News-Ticker zur Corona-Pandemie

Offenbar weiterer Spieler des FC Bayern positiv getestet - Transportverbände wettern gegen Grenzkontrollen

Transportverbände wettern gegen Grenzkontrollen
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Zwei Bundespolizisten kontrollieren die Dokumente von aus Österreich kommenden LKW-Fahrern an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland. Die verschärften deutschen Einreiseregeln an der Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol zum Schutz vor gefährlichen Varianten des Coronavirus sind in der Nacht zu Sonntag in Kraft getreten.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 17. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 48,8, Landkreis Rosenheim 49,4, Landkreis Traunstein 91,9, Landkreis Berchtesgadener Land 111,4, Landkreis Mühldorf 76,8, Landkreis Altötting 78,0 (Quelle/Stand: RKI, 17. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2816, Landkreis Rosenheim 10.349, Traunstein 7285, Berchtesgadener Land 4200, Mühldorf 4439, Altötting 3786 (Quelle/Stand: RKI, 17. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 52, Landkreis Rosenheim 420, Traunstein 190, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 120, Altötting 159 (Quelle/Stand: RKI, 17. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 66.164 Todesfälle in Deutschland (11.849 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 21.58 Uhr - Offenbar weiterer Spieler des FC Bayern positiv getestet

Nach Informationen des Pay-TV-Senders „Sky Sport“ ist der Abwehrspieler Benjamin Pavard positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Offiziell bestätigt hat das der FC Bayern noch nicht. Der französische Nationalspieler wird wegen des positiven Corona-Tests wohl auch für das Champions-League-Spiel bei Lazio Rom in der kommenden Woche (23. Februar) ausfallen.

Erst vor wenigen Tagen wurde sein Teamkollege Thomas Müller positiv auf das Coronavirus getestet.

Update, 21.47 Uhr - Bescheinigung für Pendler von rund 2500 systemrelevanten Betrieben

In rund 2500 systemrelevanten Betrieben in Bayern dürfen weiter Pendler aus Tirol und Tschechien arbeiten.

Die Grenzgänger bekamen für ihre Einreise eine Bescheinigung ausgestellt. „Mit diesen Papieren kommen die Firmenmitarbeiter aus Tschechien und Tirol problemlos und schnell über die Grenze“, versprach Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch in München.

Die Bescheinigung der Landratsämter und kreisfreien Städte müssen die Pendler aus Tirol und Österreich ab Freitag bei der Einreise vorlegen. Daraus geht hervor, dass sie bei einem systemrelevanten Arbeitgeber beschäftigt sind und von diesem zwingend für die Aufrechterhaltung des Betriebs benötigt werden. Die Papiere sollen die Kontrollen an den bayerischen Grenzen erleichtern.

Tschechien und weite Teile Tirols gelten als sogenannte Virusmutationsgebiete. Seit Sonntag dürfen von dort nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen - dazu zählen etwa Beschäftigte in der Arzneimittel- und Medizinproduktion, Mitarbeiter von Berufsfeuerwehren und Sicherheitsdiensten oder Beschäftigte in öffentlichen Einrichtungen.

Update, 20.59 Uhr - Corona-Ausbruch in Eiscreme-Fabrik: 1000 Menschen in Quarantäne

Als Folge des Corona-Massenausbruchs in einer Osnabrücker Eiscreme-Fabrik ist für rund 1000 Menschen Quarantäne angeordnet worden.

Das betreffe Mitarbeiter als auch deren Familienangehörige, sagte ein Stadtsprecher. Am Mittwoch wurden nochmals die zuvor negativ getesteten Mitarbeiter des Unternehmens auf Corona getestet. Diejenigen, die diesen Aufruf nicht mitbekommen hätten, seien nun aufgefordert, sich zu melden.

Insgesamt sollen von 462 zunächst negativ getesteten Personen neue Abstriche genommen werden. Bislang sei in insgesamt drei Fällen die britische Mutation B.1.1.7 festgestellt worden.

In der Eisfabrik wurde bei bislang 210 Mitarbeitern eine Coronainfektion festgestellt. Der Betrieb wurde am vergangenen Wochenende eingestellt, die Produktion ruht mindestens bis zum 26. Februar.

Update, 20.12 Uhr - Bayerische Transportverbände wettern gegen Grenzkontrollen

Die bayerischen Spediteure, Transport- und Logistikunternehmen haben die sofortige Aufhebung der Grenzkontrollen in Bayern gefordert.

Nach dem einseitigen und unvermittelten Vorgehen Deutschlands hätten Tirol und dann Italien postwendend entschieden, den Brennerpass und die italienische Brennerautobahn für den Lkw-Verkehr zu sperren. Damit sei eine der wichtigsten europäischen Transitrouten praktisch lahmgelegt, Lieferketten würden zerrissen, kritisierten die Logistikverbände LBS und LBT am Mittwoch.

Die Unternehmen müssten lange Wartezeiten in Italien oder Umwege von 200 Kilometern in Kauf nehmen. Die Lkw-Fahrer müssten entlang der A22 mit Kollegen für Schnelltests Schlange stehen.

„Keine andere Berufsgruppe war bisher so sicher vor Infektionen wie unser fahrendes Personal - und wird jetzt ohne Not einem solchen Gesundheitsrisiko ausgesetzt“, kritisierten LBS und LBT. An den Grenzübergängen zwischen Bayern und Tschechien spielten sich ähnliche Szenen ab.

Update, 19.03 Uhr - Münchner CSU hält trotz Kritik an geplantem Präsenzparteitag fest

Trotz Kritik aus anderen Parteien hält der Münchner CSU-Bezirksverband an seinem geplanten Präsenzparteitag fest. Wie der Verband am Mittwoch bestätigte, werden zu der Veranstaltung am Donnerstag im Festsaal auf dem Nockherberg zwischen 70 und 80 von insgesamt 89 Stimmberechtigten erwartet.

„Es geht darum, dass die CSU München einfach ihre Handlungsfähigkeit wieder herstellt“, sagte Verbandschef Ludwig Spaenle dem BR. „Das tun wir jetzt.“ Bei dem Parteitag dürfte Justizminister Georg Eisenreich zu Spaenles Nachfolger gewählt werden. Bayerns Ex-Kultusminister hatte seinen Rückzug von der Verbandsspitze im September angekündigt.

Der Vorsitzende der bayerischen Grünen, Eike Hallitzky, kritisierte das Festhalten an der Veranstaltung in Zeiten der Corona-Pandemie. Die CSU sei damit ein „denkbar schlechtes Vorbild“, schrieb er auf Twitter. „Wie können wir unter diesen Vorzeichen Menschen zum Durchhalten motivieren, die seit Monaten unter Beschränkungen leiden, deren wirtschaftliche Existenz bedroht ist?“

Landtagsvizepräsident Wolfgang Heubisch (FDP), bezeichnete den Parteitag als „sehr fragwürdiges Zeichen an die Bürger, die mit Durchhalteparolen hingehalten werden“.

CSU-Generalsekretär Markus Blume verteidigte die Entscheidung. „Demokratie darf in Corona-Zeiten nicht pausieren“, sagte Blume der „Abendzeitung“ (Dienstag). Alle Regeln würden „strikt eingehalten, mit extra viel Abstand und einem sehr knappen Programm.“

Update, 17.56 Uhr - 28 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 580 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 91,9.

Seit der letzten Pressemitteilung am 16. Februar sind beim Gesundheitsamt 28 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 7309 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 6539 Personen (31 Personen mehr seit der Meldung vom 16.02.2021).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 190 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 35 COVID-19-Patienten behandelt, davon 28 auf der Normalstation und sieben auf der Intensivstation.

Update, 16.48 Uhr - Nächtliche Ausgangssperre im Landkreis Traunstein entfällt ab Donnerstag

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein lag in den vergangenen sieben Tagen beständig unter dem Wert 100. Damit entfällt ab Donnerstag, 18. Februar, 0 Uhr, die nächtliche Ausgangssperre im Landkreis Traunstein. Das gilt solange, bis der Wert 100 an einem Tag überschritten wird. Ab dem darauf folgenden Tag gilt dann wieder die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Eine entsprechende Bekanntmachung erfolgt dann erneut im Amtsblatt für den Landkreis Traunstein.

Anschließend kann die nächtliche Ausgangssperre erst wieder entfallen, wenn die 100er-Grenze über einen Zeitraum von sieben Tagen beständig unterschritten wurde.

