich unter Einhaltung aller Abstandsregeln. Es herrscht Maskenpflicht in der Umkleide, aber nicht in der Dusche. Außerdem wurde das Alter für die Aufsichtspflicht von 14 auf zwölf Jahre gesenkt.

Außerdem wurde die Fläche, die pro Person im Bad zur Verfügung stehen muss, halbiert. Damit können am Nachmittag von 13.30 Uhr bis 18 Uhr nun statt bisher 600 Badegäste 1.000 Badegäste ins Freibad eingelassen werden. Wobei bisher wohl auch aufgrund des Wetters kein Badegast in diesem Zeitfenster abgewiesen werden musste. Am Wöhrsee dürfen ab sofort im freien Verkauf statt 500 nun 750 Tagesgäste eingelassen werden. Außerdem werden auch am Wöhrsee die beiden Warmduschen im Innenbereich sowie der Raum mit den 1-Euro-Spinden wieder geöffnet.

Die Sauna öffnet voraussichtlich im September 2020. Aufgrund der aktuellen Verordnung dürfen einige Teilbereiche wie z.B. das Dampfbad oder die Infrarotkabine nicht öffnen, wie die Stadt Burghausen nun mitteilte.

Update, 10.11 Uhr - RKI legt neueste Fallzahlen vor

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auch am Donnerstagvormittag wieder die neuesten Fallzahlen vorgelegt (Stand: 25. Juni, 0 Uhr). Demnach gab es in Deutschland 630 neue Coronafälle im Vergleich zum Vortag. 8927 Menschen sind bundesweit an den Folgen einer Corona-Infektion bislang gestorben. Der Freistaat Bayern ist weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland.

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle in letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

35.446

+37

184

1,7

1.827

Bayern

48.122

+127

250

1,9

2.583

Berlin

8.021

+46

465

12,4

212

Branden­burg

3.428

+15

53

2,1

165

Bremen

1.653

0

34

5,0

49

Hamburg

5.175

0

21

1,1

259

Hessen

10.666

+21

197

3,1

505

M.-Vor­pommern

796

+2

4

0,2

20

Nieder­sachsen

13.378

+51

291

3,6

623

Nord­rhein-West­falen

41.992

+314

1.715

9,6

1.669

Rhein­land-Pfalz

6.940

+16

56

1,4

235

Saarland

2.801

0

6

0,6

169

Sachsen

5.438

+2

50

1,2

223

Sachsen-Anhalt

1.858

+2

50

2,3

58

Schles­wig-Holstein

3.140

+3

18

0,6

152

Thüringen

3.225

-6

26

1,2

178

Gesamt

192.079

+630

3.420

4,1

8.927

Update, 8.25 Uhr - Österreich erlaubt wieder Prostitution

Österreich hat am Mittwoch weitere massive Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen verkündet. Darunter fällt auch: Ab 1. Juli ist Prostitution in der Alpenrepublik demnach wieder erlaubt! Jener Paragraph in den Covid-19-Lockerungsverordnung, der den Betrieb von Bordellen und Laufhäusern in der Krise bislang untersagte, wird mit Ablauf des 30. Juni vollständig gestrichen. Das berichtet die Österreichische Presseagentur (APA) unter Berufung auf das zuständige Gesundheitsministerium in Wien. 

Der Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die rund 8000 Sex-Arbeiterinnen in eine regelrechte Existenzkrise versetzt. "Wir begrüßen es, dass Sexarbeit wieder erlaubt wird. Einige Frauen haben bereits Termine mit Kunden ausgemacht", sagte Eva van Rahden, Leiterin der Beratungsstelle für Sexarbeiter "Sophie" der Volkshilfe Wien.

Update, 7.18 Uhr - RKI meldet 630 neue Coronafälle

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut (RKI) nun 630 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.079 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen meldete (Stand: 25. Juni, 0 Uhr). 8927 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 13 im Vergleich zum Vortag. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,72 (Stand: 24. Juni; Vortag: 2,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert auf 1,17 (Stand: 24. Juni; Vortag: 1,67). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Kunden kehren allmählich in Städte zurück

Trotz Corona und Maskenpflicht kehren die Kunden allmählich in die Innenstädte zurück. Das zeigen Frequenzmessungen in den Fußgängerzonen, aber auch Umfragen unter Einzelhändlern. "Es geht langsam wieder aufwärts", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil (BTE), Rolf Pangels, jetzt (News-Ticker Mittwoch, 24. Juni) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. "Es gibt mittlerweile einige Städte, in denen die Besucherfrequenzen in den Einkaufsstraßen das Vorkrisenniveau wieder erreicht oder fast erreicht haben", berichtete Hystreet-Geschäftsführer Julian Aengenvoort. Nach wie vor mit deutlichen Einbußen bei den Kundenzahlen zurecht kommen müssten dagegen Shopping-Meilen, in denen vor der Krise Touristen oder Kunden aus dem benachbarten Ausland eine große Rolle gespielt hätten, berichtete Aengenvoort.

Allerdings dürfe die Belebung in den Fußgängerzonen noch nicht mit einer Rückkehr der alten Kauflust gleichgesetzt werden, mahnte BTE-Hauptgeschäftsführer Pangels: "Die Maskenpflicht schreckt viele Leute noch immer ab." Auch wenn die Straßen wieder voller seien, seien in den Länden nach wie vor 20 bis 25 Prozent weniger Kunden zu finden. Anzüge hingen nach wie vor wie Blei in den Regalen. Besser laufe es bei Sommerware. "Aber nach unserer Wahrnehmung kaufen die Leute immer noch nur das Nötigste, um schnell wieder aus den Läden rauszukommen", meint er.

Eine Umfrage des Branchen-Fachblatts "Textilwirtschaft" unter stationären Händlern ergab, dass die Umsätze in der vergangenen Woche im Durchschnitt noch acht Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Dennoch betonte die Zeitung: "Es ist das beste Wochenergebnis seit dem Ende des Lockdowns." In der Woche zuvor hatte das Minus noch bei 12 Prozent gelegen, noch eine Woche früher sogar bei 36 Prozent. Bei einer aktuellen Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH gab rund die Hälfte der befragten Konsumenten an, sie würden ohne Maskenpflicht häufiger in die Geschäfte gehen und dort auch mehr stöbern.

mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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