+++ Eilmeldung +++

Zwischen Prien und Bad Endorf

Bahnstrecke Rosenheim - Salzburg gesperrt wegen Notarzteinsatz

Bahnstrecke Rosenheim - Salzburg gesperrt wegen Notarzteinsatz

Nach Coronavirus-Verdachtsfall in Stephanskirchen

Bürger verunsichert: "Man weiß nicht, wer es hat und wer nicht..."

Auch in einem Rosenheimer Drogeriemarkt sind Desinfektionsmittel ausverkauft
+
Auch in einem Rosenheimer Drogeriemarkt sind Desinfektionsmittel ausverkauft.

Stephanskirchen - Ein weiterer Verdachtsfall in der Region: Am 27. Februar ist eine in der Intensivpflege tätige Person aus Stephanskirchen auf COVID-19 getestet worden. Stephanskirchener und Rosenheimer Bürger zeigen sich besorgt.

"Man fühlt sich schon unwohl. Gerade in meinem Beruf habe ich direkten und intensiven Kundenkontakt", sagt Friseurin Regina (Name wurde von der Redaktion geändert) gegenüber einer Reporterin von rosenheim24.de. "Man weiß nicht, wer es hat und wer nicht. Bei uns kommen oft Leute mit Erkältung. Ich bin wie ein Angelpunkt. Sollte ich mich infizieren und es nicht merken, würde ich es extrem verbreiten." 


Coronavirus wieder in der Region

Grund für die Sorge der Bürgerin ist, dass das Coronavirus möglicherweise zum zweiten Mal in der Region aufgetaucht ist. Das Landratsamt Rosenheim hat gegenüber rosenheim24.de bestätigt, dass eine in der Intensivpflege tätige Person aus dem Landkreis Rosenheim am Donnerstag auf COVID-19 getestet wurde. Nach Informationen von rosenheim24.de stammt die Person mit Verdacht auf Corona aus Stephanskirchen.

Auch Helmut S. ist verunsichert. "Ich habe schon Angst. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste und man weiß einfach noch zu wenig über diesen Virus. Erst gestern habe ich gelesen, dass Männer über 50 besonders gefährdet sind."


Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel ausverkauft

Eine Mitarbeiterin einer Stephanskirchener Apotheke bestätigt gegenüber rosenheim24.de, dass auch dort Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel ausverkauft seien. "Man kann sie auch nicht mehr nachbestellen. Wir raten den Leuten, wie sie ihr Immunsystem stärken können. Mit Vitamin C, D und Zink und sich so wenig wie möglich anhusten zu lassen", so die Mitarbeiterin.

Eine Apothekerin aus dem Landkreis Rosenheim bestätigt gegenüber rosenheim24.de, dass man merke, dass Panik da sei. "Die Leute sind verunsichert. Die Medien sind voll mit Corona." Auch in ihrer Apotheke sind Mundschutz und Desinfektionsmittel bereits ausverkauft. "Wir wissen alle nicht, was auf uns zukommt." Die Apothekerin empfiehlt die Ratschläge des Robert Koch-Instituts (RKI)

Auch in einem Rosenheimer Drogeriemarkt sind Desinfektionsmittel ausverkauft.

RKI-Präsident Lothar Wieler sagte jüngst bei einer Pressekonferenz: "Wir haben es mit einer schweren Krankheitsform zu tun. Wir sind dem aber nicht schutzlos ausgeliefert." Alle Menschen könnten etwas tun, um sich vor Ansteckungen zu schützen, etwa durch regelmäßiges Händewaschen oder Desinfizieren der Hände, wenn kein Waschbecken verfügbar sei. Zudem sollte die sogenannte Husten-Nies-Etikette eingehalten werden - also Abstand halten, Einwegtaschentücher benutzen und in die Armbeuge niesen, wenn kein Taschentuch zur Hand ist.

Gewissheit wird am Freitag erwartet

Im Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim geht man davon aus, dass ein Ergebnis der getesteten Person aus Stephanskirchen spätestens Freitag, 28. Februar, vorliegt. Nach Aussage des Gesundheitsamtes handelt es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, es besteht kein begründeter Verdacht, dass sich die Person mit dem Coronavirus infiziert haben könnte.

jb

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare