News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Warn-App: So könnt Ihr überprüfen, ob alles funktioniert

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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sechs Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Rosenheim 2844, Traunstein 1314, Berchtesgadener Land 349, Mühldorf 511, Altötting 605
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 8, Berchtesgadener Land 22, Mühldorf 10, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9111 Todesopfer in Deutschland (2617 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 21.57 Uhr - So überprüft Ihr, ob die App funktioniert

Die Corona-Warn-App soll die Menschen vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus warnen - eigentlich. Denn seit Wochen funktioniert die App auf iPhones nur fehlerhaft. Sie informiert Nutzer zum Teil über Wochen nicht, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten. Auch bei Android gab es zuvor Probleme.


Um herauszufinden, wie gut die Kontaktüberprüfung bei eurem Apple- oder Android-Gerät funktioniert, sind folgende Schritte in den Einstellungen (nicht in der App) nötig:

  • iOS: Einstellungen -> Datenschutz -> Health -> COVID-19-Begegnungsaufzeichnungen -> Begegnungsüberprüfungen 
  • Android: Einstellungen -> Google -> COVID19-Benachrichtigungen an.

Update, 19.11 Uhr - Lindner: Risiko-Rückkehrer sollen Corona-Tests selbst zahlen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat für Rückkehrer aus Risiko-Urlaubsgebieten eine Corona-Testpflicht verlangt - und die Kosten sollten die Reisenden selbst tragen.

"Verbindliche Tests für Menschen an Flughäfen dürfen kein Tabu sein", sagte Lindner im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Und: "Wer sich in ein Risikogebiet freiwillig begibt als Tourist, der wird damit in Kauf nehmen müssen, dass er für diesen Test auch bezahlt." Dies sei für ihn "eine Frage der Eigenverantwortung".

Der FDP-Chef forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, im Eiltempo eine Strategie für den Umgang mit Urlaubsrückkehrern zu entwickeln. Nötig sei eine nationale Teststrategie. "Die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen einer zweiten Infektionswelle wären nicht verantwortbar." 

Das Risiko einer solchen zweiten Welle bestehe - vor allem auch durch den Sommerreiseverkehr. "Wir können nicht bei jedem voraussetzen, dass sie oder er die Hygiene- und Abstandsregeln, an die wir uns in Deutschland gewöhnt haben, auch tatsächlich befolgt hat."

dpa

Update, 17.22 Uhr - Massentests nach Corona-Ausbruch im Touristenort St. Wolfgang

Mit Hunderten von Tests haben Behörden auf einen Corona-Ausbruch im beliebten oberösterreichischen Touristenort St. Wolfgang reagiert.

Die Zahl der bestätigten Fälle stieg vorerst auf mindestens 44 an, wie die Landesbehörden in Linz mitteilten, doch die Auswertung ging am Sonntag weiter. Demnach sind viele der Infizierten junge Praktikanten in Tourismusbetrieben, doch auch ein Feriengast wurde positiv getestet.

Einwohner, Gäste und Tourismusmitarbeiter wurden gebeten, am Samstagabend in ihren Unterkünften zu bleiben. Die Sperrstunde wurde mit 23 Uhr festgelegt. "Es gibt dort und da Absagen und Stornierungen" von Buchungen, sagte der Chef des Tourismusverbandes Wolfgangsee, Hans Wieser, der dpa. Auch seien vereinzelt Gäste vorzeitig abgereist. St. Wolfgang ist der wichtigste Touristenort Oberösterreichs, mit mehr als 400.000 Übernachtungen im vorigen Jahr. In einer normalen Saison sind rund ein Drittel der Gäste Deutsche.

dpa

Update, 15.48 Uhr - Huml startet neue Corona-Testoffensive bei Erntehelfern

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml eine neue Testoffensive in landwirtschaftlichen Großbetrieben gestartet. Huml betonte am Sonntag in Dingolfing: „Ziel des neuen Untersuchungsprogramms ist es, größeren Ausbruchsgeschehen wie aktuell in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming vorzubeugen. Zugleich soll der Gesundheitsschutz der Beschäftigten gestärkt werden. Weiterhin hat der Schutz der Bevölkerung vor einer Corona-Infektion für uns oberste Priorität.“

Huml fügte hinzu: „Ein Schwerpunkt unserer Reihentests liegt natürlich auf dem betroffenen Landkreis Dingolfing-Landau und den anliegenden Landkreisen sowie der Umgebung von Mamming, um weitere Infektionsketten unverzüglich auszuschließen. Wir werden die Tests so bald wie möglich sukzessive ausweiten, die ersten wurden heute schon genommen. Die Proben werden am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und in beauftragten Privatlaboratorien untersucht.“

Die Ministerin erläuterte: „Wir testen deshalb so umfangreich, weil wir die Infektionsketten möglichst schnell unterbrechen wollen. Ziel ist es, die Ausbreitung lokal zu begrenzen, um möglichst weitere einschränkende Maßnahmen für die Bevölkerung zu vermeiden.“

Huml verwies auf die umfangreichen Reihentestungen bei Schlachthöfen, die in den vergangenen Wochen stattgefunden haben. Huml betonte: „Wir wissen jetzt, dass die Reihentestungen ein richtiger Schritt waren. Damit gab es die Möglichkeit, unerkannte erkrankte Personen zu entdecken und damit die Entstehung von Infektionsketten zu verhindern.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Der Ausbau der Testkapazitäten ist von entscheidender Bedeutung für eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie. Wir haben die Testungen auf SARS-CoV-2 in Bayern schon massiv ausgeweitet. Ein Eckpunkt unseres bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine mögliche Corona-Infektion getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben.“

Huml ergänzte: „Alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns haben schon jetzt die Möglichkeit, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Wichtig ist: Symptomatische Verdachtsfälle auf eine COVID-19-Erkrankung sollen wie bisher prioritär getestet werden.“

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 12.50 Uhr - 1.500 Menschen feiern am Münchner Gärtnerplatz

In der Nacht von Samstag, 25. Juli, auf Sonntag, 26. Juli, kam es zu größeren Polizeieinsätzen wegen Ruhestörungen aufgrund feiernder Personen. Gegen Mitternacht wurde von Anwohnern und Passanten mitgeteilt, dass am Gärtnerplatz eine große Party stattfinden soll. Es wurde sich über grölende Menschen, laute Musik und nicht eingehaltene Mindestabstände beschwert. 

Daraufhin fuhren über zehn Streifen der Münchner Polizei zum Gärtnerplatz und stellten dort rund 1.500 feiernde Personen fest. Diese wurden gezielt durch die Beamten angesprochen, woraufhin die meisten den Platz freiwillig verließen. Den Verbliebenen wurde ein Platzverweis erteilt. Gleiches wurde gegen 3 Uhr im Bereich des Herzog-Wilhelm-Park über den Notruf der Polizei mitgeteilt. Auch dort konnten rund 150 Personen angetroffen werden. Sie wurden ebenfalls durch die Beamten angesprochen, sodass sich die Personen ohne größere Diskussionen entfernten.

Pressemeldung Polizei München

Update, 12 Uhr - Corona-Tests jetzt auch am Nürnberger Flughafen

Reiserückkehrer können sich nun auch am Nürnberger Flughafen kostenlos auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Eine entsprechende Teststation ist dort noch am späten Samstagabend in Betrieb gegangen. Dies hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Sonntag mitgeteilt. Huml betonte: „Der Schutz vor Infektionen durch Reiserückkehrer ist wichtig. Ich freue mich, dass damit Einreisende auch am zweitgrößten bayerischen Flughafen rasch Gewissheit darüber bekommen können, ob sie sich infiziert haben.“

Zuvor war am Samstag schon am Flughafen München mit Unterstützung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein kostenloses Testangebot für Reiserückkehrer gestartet worden. Nach Angaben des LGL haben sich dort allein am Samstagabend innerhalb weniger Stunden mehr als 120 Personen testen lassen.

Die Testungen für Reiserückkehrer werden am kommenden Dienstag auch Thema im bayerischen Kabinett sein, dann auch für den drittgrößten Flughafen in Memmingen.

Bayern setzt damit einen Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vom Freitag um, ein Testangebot für Reiserückkehrer an den Flughäfen zu schaffen. Die Kosten sollen von der gesetzlichen Krankenversicherung und den Ländern übernommen werden.

Die Tests werden täglich angeboten, solange der Flugbetrieb läuft. Sie richten sich an alle Reiserückkehrer. Personen, die aus Risikogebieten kommen, können sich ebenfalls testen lassen. Wer aus einem Risikogebiet in den Freistaat Bayern einreist, ist generell verpflichtet, sich bei seinem Gesundheitsamt zu melden und sich unverzüglich für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne zu begeben, solang er keinen negativen Corona-Test vorlegen kann.

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 26. Juli, 9 Uhr - Zahlreiche Infizierte in österreichischem Urlaubsort

Im oberösterreichischen St. Wolfgang wurden mindestens 44 neue Corona-Fälle festgestellt, fast alle davon arbeiten in der Gastronomie und im Tourismus. Auch einige Urlauber seien unter den Erkrankten, berichtet welt.de. Wo genau sie sich angesteckt haben, lässt sich nicht sagen. „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob die Ansteckung in den Quartieren, wo sie wohnen, schlafen und auch gemeinsam essen, stattgefunden hat, oder in bestimmten Lokalen passiert ist", so Alois Lanz, Bezirkshauptmann der Gemeinde. Einige Infizierte seien auch in Nachtlokalen unterwegs gewesen. Diese wurden nun übers Wochenende geschlossen. 

Samstagabend ordnete die Behörde nun eine Sperrstunde von 23 Uhr an. 

Update, 22.33 Uhr - 174 Erntehelfer in Niederbayern positiv auf Corona getestet

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Nach der Reihentestung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Gemeinde Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) liegen nun die Ergebnisse vor: Laut Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind neben den bereits bekannten sieben Fällen 167 weitere Erntehelfer Träger des Virus.

Der gesamte Betrieb steht unter Quarantäne. Das bedeutet, dass momentan auch die negativ getesteten Kontaktpersonen – also alle 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Betriebsleitung – das Betriebsgelände nicht verlassen dürfen. „Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen wir zum Schutz der Bevölkerung leider diesen Schritt gehen“, erklärte Landrat Werner Bumeder am Samstagabend. Es wurde umgehend angeordnet, die infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Nicht-Infizierten zu trennen. Ein Sicherheitsdienst überwacht die strikte Einhaltung der Quarantäne.

Alle Maßnahmen wurden und werden in enger Abstimmung mit der Regierung und dem zuständigen Ministerium umgesetzt. Landrat Werner Bumeder bat die Bevölkerung nach Vorliegen der Testergebnisse am Samstag erneut, Ruhe zu bewahren: „Nach unseren Informationen handelt es sich um einen in sich geschlossenen Personenkreis.

Pressemitteilung Landratsamt Dingolfing-Landau

Update, 20.31 Uhr - Neue Version der Corona-Warn-App behebt Probleme beim iPhone

Die Entwickler der deutschen Corona-Warn-App haben eine neue Version der Anwendung veröffentlicht, mit der die technischen Probleme auf dem iPhone von Apple beseitigt werden. Das teilten der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom am Abend mit.

Auf dem Apple-Betriebssystem iOS hatte die Warn-App zwar wie versprochen ständig anonyme Codes mit anderen Nutzern ausgetauscht, die Warnung vor gefährlichen Begegnungen erfolgte allerdings nicht im Hintergrund, sondern nur wenn die App aktiv geöffnet war.

Ähnliche Probleme tauchten bei bestimmten Android-Smartphones auf. Ursache war ein vom Android-Standard abweichender Energiesparmodus, der bei einigen Geräten die Hintergrundaktualisierung stark eingeschränkt oder sogar deaktiviert haben könnte.

Das Apple-Betriebssystem iOS auf dem iPhone führte nach Darstellung der beiden Unternehmen die Hintergrundaktualisierung nicht immer regelmäßig durch. Das Entwicklerteam habe am Samstag einen Weg gefunden, die betriebssystembedingten Einschränkungen zu umgehen, bis Apple das Systemproblem selbst gelöst habe, heißt es in der Mitteilung. Dazu müssen die Anwender ein Update auf die Version 1.1.2. vornehmen. Für die vollständige Aktivierung des Updates müssten die Anwender dann die App einmal aufrufen. "Dies gilt auch dann, wenn ein Smartphone über längere Zeit ausgeschaltet war." Für Android-Anwender steht schon seit einigen Tagen ein Update der Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts bereit.

Nach den technischen Problemen bei der Corona-Warn-App war die Kritik an der Bundesregierung lauter geworden. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte am Samstag Aufklärung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die App sei ein wichtiger Baustein, um das Coronavirus in Schach zu halten, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. "Jetzt soll auf immer mehr Smartphones die Kontaktüberprüfung nur lückenhaft funktionieren. Das beunruhigt die über 15 Millionen Nutzer."

Die Corona-Warn-App soll helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Außerdem kann sie dazu beitragen, dass Menschen nach einem Coronavirus-Test möglichst schnell ihr Testergebnis digital erhalten und über die App anonym mögliche Kontaktpersonen warnen können, wenn diese auch die App installiert haben. Mittlerweile wurde die App 16,2 Millionen Mal heruntergeladen.

dpa

Update, 19.36 Uhr - 781 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 781 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 204.964 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Morgen meldete (Datenstand 25.7., 0 Uhr).

In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9118 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von Sieben im Vergleich zum Vortag. Bis Samstagmorgen hatten 189.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 25.7., 0 Uhr, in Deutschland bei 1,24 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 25.7., 0 Uhr, bei 1,25 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

dpa

Update, 18.02 Uhr - Corona-Neuinfektionen: WHO meldet neuen Rekord

Noch nie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen gemeldet worden wie am Freitag. Insgesamt waren es 284.196 Fälle, wie die WHO am Freitagabend mitteilte.

Mit Abstand die meisten Infektionen verzeichneten die USA mit knapp 70.000 neuen Fällen und Brasilien mit fast 68.000. In Indien waren es fast 50.000, in Südafrika 13.000.

Weltweit waren der WHO zufolge seit dem Beginn der Epidemie Ende des vergangenen Jahres bis Freitag 15,3 Millionen Infektionen gemeldet worden. Knapp 630.000 Menschen starben nachweislich mit einer Coronavirus-Infektion.

dpa

Update, 16.51 Uhr - Bolsonaro negativ auf Coronavirus getestet

rasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat seine Infektion mit dem Coronavirus eigenen Angaben zufolge überwunden. Ein neuer Corona-Test sei negativ ausgefallen, schrieb der Staatschef auf Twitter. Wann der Test gemacht wurde, war zunächst unklar.

Bolsonaro hatte vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Mehrere Tests in den vergangenen Wochen waren positiv ausgefallen.

Nach den Vereinigten Staaten ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas mehr als zwei Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Über 85.000 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur wenig getestet wird.

Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus mehrfach als "leichte Grippe" und lehnte Einschränkungen und Schutzmaßnahmen ab. Eigenen Angaben zufolge nahm er das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin ein, dessen Wirksamkeit gegen das Virus Sars-CoV-2 bislang nicht nachgewiesen ist.

dpa

Update, 15.27 Uhr - Ab sofort kostenlose Corona-Testmöglichkeit am Flughafen München

Reiserückkehrer können sich am Flughafen München ab sofort kostenlos auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Samstag hingewiesen. 

Huml betonte: „Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon am Flughafen testen zu lassen. Mit der kostenlosen Testmöglichkeit für Reiserückkehrer setzen wir in Bayern den gestrigen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz schon heute um. Denn klar ist: Der Schutz der Bevölkerung vor dem neuartigen Coronavirus hat für uns oberste Priorität.“

Die Ministerin hob hervor: „Schon bisher hatten Passagiere am Münchner Flughafen die Möglichkeit, sich kostenpflichtig auf eine mögliche Coronavirus-Infektion testen zu lassen. Entsprechende Tests hatte die Tochtergesellschaft des Flughafens, MediCare, im medizinischen Zentrum des Airports angeboten. Dieses Angebot wird nun kostenfrei vom Freistaat zur Verfügung gestellt.“

Huml ergänzte: „Testungen von Reiserückkehrern sind sinnvoll. In Bayern haben wir schon am 1. Juli die Möglichkeit geschaffen, dass jeder sich kostenlos beim Vertragsarzt testen lassen kann - auch ohne Symptome.“

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 10.45 Uhr - RKI warnt vor steigenden Zahlen

Der sächsische Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) ist davon überzeugt, dass die zweite Corona-Welle uns längst erreicht hat, erklärte er im Interview mit der Rheinischen Post. Auch das Robert-Koch-Institut ist besorgt wegen der ansteigenden Fallzahlen. Denn die Neuinfektionen sind im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich gestiegen.   „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden“, betonte ein Sprecher des RKI am Freitag. 

Update, 9.45 Uhr - Freiwillige Tests für Urlaubs-Rückkehrer

Bund und Länder wollen bald kostenfreie Corona-Tests auf freiwilliger Basis an Flughäfen anbieten. Die Kosten dafür sollen die Krankenkassen, Bund und Länder übernehmen. Möglichst vielen Reisenden soll so der Test ermöglicht werden.

Update, 25. Juli, 8 Uhr - Panne von Corona-App größer als vermutet

Dass die Corona-Warn-App für Android-Nutzer nicht wie angekündigt funktionierte und wochenlang keine Warnung gab, wenn die App im Hintergrund lief, ist seit einigen Tagen bekannt. Nun berichtet die Tagesschau, dass die Panne bei der App weitreichender sei, als bislang angenommen. Auch iPhones sollen betroffen sein. Demnach funktionierte die Kontaktüberprüfung nur lückenhaft, iPhone-Nutzer wurden wochenlang nicht informiert, wenn sie Kontakt zu einem Infizierten hatten. 

Grund soll auch hier die Hintergrundaktualisierung sein. Die App gibt bei betroffenen Usern keine aktive Warnung indem sie eine Nachricht schickt, wenn die App im Hintergrund läuft.

Update, 20.12 Uhr - Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit sieben aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,95.

Seit der letzten Pressemitteilung ist beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1314 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1219 Personen (eine mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Update, 19.17 Uhr - Corona-Zahlen aus dem Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 23. Juli keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 24.07.2020, 14 Uhr).

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 511 bestätigte Fälle vor. Davon sind insgesamt 477 Personen wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die Zahl der aktiven Fälle liegt bei 7, davon wird keine Person stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 2,6.

Pressestelle Landratsamt Mühldorf a. Inn

Update, 18.12 Uhr - RKI: Entwicklung der Infektionszahlen "sehr beunruhigend"

815 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das Robert Koch-Institut warnt vor einer weiteren Verschärfung der Situation und appelliert an die gesamte Bevölkerung sicher weiterhin zu engagieren.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich besorgt über den Anstieg der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle in den vergangenen Tagen gezeigt.

"Diese Entwicklung ist sehr beunruhigend und wird vom RKI weiter sehr genau beobachtet", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden." Am Freitag habe die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle mit 815 deutlich höher als in den Vorwochen gelegen. "Zuvor lag die Zahl bei um die 500 übermittelten Fällen pro Tag, zeitweise auch deutlich darunter", so die Sprecherin.

Eine Verschärfung der Lage könne nur verhindert werden, wenn sich die gesamte Bevölkerung weiterhin engagiere. Das RKI appellierte, zum Beispiel die Abstands- und Hygieneregeln konsequent einzuhalten - auch im Freien. Innenräume sollten gelüftet werden und wo es geboten sei, solle man eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt tragen.

Wie das RKI erklärte, ist der Zuwachs in vielen Bundesländern zu beobachten. Mehr als 60 Prozent der neuen Fälle seien jedoch auf Anstiege in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zurückzuführen. Bundesweit gebe es viele kleinere "Geschehen" in verschiedenen Landkreisen: So hätten sich Menschen bei größeren Feiern im Familien- und im Freundeskreis, bei Freizeitaktivitäten, an Arbeitsplätzen, aber auch in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen angesteckt. Hinzu kämen zunehmende Fälle unter Reiserückkehrern, hieß es.

dpa

Update, 16.45 Uhr - Nach Corona-App-Panne: Parteien fordern Aufklärung

Nach Bekanntwerden von Problemen im Zusammenhang mit einer Funktion der Corona-Warn-App steht die Kommunikation des Gesundheitsministeriums in der Kritik.

"Es ist schon grob fahrlässig, dass das Gesundheitsministerium offenbar verschwiegen hat, dass die Warnung bei verschiedenen Geräten längere Zeit nicht erfolgte", sagte Frank Sitta, der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Der digitalpolitische Sprecher der SPD, Jens Zimmermann, forderte im "Handelsblatt" schnelle Aufklärung durch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Das Gesundheitsministerium hatte dazu erklärt, das Problem sei seit längerem bekannt und auch Thema in den Fragen-und-Antworten (FAQ) der App. Der SPD geht das aber nicht weit genug. "Es ist mehr als ärgerlich, dass die zuständigen Fachpolitiker von dieser Sache aus den Medien erfahren. Ich hätte mir eine offene Kommunikation durch das Gesundheitsministerium gewünscht", kritisierte Zimmermann.

Update, 15.20 Uhr - Mehr Corona-Tests für Reiserückkehrer gefordert

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen mehr Corona-Tests für Reiserückkehrer. Das betrifft Reisende etwa aus den europäischen Urlaubszielen, aber auch aus sogenannten Risikogebieten, wie die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD), am Freitag nach einer Schaltkonferenz mitteilte. 

Für Menschen, die aus Staaten mit hohem Infektionsrisiko nach Deutschland zurückkommen, sollen demnach an den Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Wer keinen negativen Test habe, müsse in häusliche Quarantäne, so Kalayci. 

"Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen", erklärte sie weiter. "Allerdings nicht in den Flughäfen." Für alle Reiserückkehrer seien die Tests kostenlos.

dpa

Update, 13.54 Uhr - Rückschlag für Aida: Corona-Ausbruch bei Crew-Mitgliedern

Kurz vor den geplanten Testfahrten sind an Bord von zwei Kreuzfahrtsschiffen der Reederei Aida Cruises insgesamt 10 von 750 Crew-Mitgliedern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichtet die "Ostsee Zeitung". Die Hansestadt Rostock habe bereits eine Quarantäne für beide Schiffe verhängt.

Erst am Mittwoch hatte Aida die 750 Crew-Mitglieder aus den Philippinen und Indonesien einfliegen lassen. Sie sollten auf insgesamt drei Kreuzfahrtschiffen zum Einsatz kommen. Vor Abflug seien alle Crew-Mitglieder negativ getestet worden. An Bord der Schiffe seien sie dann erneut getestet worden. Das Ergebnis: 10 positive Tests.

Die erste der drei Kreuzfahrten sollten laut "Ostsee Zeitung" ursprünglich am 12. August starten. Ob es dabei bleibt, ist unklar. Die Testfahrten verschieben sich laut Bericht bis auf Weiteres.

Update, 13.03 Uhr - 15 Erntehelfer im Landkreis Altötting positiv getestet

Am Montag sind 58 Erntehelfer aus Rumänien nach Garching angereist. Bei einer vorsorglichen Testung am Montag durch das Gesundheitsamt wurde bei einem Erntehelfer SARS-CoV-2 nachgewiesen und dieser abgesondert, berichtet das Altöttinger Landratsamt auf ihrer Homepage. Bei der Untersuchung der 57 Kontaktpersonen dieses Indexfalls am Mittwoch waren, wie das LGL heute informiert, 15 positiv.

