News-Ticker zur Corona-Pandemie

Arzt aus Oberbayern stellt reihenweise falsche Atteste für Maskenverweigerer aus - RKI-Kritik an FFP2-Masken

FF2-Maskenpflicht
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Ein Apotheker hält zur Illustration eine FFP2-Maske an einem Finger. | Archiv

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 13. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 206,1, Landkreis Rosenheim 133,2, Landkreis Traunstein 151,1 , Landkreis Berchtesgadener Land 256,8, Landkreis Mühldorf 150,2, Landkreis Altötting 140,8 (Quelle/Stand: RKI, 13. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2530, Landkreis Rosenheim 9232, Traunstein 6222, Berchtesgadener Land 3284, Mühldorf 3652, Altötting 3162 (Quelle/Stand: RKI, 13. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 45, Landkreis Rosenheim 367, Traunstein 165, Berchtesgadener Land 70, Mühldorf 89, Altötting 122 (Quelle/Stand: RKI, 13. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 42.637 Todesfälle in Deutschland (8053 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 18:53 Uhr - Arzt aus Oberbayern stellt reihenweise falsche Atteste für Maskenverweigerer aus

Bei einem Mediziner aus Oberbayern hat die Kripo am Mittwoch bei einer Durchsuchung Beweismaterial wegen mutmaßlich unrichtiger Maskenbefreiungen sichergestellt. Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit einiger Zeit gegen den Arzt aus dem Landkreis Landsberg. Dieser soll zahlreichen Menschen aus Süddeutschland Bescheinigungen ausgestellt haben, wonach die Betroffenen aus medizinischen Gründen während der Corona-Pandemie keine Masken tragen können.

Die Ermittler werfen dem 57-Jährigen das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse vor. Aus diesem Grund wurde von Kriminalbeamten aus Fürstenfeldbruck unter anderem die Praxis des Mannes durchsucht.
In Bayern wird auch noch gegen andere Mediziner wegen falscher Atteste für Maskenverweigerer ermittelt. Auch in Oberfranken, Mittelfranken und Niederbayern hatte es deswegen schon Razzien in Praxen gegeben.

Update, 17.22 Uhr - FFP2-Maskenpflicht erst ab 15 Jahren - RKI: Besserer Schutz als Mund-Nasen-Bedeckung „ nicht zwangsläufig gegeben“

Die FFP2-Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften in Bayern wird erst für Jugendliche ab 15 Jahren gelten. Kinder bis einschließlich 14 Jahre bleiben ausgenommen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München an.

Das Kabinett hatte die FFP2-Maskenpflicht am Dienstag beschlossen. Vom kommenden Montag (18. Januar) an sind damit einfache Community-Masken, aber auch einfacher medizinischer Mund-Nasen-Schutz, in Bussen, Bahnen und Geschäften im Freistaat verboten. Ziel ist nach Worten Söders ein noch höherer Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus. In der ersten Woche sollten aber noch keine Sanktionen und Bußgelder verhängt werden, sagte Söder - er sprach von einer „Kulanzwoche“.

Gängiger Mund-Nasen-Schutz kann Experten zufolge andere Menschen schützen, FFP2-Masken schützen - richtig benutzt - auch den Träger.

Das Robert-Koch-Institut schreibt in Bezug auf die Funktion von FFP2-Masken: „Beim bestimmungsgemäßen Einsatz von FFP2-Masken muss eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung im Voraus angeboten werden, um durch den erhöhten Atemwiderstand entstehende Risiken für den individuellen Anwender medizinisch zu bewerten. Der Schutzeffekt der FFP2-Maske ist nur dann umfassend gewährleistet, wenn sie durchgehend und dicht sitzend (das heißt passend zur Gesichtsphysiognomie und abschließend auf der Haut, Nachweis durch FIT-Test) getragen wird.“

Bei der Anwendung durch Laien sei ein Eigenschutz über den Effekt eines korrekt getragenen Mund-Nasen-Schutzes nicht zwangsläufig gegeben. In den „Empfehlungen der Bundes-Anstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2“ würden FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen, so das Institut.

Außerdem wird empfohlen, dass die Masken in der Regel maximal 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause getragen werden sollten.

Update, 16.20 Uhr - 96 Neuinfektionen und ein Todesfall im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1889 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 151,1.

Seit der letzten Pressemitteilung am 12. Januar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 96 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 6313 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 4258 Personen (51 Personen mehr seit der Meldung vom 12.01.2021).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von 76 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 166 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 65 COVID-19-Patienten behandelt, davon 52 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

Update, 15.50 Uhr - Gewerkschaft der Polizei zu Homeoffice: Freistaat Bayern soll mit gutem Beispiel vorangehen

Beim heutigen „Home-Office-Gipfel“ der Bayerischen Staatsregierung (Dr. Markus Söder, Hubert Aiwanger, Carolina Trautner, Albert Füracker und Judith Gerlach) mit den Vorsitzenden der DGB-Mitgliedsgewerkschaften und den Arbeitgebern regte der GdP-Landesvorsitzende Peter Pytlik an, dass der Freistaat Bayern als größter Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen solle.

Wenn die Staatsregierung an die Unternehmen appelliere, überall, wo es möglich ist, Homeoffice zu arrangieren, dann solle dies - soweit irgendwie möglich - auch im öffentlichen Dienst und folgerichtig auch bei der Polizei erfolgen, so Pytlik. Die notwendige Ausstattung für das Homeoffice sollte nicht nur in den Ministerien, sondern auf allen Behördenebenen in ausreichender Anzahl vorhanden sein.