Update, 16.05 Uhr - Herrmann will Osterurlaub trotz Corona nicht abschreiben

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält Osterurlaub trotz der Corona-Pandemie für realistisch. Inlandstourismus sei Anfang April „durchaus vorstellbar“, sagte Herrmann bei einer Pressekonferenz des Tourismusverbands Franken am Dienstag in Nürnberg. „Unser Ziel muss es sein, dass an Ostern Gaststätten und Hotels wieder geöffnet sind.“

In zahlreichen bayerischen Regionen seien die Corona-Infektionszahlen schon deutlich gesunken, betonte der Innenminister. Bis zu Ostern in sechs Wochen könnten die Zahlen noch weiter zurückgehen. Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, bei den nächsten Öffnungsschritten Gastronomie und Hotels mit in den Blick zu nehmen.

Auch der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee fordert Perspektiven. „Wir werben mit fester Überzeugung und großem Nachdruck dafür, ernsthaft eine Lockerung aller Betriebe in der Beherbergung, Gastronomie und Freizeitwirtschaft zu Ostern 2021 zu prüfen“, heißt es in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Update, 15.05 Uhr - Spahn: Britische Virusmutation erreicht Anteil von mehr als 22 Prozent

Die ansteckenderen Varianten des Coronavirus breiten sich in Deutschland schnell aus. Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Anteil der in Großbritannien entdeckten Mutation binnen zwei Wochen von knapp sechs auf mehr als 22 Prozent. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin mit. „Wir müssen damit rechnen, dass die Variante bald auch bei uns die dominierende werden könnte“, sagte Spahn.

Der Anteil der britischen Variante verdoppele sich jede Woche. Die zunächst in Südafrika aufgetretene Mutation habe in Deutschland ferner einen Anteil von 1,5 Prozent, teilte Spahn mit. Das RKI habe 23 000 positive Testergebnisse in einer repräsentativen Stichprobe und weitere Daten ausgewertet. Weitere Details wollte das RKI noch am Mittwoch mitteilen.

Spahn machte deutlich, dass dennoch die Infektionszahlen insgesamt zunächst weiter gesunken seien. Das zeige, dass die Schutzmaßnahmen wirkten. Die stärkere Verbreitung der Varianten sieht Spahn auch als wichtig für die Debatte um Lockdown-Lockerungen an. An diesem Freitag wollten RKI-Chef Lothar Wieler und er weitere Einschätzungen abgeben. 

Die britische Virusvariante gilt nach Schätzungen als um mindestens 35 Prozent ansteckender als die herkömmliche. Bei den Analysen werden nicht alle Corona-Tests auf Varianten untersucht. Experten hatte auf regionale Unterschiede und mögliche Lücken hingewiesen.

Update, 13.57 Uhr - Münchner Polizei kontrolliert Corona-Regeln über 1100 Mal

Im Zeitraum von Dienstag, 16. Februar, bis Mittwoch, 17. Februar, jeweils 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt- und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelungen zu überprüfen.
Über 1100 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 38 Verstöße angezeigt. In zehn Fällen ging es um die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Update, 13.19 Uhr - Söder stellt Lockerung von Kontaktregeln in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bei stabil niedrigeren Corona-Zahlen eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in Aussicht gestellt. Wenn die Zahlen weiter so stabil blieben, könnten beispielsweise „bald“ mehr Kontakte erlaubt werden, etwa mit zwei Hausständen oder wieder mit mehr Kindern, sagte Söder in seiner Aschermittwochsrede. Neue Inzidenz-Grenzen neben den Schwellen 35 und 50 will er dafür aber nicht. Man müsse keine neuen Zahlen nehmen und die Zahlen auch nicht ständig verändern.

Söder betonte, es brauche auch mehr Unterstützung für alle Kinder und Jugendliche, „die mit der Pandemie nicht so gut zurechtkommen“. Es müsse ein Konzept erstellt werden, wie den Kindern schulisch und psychisch geholfen werden könne. „Das will ich zur Chefsache machen“, sagte Söder und kündigte an, bald einen „Kindergipfel“ einberufen zu wollen, der neue Lösungswege aufzeige.

Bei den Lockerungen sieht Söder zudem ab Anfang März Gärtnereien an der Reihe. Hier gehe es auch um verderbliche Waren. Anschließend gehe es um den Einzelhandel, der „natürlich nicht ewig zu sein“ werde. „Aber auch hier muss die Zahl stimmen“, sagte Söder. Angepeilt sei die Inzidenz von 35. In der Folge stünden dann Konzepte für Individualsportarten wie Golf und Tennis sowie die Kultur an.

Söder betonte, dass Öffnungskonzepte für die Gastronomie wie im vergangenen Jahr am schwersten seien. Hier könne nicht mit FFP2-Masken mehr Sicherheit ermöglicht werden. Daher müssten hier die Infektionszahlen noch besser und stabiler werden. Eine Prognose für die Lage an Ostern in rund sechs Wochen wollte Söder nicht abgeben. Derzeit sei ja nicht mal klar, was nächste Woche sei. Alles sei möglich. Er wolle aber nichts voreilig versprechen.

Update, 12.18 Uhr - Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern sinkt weiter

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Bayern sinkt weiter. Das Robert-Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Aschermittwoch für den Freistaat mit 54,5 im Landesdurchschnitt an. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden in Bayern 1021 Neuinfektionen gezählt, 76 registrierte Todesfälle kamen hinzu.

Die höchste Inzidenz zeigt weiter der Landkreis Tirschenreuth mit 294,3 - das an der tschechischen Grenze gelegene Tirschenreuth liegt damit auch bundesweit an der Spitze vor dem oberfränkischen Nachbarlandkreis Wunsiedel (256). Über der 200er Grenze liegt auch noch die Stadt Hof mit 211,7.

Am positiven Ende der Skala liegen 23 Kreise und kreisfreie Städte inzwischen unter der Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Spitzenreiter ist auch bundesweit die Stadt Schweinfurt mit einer Inzidenz von nur noch 5,6.

Update, 11.31 Uhr - Bayerns Gesundheitsminister lehnt Wahlmöglichkeit beim Impfstoff ab

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine Wahlmöglichkeit für Bürger beim Corona-Impfstoff abgelehnt. Die drei verfügbaren Impfstoffe seien regulär zugelassen und wissenschaftlich geprüft, sagte der CSU-Politiker in einem Interview der Bayern-2-Radiowelt am Mittwoch. Das gelte auch für den Impfstoff von Astrazeneca. Hintergrund sind Berichte über Nebenwirkungen nach Impfungen mit dem Wirkstoff des britisch-schwedischen Konzerns.

Es herrsche ein Mangel an Impfstoff, sagte Holetschek. Der Impfstoff von Astrazeneca schütze vor schweren Verläufen einer Erkrankung. „Astrazeneca ist ein guter und sicherer Impfstoff”, sagte Holetschek. „Wir haben jetzt einfach noch zu wenig Impfstoff. Wir hoffen, dass es mehr wird. Aber jetzt geht es um die Einschätzung der Situation im Moment. Und da stehen die drei zur Verfügung, und da ist es eben kein Wunschkonzert”, betonte der Minister. (bearbeitet) 

Update, 10.45 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 16 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 16. Februar 16 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. Februar 2021, 0 Uhr). Im städtischen Kindergarten in Neumarkt-St. Veit ist ein positiver Fall aufgetreten, die entsprechende Gruppe befindet sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 135 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 17. Februar 2021, 0) bei 76,8.

Update, 9.56 Uhr - Chef-Pathologe: Menschen sterben an - nicht mit Corona

In den allermeisten Fällen, in denen mit Corona infizierte Menschen sterben, ist das Virus dem Chef-Pathologen der Uniklinik Augsburg zufolge auch Grund für ihren Tod. „Die meisten könnten noch leben, wenn sie sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hätten”, sagte der Direktor des Instituts für Pathologie und Molekulare Diagnostik, Bruno Märkl der „Augsburger Allgemeinen” (Mittwoch).

Das Klinikum hat bereits mehr als 100 verstorbene Covid-19-Patienten obduziert, wie dort bestätigt wurde. Die Annahme, tödliche Verläufe träfen nur ältere Menschen mit schweren Vorerkrankungen, die ohnehin bald gestorben wären, „das sehen wir überhaupt nicht”, sagte Märkl der Zeitung. „Ich wünschte, ich könnte diejenigen, die an der Gefährlichkeit lauthals zweifeln, einladen, mir bei einer solchen Obduktion über die Schultern zu schauen – sie würden schnell verstummen.” Letzten Endes sei es ein „inneres Ersticken”, an dem die Patienten sterben.