Die Erntehelfer mit Nachweis von SARS-CoV-2 werden isoliert, deren Kontaktpersonen abgesondert. Eine erneute Abstrichunersuchung aller Kontaktpersonen findet laut Altöttinger Landratsamt zeitnah statt.

Update, 12.51 Uhr - Wieder zwei neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern zwei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt: Eine Person kehrte aus einem Risikogebiet zurück, begab sich anschließend vorbildlich und umgehend in häusliche Quarantäne und kontaktierte sofort das Gesundheitsamt. Der abgenommene Abstrich fiel in der Folge positiv aus. 

Eine weitere Person wurde symptomfrei bei einer Routine-Testung Corona-positiv getestet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 349 (Meldestand: 24.07.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 11,3.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen, wie z. B. eine häusliche Quarantäne, ein. Aktuell befinden sich 122 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (38 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 925 unmittelbare Kontaktpersonen sind nunmehr seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (11 mehr im Vergleich zur gestrigen Meldung).

Update, 12.04 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Rosenheim

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 16.07.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt acht neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2844 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2313, Stadt: 531). Mittlerweile wurde bei mindestens 2607 Personen eine Genesung dokumentiert. 

222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 151 Verstorbene waren über 80 Jahre alt.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 24.07.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 6,32, für den Landkreis Rosenheim bei 1,53.

Die aktuellen Zahlen aus den einzelnen Gemeinden findet Ihr hier.

Update, 11.26 Uhr - Studie: Coronaviren bei Tönnies kamen von Westfleisch

Die massive Infektionswelle im Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück ist offenbar durch Kontakte von Mitarbeitern des Tönnies-Konzerns zu infizierten Mitarbeitern des Konkurrenten Westfleisch ausgelöst worden. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie, die das Heinrich-Pette-Institut (Leibniz-Institut) für Experimentelle Virologie (Hamburg), das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) zu dem Ausbruchsgeschehen vorgelegt haben. Das berichtet die in Bielefeld erscheinende Neue Westfälische (Bielefeld) in ihrer morgigen Ausgabe.

Alle bei der Untersuchung bei Tönnies positiv getesteten Personen waren der Studie zufolge mit Viren infiziert, die eine Kombination von acht Mutationen aufwiesen, "die zuvor noch nicht beobachtet worden war", so die Wissenschaftler. Dem Vernehmen nach konnte aber festgestellt werden, dass die gleichen Viren auch bei Infizierten im Westfleisch-Schlachthof in Dissen zu finden waren. Zwischen Mitarbeitern beider Unternehmen gab es offenbar Kontakte: "Aufgrund der zeitlichen Abfolge ist davon auszugehen, dass die Infektionskette von den Westfleisch- zu den Tönnies-Mitarbeitern verlief", erklärte Helmholtz-Forschungsleiter Adam Grundhoff gegenüber der Neuen Westfälischen.

Update, 10.03 Uhr - Forscher finden möglichen Corona-Superspreader bei Tönnies

Im Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gibt es unter den Beschäftigten offenbar eine neue Welle an Infektionen mit dem Coronavirus. Das bestätigte eine Sprecherin des Kreises Gütersloh. "Es gibt 30 Personen aus dem Arbeitsumfeld der Firma Tönnies, die ein positives Testergebnis haben", sagt die Sprecherin dem "Spiegel". Die betroffenen Arbeiter seien in den vergangenen Tagen im Werk tätig gewesen. Heute um 11 Uhr soll der Krisenstab des Kreises deswegen zusammenkommen.

In der Zwischenzeit haben Forscher herausgefunden, dass das Coronavirus im Mai offenbar von einem einzigen Tönnies-Mitarbeiter in der Rinderzerlegung in Rheda-Wiedenbrück im Umkreis von mehr als acht Metern auf mehrere Menschen übertragen worden war. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), der Uniklinik Hamburg-Eppendorf und des Leibniz-Instituts für Experimentelle Virologie (HPI), wie das HZI mitteilte.

"Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Bedingungen des Zerlegebetriebs – also die niedrige Temperatur, eine geringe Frischluftzufuhr und eine konstante Luftumwälzung durch die Klimaanlage in der Halle, zusammen mit anstrengender körperlicher Arbeit – die Aerosolübertragung von SARS-CoV-2-Partikeln über größere Entfernungen hinweg förderten", sagte Adam Grundhoff, Mitautor der Studie.

Update, 8.47 Uhr - 815 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 815 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 204.183 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen meldete (Datenstand 24.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9111 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 10 im Vergleich zum Vortag. Bis Freitagmorgen hatten 189.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 23.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 23.7., 0.00 Uhr, bei 1,05 (Vortag: 1,01). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update, 7.35 Uhr - Ab heute wieder Maskenpflicht in Österreich

Als Reaktion auf steigende Corona-Infektionszahlen weitet Österreich die Maskenpflicht wieder aus. In Supermärkten, Bank- und Postfilialen müsse von Freitag an wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag in Wien.

Die Maskenpflicht gilt nicht nur wie von der Regierung bereits angekündigt im Lebensmittelhandel, bei Bank- und Postbesuchen, sondern auch für Besucher von Gesundheitseinrichtungen: In Pflegeheimen, Krankenanstalten und Kuranstalten müssen diese künftig einen Nasen-Mund-Schutz tragen. Auch Tankstellenshops sind davon betroffen. Weiterhin gilt dies auch für Apotheken. Ebenso aufrecht bleibt die Bestimmung, wonach in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken getragen werden müssen.

Die Verpflichtung gilt s owohl für die Kunden wie auch die Betreiber und Mitarbeiter der genannten Einrichtungen - "sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet".

Update, 6.18 Uhr -  Costa Rica wieder für deutsche Urlauber offen

Costa Rica will ab dem 1. August wieder Touristen aus der Europäischen Union einreisen lassen. Als erste Besucher würden Passagiere von Flügen aus Frankfurt und Madrid am Flughafen der Hauptstadt San José begrüßt, teilte das Präsidialamt des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag (Ortszeit) mit. Voraussetzung für die Einreise ist demnach ein negativer Coronavirus-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Ab dem 1. August sollen auch Surfen und andere Freiluftaktivitäten wieder möglich sein. In diesem ersten Schritt der sukzessiven Wiedereröffnung des Tourismus werde es zunächst weniger als ein Prozent des vor der Corona-Krise üblichen Volumens internationaler Flüge geben, hieß es. In den nächsten Monaten würden auch Einreisen aus Großbritannien und Kanada erlaubt. Die weiteren Schritte hingen von der Entwicklung der Pandemie in Costa Rica wie auf der Welt ab.

Update, 20.34 Uhr - Corona-Warn-App wochenlang nicht funktionsfähig?

Die oft gelobte Corona-Warn-App funktionierte nach einem Bericht der Bild offenbar über Wochen nicht richtig. Auslöser für die Fehlfunktion war der Stromsparmodus der Android-App. Solange die App nicht geöffnet war, wurden die Daten nicht aktualisiert. Dieser Fehler soll laut Gesundheitsminister Jens Spahn mit der Version 1.1.1 behoben worden sein.

Ein Sprecher der Entwickler-Firma SAP bestätigte gegenüber der Bild:  „Es gab in der Tat ein Problem mit früheren Versionen der Corona-Warn-App in Sachen Hintergrundaktualisierung auf Android-Geräten.“

Update, 19.38 Uhr - Studie: Hunde können Corona-Infektion erschnüffeln

Besonders geschulte Hunde können einer Studie zufolge Corona-Infektionen recht zuverlässig erschnüffeln - und brauchen dafür nach Angaben der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover nur recht wenig Vorbereitung.

"Die Hunde mussten lediglich eine Woche trainiert werden, um zwischen Proben von Sars-CoV-2-infizierten Patienten und nicht infizierten Kontrollen zu unterscheiden", teilte die Stiftung heute mit. "Die Methode könnte in öffentlichen Bereichen wie Flughäfen, bei Sportveranstaltungen, an Grenzen oder anderen Massenveranstaltungen als Ergänzung zu Laboruntersuchungen eingesetzt werden, um eine weitere Verbreitung des Virus oder Ausbrüche zu verhindern", hieß es weiter.

Das Team um Holger Andreas Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, zu dem unter anderem Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zählten, testete acht spezialisierte Spürhunde der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr in Ulmen in Rheinland-Pfalz.

Nach dem einwöchigen Training konnten die Hunde unter 1012 Proben von Speichel oder Atemwegssekret 94 Prozent korrekt identifizieren, wie das Team im Fachblatt "BMC Infectious Diseases" berichtet. Die Proben waren per Zufallsprinzip verteilt, und weder Hundeführer noch Forscher wussten, welche davon Corona-infiziert und welche Corona-frei waren. Die Hunde erkannten 83 Prozent der positiven Proben und 96 Prozent der negativen Kontrollproben. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wollte die Dienststelle bei Ulmen in der Vulkaneifel morgen besuchen.

Update, 17 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit acht aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,95. Seit der letzten Pressemitteilung ist beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1.314 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1.218 Personen.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Update, 16.32 Uhr - Reihentestung von Security-Mitarbeitern in Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit Mittwoch keinen neuen bestätigten Corona-Fall. Im Zusammenhang mit den Corona-Fällen unter den Sicherheitsdienstmitarbeitern in der Anker-Dependance Waldkraiburg hatte das Gesundheitsamt weitere Tests von 61 Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes veranlasst. Alle 61 Abstriche waren allerdings negativ, wie das Landratsamt Mühldorf erklärt.

Update, 16 Uhr - Bayern überschreitet Marke von 50.000 Fällen

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern hat die Marke von 50.000 überschritten. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen vom Donnerstag waren bis dato 50.045 Menschen zwischen Main und Alpen positiv auf das neuartige Virus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Knapp die Hälfte der Fälle betrifft allein den Regierungsbezirk Oberbayern. 2616 Menschen sind den Daten zufolge bislang im Freistaat gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46.400 Patienten; diese Zahl beruht auf einer Schätzung.

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt bayernweit bei 3,73. Im Landkreis Hof ist sie mit 16,79 am höchsten. Hier hatte es mehrere Fälle in der Stadt Rehau gegeben. Mehrere Regionen wie Ansbach, Cham, Memmingen, Garmisch-Partenkirchen, Rhön-Grabfeld und Tirschenreuth verzeichnen den Angaben zufolge seit einer Woche sogar gar keine Neuinfektion mehr. 

Nicht nachgewiesene Fälle werden natürlich nicht erfasst. Als kritisch gilt ein Wert von 50 oder mehr Infektionen in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner einer kreisfreien Stadt oder eines Landkreises.

Update  14.45 Uhr - Zwei neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern zwei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt: Davon befand sich eine Person bereits als direkte Kontaktperson in Quarantäne, die andere Person wurde über die sogenannte „Corona-Warn-App“ als mögliche Kontaktperson alarmiert und anschließend symptomfrei Corona-positiv getestet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 347 (Meldestand: 23. Juli, 10 Uhr).Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 9,4.

Von den nunmehr insgesamt 347 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 300 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (1 mehr im Vergleich zur gestrigen Meldung). Aktuell befinden sich 22 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (lediglich einer mehr seit gestern, da eine Person wieder genesen ist).

Die aktuell insgesamt 347 bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land verteilen sich somit auf folgende Altersgruppen:

Altersgruppen

Männlich

Weiblich

Gesamt (Altersgruppen)

0-18 Jährige

21

11

32

19-65 Jährige

98

106

204

>65 Jährige

53

58

111

Gesamt (Geschlecht)

172

175

347

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen, wie z. B. eine häusliche Quarantäne, ein. Aktuell befinden sich 87 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (drei mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 914 unmittelbare Kontaktpersonen sind nunmehr seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (8 mehr im Vergleich zu gestern).