Update, 9.04 Uhr - Landkreis Altötting meldet 19 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 19 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3781 Personen (Stand: 16. Februar, 16.30 Uhr). Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 142 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (23), Altötting (22) und Burgkirchen (21). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 78,0.

Update, 8.27 Uhr - Inzidenz in der Stadt Rosenheim erstmals seit Anfang Oktober unter 50

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 17. Februar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen sind die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 70,8 auf 78,0), Mühldorf (von 75,1 auf 76,8), Kreis Rosenheim (von46,3 auf 49,4) und dem Kreis Traunstein (88,5 auf 91,9). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Landkreis Berchtesgadener Land (von 117,1 auf 111,4) und in der Stadt Rosenheim (von 64,5 auf 48,8). Damit ist die Inzidenz in der Stadt Rosenheim erstmals seit 8. Oktober wieder unter die Marke von 50 gesunken.

In der Region wurde laut RKI ein weiterer Todesfall gemeldet. Demnach verstarb eine Person im Kreis Traunstein. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.22 Uhr - RKI meldet 7556 Corona-Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7556 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 560 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 6.45 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 57,0. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.350.399 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17.02., 04.36 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 66.164.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,84 (Vortag 0,86). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

„Der Lockdown wirkt“: Hier gibt es erste Corona-Lockerungen in Bayern

Spitzenreiter und Schlusslicht zugleich ist der Freistaat Bayern mit den bundesweit höchsten und niedrigsten Inzidenzwerten. Mit 309,5 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist Tirschenreuth weiterhin die meisten Corona-Neuinfektionen im Bundesgebiet auf, wie den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag zu entnehmen ist. Die unterfränkische Stadt Schweinfurt hat mit 5,6 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche den niedrigsten Wert im ganzen Bundesgebiet. Die Stadt reagierte mit ersten Lockerungen und will ab Mittwoch die Masken-Pflicht in der Innenstadt aufheben.

Man genieße die fallenden Zahlen jedoch mit Vorsicht, betonte eine Sprecherin. Eine vorzeitige Öffnung des Einzelhandels käme nicht infrage. „Das wäre fatal“, sagte sie. Zu groß sei das Risiko, einen „Einkaufstourismus“ zu provozieren.

„Vom Saulus zum Paulus“ schrieb vor einigen Tagen eine Lokalzeitung in Schweinfurt, denn im Oktober galt die unterfränkische Stadt als ein Corona-Hotspot. Die Stadt reagierte mit einem Alkoholverbot, Masken-Pflicht in der Öffentlichkeit und strengeren Kontaktbeschränkungen. Die bayernweite Besucherregelung in Alten- und Pflegeheimen wurden von der Stadt auch auf Krankenhäuser und Einrichtungen, in denen eine medizinische Versorgung erfolgt, ausgeweitet. Diese Regelung soll Mittwoch aufgehoben werden. Nur in Alten- und Pflegeheimen bleibt die Besuchsbeschränkung.

Einen wesentlichen Unterschied in der Umsetzung der Maßnahmen machte die Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen den Angaben nach nicht. „Der Lockdown wirkt, das sieht man auch am Rückgang der Zahlen für ganz Deutschland“, sagte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU). „Das macht Hoffnung, dass wir die Corona-Pandemie bald bezwingen und in die Normalität zurückkehren können.“

Nach Tirschenreuth liegen die höchsten Inzidenzwerte in Bayern in Wundsiedel (236,7) und der Stadt Hof (207,3). In der Landeshauptstadt München lag die Sieben-Tage-Inzidenz am vierten Tag in Folge unter 40.

Die Gesundheitsämter in Bayern haben laut RKI binnen eines Tages 553 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden 81 neue Todesfälle im Freistaat im Zusammenhang mit Corona verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorging. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Freistaat demnach bei 57,9. In Bayern gab es dem RKI zufolge bisher insgesamt 421.792 Covid-19-Fälle. 11.773 Menschen starben nach der Virusinfektion (Stand Dienstag 16. Februar).

mw/mh/dpa

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