In den Kliniken im Berchtesgadener Land wird nur noch ein Covid-19-Patient stationär behandelt.

Hinweis: Dieser Patient hat jedoch seinen Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehört somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten 342 BGL-Corona-Fälle.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgaden

Update, 13.42 Uhr - Mindestens 184 Reiserückkehrer haben sich im Ausland mit Corona angesteckt

Seit Mitte Juni sind dem Sozialministerium 1259 Covid-19-Fälle gemeldet worden - mindestens 184 Menschen davon haben sich vermutlich im Ausland infiziert. Mit 59 Fällen seien die meisten auf eine mögliche Infektion in Serbien zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Behörde in Stuttgart am Donnerstag. 28 Fälle könnten mit dem Kosovo in Verbindung gebracht werden, 16 mit Bosnien und Herzegowina und 13 mit Kroatien. Insgesamt gab es rund 30 mögliche Infektionsländer. 

Das Auswärtige Amt hatte die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien seit dem 15. Juni aufgehoben. Zuvor hatte die "Bild" über die Zahlen berichtet.

Update, 13.06 Uhr - Corona-Krise: Gemeinden erhalten Ausgleich für wegbrechende Gewerbesteuer

Bayerns Gemeinden, Märkte und Städte erhalten vom Freistaat Bayern 2,398 Milliarden Euro als Ausgleich für aufgrund der Corona-Krise wegbrechende Gewerbesteuereinnahmen. Das ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs, das gestern mit Finanzminister Albert Füracker geführt wurde. Der Freistaat stellt aus dem Sonderfond Corona-Pandemie Landesmittel in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, der Bund steuert eine weitere Milliarde bei.

Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl: „Wir sind sehr zufrieden. Jetzt haben die Gemeinden die Sicherheit, dass die derzeit noch nicht endgültig absehbaren Einnahmeausfälle im Rahmen der Gewerbesteuer weitgehend kompensiert werden. Der Freistaat steht damit, zusammen mit dem Bund, an der Seite der bayerischen Kommunen. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, dass die Gemeinden, Märkte und Städte auch in schwierigen Zeiten ihre Handlungsfähigkeit erhalten, eine gewisse Planungssicherheit garantiert wird und die Kommunen in die Lage versetzt werden, in vielen Fällen ihre Investitionstätigkeit aufrecht zu erhalten.“ 

Die Gewerbesteuerausfälle sollen auf der Basis der Differenz zwischen dem Durchschnitt des Gewerbesteueraufkommens der Jahre 2017 bis 2019 und der Gewerbesteuereinnahmen des Jahres 2020 errechnet werden. Für Gemeinden, die besonders von Einnahmenausfällen aus dem Bereich der Kur- und Fremdenverkehrsbeiträge betroffen sind, soll durch Ausweitung des Systems der Bedarfszuweisungen eine Lösung gefunden werden.

Update, 12.12 Uhr - PK jetzt live: Söder präsentiert Ergebnisse des Schulgipfels

Die Staatsregierung hat heute am vorletzten Schultag zu einem "Schul-Digitalisierungsgipfel" eingeladen. Mit dabei waren neben den zuständigen Ministern und Ministerpräsident Söder auch Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände und der Vertreter von Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden.

Was dabei besprochen und erarbeitet wurde, erfahrt Ihr hier:

Update, 11.29 Uhr - Familie aus Cottbus im Mallorca-Urlaub mit Corona infiziert

Seit mehr als drei Monaten hatte es in Cottbus keine neuen Corona-Fälle gegeben - nun hat sich gleich eine vierköpfige Familie mit dem Virus infiziert. Wie die Stadt Cottbus am Mittwoch mitteilte, war das Ehepaar mit seinen zwei Töchtern am Sonntag von einem Aufenthalt auf der spanischen Insel Mallorca zurückgekehrt. Die Insel gilt aktuell nicht als Risikogebiet. Die Familie war demnach am Sonntag nach Nürnberg geflogen und dann mit dem Auto nach Cottbus gereist. Nach ihrer Rückkehr habe einer der Arbeitgeber einen routinemäßigen Test veranlasst, der positiv ausfiel.

Die gesamte Familie befinde sich derzeit in Quarantäne, ebenso die bereits ermittelten Kontaktpersonen, teilte die Stadt weiter mit. Die Familienmitglieder zeigten derzeit keine Symptome. Eine Rückverfolgung von weiteren Kontakten dauere an.

Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle in der zweitgrößten Stadt Brandenburgs auf 43 (Stand: 10 Uhr). Insgesamt befinden sich derzeit 33 Personen in Cottbus in häuslicher Quarantäne (Stand: 21.07.2020, 13 Uhr). Die Mehrzahl sind nach Angaben der Stadt Studenten, die aus ihren Heimatländern und -regionen zurückgekehrt sind, sowie andere Reiserückkehrer und einzelne Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten.

Update, 10.32 Uhr - IG Metall: 300.000 Arbeitsplätze stehen im Feuer

Die IG Metall erwartet einen heißen Herbst mit vielen Auseinandersetzungen um Jobs in Deutschland. "Es wird um viele Arbeitsplätze gehen", sagte Vorstandsmitglied und Hauptkassierer Jürgen Kerner am Mittwochabend in München. Alleine in den Branchen, für die die Gewerkschaft zuständig sei, stünden ungefähr 300.000 Jobs im Feuer. Der größte Bereich dabei seien die Automobilindustrie und deren Zulieferer, doch auch anderen Branchen seien betroffen.

Der erwarteten Jobabbau sei aber keineswegs nur eine Folge der Pandemie, betonte Kerner: "Ein Großteil der 300.000 ist Optimierung der Unternehmen unter dem Deckmantel Corona." Vieles davon habe schon vor der Pandemie in der Schublade gelegen. Jetzt sei es wichtig, von Anfang an eine klare Position einzunehmen. "Wenn die ersten Unternehmen damit durchkommen und sich optimieren, dann wird der Druck auf die anderen, die Beschäftigung halten, immer größer werden"

Zwar gebe es im Moment Unterauslastung bei den Unternehmen aber dafür sei die Kurzarbeit da, sagte Kerner. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, dass sie auf 24 Monate ausgeweitet wird. Es gebe dazu positive Signale aus der Politik.

Komme es zum Konflikt um die Arbeitsplätze, werde er "das Thema der Bundestagswahl sein", meint Kerner. Es brauche ein gesellschaftliches Zeichen, "dass diese 300.000 Arbeitsplätze nicht verschwinden". Sonst würden "die Rechten" profitieren. "Wenn Menschen Angst haben, den Arbeitsplatz zu verlieren, dann werden die einfachen Parolen - "Wir schützen den Diesel, wir schützen den deutschen Facharbeiter" - irgendwann greifen. Das, finde ich, darf man nicht zulassen."

Update, 9.44 Uhr - Kalifornien hat jetzt mehr Corona-Fälle als New York

Noch bis vor kurzem galt New York als der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat - nun hat Kalifornien den Ostküstenstaat überholt. Wie Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, stieg die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in dem Bundesstaat um einen Rekordwert von mehr als 12.800 auf insgesamt 413.576. Dies waren rund 4700 Infektionsfälle mehr als seit Beginn der Pandemie in New York gezählt wurden.

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, schnellte in Kalifornien in die Höhe. Nach Angaben von Newsom befanden sich am Montag insgesamt 7000 Corona-Patienten in stationärer Behandlung, mehr als 2000 lagen demnach auf der Intensivstation.

Bei den Todesfällen führt New York die US-Statistik dagegen weiter an: Mehr als 25.000 Menschen in dem Bundesstaat starben an den Folgen einer Corona-Infektion, in Kalifornien waren es 7870. Zwischen Dienstag und Mittwoch gab es in dem Westküstenstaat nach Behördenangaben 115 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Kalifornien ist der bevölkerungsreichste Bundesstaat in den USA und hat mit 40 Millionen Einwohnern fast doppelt so viele Einwohner wie New York. Gouverneur Newsom sagte am Mittwoch, der drastische Anstieg bei den Infektionsfällen sei vermutlich auf die Öffnung wesentlicher Teile der Wirtschaft zurückzuführen. Die vielen Neuinfektionen seien eine Erinnerung daran, welche "massiven Auswirkungen das Virus nach wie vor hat".

Update, 8.24 Uhr - 569 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 569 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 203.368 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 23.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9101 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten 189.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 22.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,89 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 22.7., 0.00 Uhr, bei 1,01 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update, 7.29 Uhr - Gerlach: Bei Digitalisierung nach Corona weiter Tempo machen

Die Corona-Krise hat der Digitalisierung in vielen Bereichen aus der Not heraus einen enormen Schub verpasst. Nun hat Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) eindringlich dazu aufgerufen, diesen Schub zu nutzen und weiter Tempo zu machen

"Wir müssen an den Entwicklungen dranbleiben und digitale Technologien weiter ausbauen", sagte Gerlach der Deutschen Presse-Agentur in München. Als Beispiel nannte die Ministerin die Schulen und die Verwaltung. "Es darf jetzt kein Zurück zum Vor-Krisen-Zustand geben."

Stadt Rehau wird zum Corona-Hotspot in Oberfranken

Neuer Corona-Hotspot in Oberfranken: Mit Massentests und geschlossenen Schulklassen will Rehau einen Corona-Ausbruch eindämmen. In der Kleinstadt im Landkreis Hof waren nach mehr als einem Monat ohne neue Infektionen innerhalb weniger Tage 15 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Der erste Covid-19-Fall sei ein Familienvater gewesen, sagte Landrat Oliver Bär (CSU) am Mittwoch. Bei zwei seiner Kinder sei das Virus ebenfalls nachgewiesen worden. Deshalb stehen auch zwei Schulklassen in Rehau unter Quarantäne.

"Bislang gibt es mit Ausnahme der Kinder des Familienvaters keine positiv Getesteten in der Schule", sagte Bär. Die beiden betroffenen Schüler hätten nach bisherigen Erkenntnissen keine weiteren Kinder angesteckt. Um eine Ausbreitung zu verhindern, können sich alle der knapp 10.000 Einwohner seit Mittwoch kostenlos an einer mobilen Teststation auf das neuartige Virus testen lassen. An drei Nachmittagen werden dort Abstriche gemacht. Zudem soll es Tests in den Seniorenheimen geben.

Bär betonte, dass über weitere Maßnahmen nach dem Vorliegen der Ergebnisse der Tests entschieden werde. Über einen lokalen Lockdown werde derzeit nicht nachgedacht. "Wir müssen das auch mit Augenmaß betreiben", sagte der Landrat. Zunächst müssten jetzt erst einmal die einzelnen Mosaiksteine der Infektionen zusammengesetzt werden.

Die Behörden versuchen nun zu klären, ob der Vater tatsächlich der erste Infizierte in Rehau war und wo er sich angesteckt hat. "Wir ermitteln die Ansteckungswege. Abschließende Aussagen lassen sich dazu noch nicht treffen", sagte Bär.

Der Erste Bürgermeister von Rehau, Michael Abraham, sagte, dass 12 der 15 Infizierten aus mehreren Großfamilien stammten. "Das Infektionsgeschehen ist eigentlich übersichtlich." Aber natürlich könne es sein, dass bei den Massentests jetzt weitere Infektionen festgestellt würden. Als Vorsichtsmaßnahme hat die Stadt ein Konzert auf dem Maxplatz abgesagt, das am Samstag geplant war.

Mit den 15 Fällen gilt der 95.000 Einwohner zählende Landkreis Hof bislang nicht als Corona-Risikogebiet. Als dieses gelten Regionen oder Orte, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen übersteigt oder große Unsicherheit über die tatsächliche Ausbreitung herrscht. Diese Risikogebiete benennt das Robert Koch-Institut (RKI).

mh/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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