Die Gewerkschaft der Polizei gehe davon aus, dass die Pandemie und das Infektionsgeschehen die Menschen im Freistaat noch lange Zeit begleiten werde, weshalb Bayern auch die technischen Mittel zur Verfügung stellen müsse, um den Appell an die Arbeitgeber in der freien Wirtschaft auch selbst im Öffentlichen Dienst umzusetzen.

Hierfür bedürfe es aber entsprechender technischer Ausstattung, damit die öffentlichen Arbeitgeber vermehrt Homeoffice anbieten können. Hier besteht erheblicher Investitionsbedarf.

„Sicherlich ist das Homeoffice nicht die Lösung für alles, aber dennoch ein guter Ansatz bei der Bekämpfung der Pandemie“, so der GdP-Landesvorsitzende Peter Pytlik.

Die Pressekonferenz im Video:

Update, 15.27 Uhr - Virus-Mutation bereitet Gesundheitsbehörden „große Sorge“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) legte die aktuellen Corona-Zahlen im Freistaat vor. Am Mittwoch seien 3200 Neuinfektionen und 178 weitere Todesfälle gemeldet worden. Bislang seien rund 154.000 Menschen in Bayern geimpft worden. Außerdem hätten sich bereits rund 425.000 Personen über das neue Impfportal bereits für eine mögliche Impfung registriert.

Holetschek sprach von einer „positiven, aber fragilen Entwicklung“. Zudem bereite die neue Virus-Mutation den Gesundheitsbehörden „große Sorge“. Diesbezüglich gelte es vorausschauend zu agieren, um eine weitere Ausbreitung der Mutation bestmöglich einzudämmen.

Update, 15.15 Uhr - Sanktionen auf FFP2-Maskenpflicht erst nach „Kulanzwoche“

Zur FFP2-Maskenpflicht sagte Söder, dass diese einen „Schutzfaktor vor einer möglichen Mutation bietet“. Zum Zweiten gäbe es dadurch „auf Dauer auch mehr Möglichkeiten für die Zeit nach dem Lockdown“. Die FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) tritt am kommenden Montag, 18. Januar, im Freistaat in Kraft.

Etwaige Sanktionen und Bußgelder bei Verstößen soll es jedoch erst eine Woche später geben - ab Montag, 25. Januar. Der Ministerpräsident sprach in diesem Zusammenhang von einer „Kulanzwoche“ und dass dadurch genügend Zeit bleibe, dass sich das Ganze einspiele.

Die Maskenpflicht gilt übrigens erst für Jugendliche ab 15 Jahren. jüngere Kinder sind davon ausgenommen, betonte Söder. Zudem stellt der Freistaat insgesamt zweieinhalb Millionen FFP2-Masken für Bedürftige kostenlos zur Verfügung.

Update, 15.08 Uhr - Mehr Home-Office: Übereinkunft zwischen allen Beteiligten

Am Mittwoch hatte die bayerische Staatsregierung zum „Homeoffice-Gipfel“ in die Staatskanzlei geladen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach in Sachen Homeoffice von einer „großen Chance und Notwendigkeit in der Pandemie“. Zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Staatsregierung sei eine grundlegende Übereinkunft erzielt worden, hieß es.

„Wichtig ist, dass wir in jeder einzelnen Betriebsform mehr Möglichkeiten für Homeoffice schaffen“, so Söder. Dabei soll unter anderem einem Bonus-System für betriebliche Abschreibungen geschaffen werden. Auch der Freistaat selbst will im öffentlichen Dienst mehr Möglichkeit für Heimarbeit schaffen.

Update, 14.53 Uhr - Söder-Pressekonferenz in Kürze live

Am Mittwoch gab es in München einen Homeoffice-Gipfel der Staatsregierung mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden: Um 15 Uhr informieren auf einer Pressekonferenz Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Arbeitsministerin Carolina Trautner und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) über die Ergebnisse der Beratungen. Zudem sollen dann auch nochmal die genauen Regelungen zur FFP2-Maskenpflicht vorgestellt werden, die ab Montag, 18. Januar, in Bayern gilt

Update, 14.32 Uhr - Inzidenzwert im Berchtesgadener Land sinkt stark

Im Landkreis Berchtesgadener Land haben sich seit gestern (12. Januar) 28 weitere Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Nach Informationen des Gesundheitsamtes seien 15 dieser neuinfizierten Personen bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation gewesen. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3.284 (Meldestand RKI: 13. Januar, 0 Uhr). Der Inzidenz-Wert im Landkreis liegt mit Stand 13. Januar, 0 Uhr, bei 256,8 (Quelle Robert-Koch-Insitut).

Rückblickend haben sich innerhalb von sieben Tagen nun 272 Menschen neu mit dem Corona-Virus angesteckt. Dies sind im Vergleich zur Meldung des Vortags 73 Personen weniger, wodurch sich die starke Senkung des 7-Tages-Inzidenz-Wertes von 325,7 auf 256,8 ergibt.

Von den insgesamt 3.284 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 2.771 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgefallen. Aktuell gibt es 443 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 335 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 85-jährige Frau. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 70.

Update, 13.34 Uhr - Bayern will zwei Millionen FFP2-Masken an Bedürftige ausgeben

Bedürftige sollen in Bayern kostenlos FFP2-Schutzmasken zur Verfügung gestellt bekommen. Insgesamt sollen voraussichtlich zwei Millionen Masken bereitgestellt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über diese Zahl berichtet.

Damit will die Staatsregierung Härten abfedern, wenn vom kommenden Montag (18. Januar) an eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt. Sie reagiert damit auf vielfältige Forderungen von Sozialverbänden und der Opposition. Details wollen Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) am Nachmittag um 15 Uhr bekanntgeben.

Update, 13.30 Uhr - Spahn: Menschen müssen weiter Geduld haben und realistisch bleiben

Die Erfolgsgeschichte des deutschen Unternehmen Biontech sei ein Grund, stolz zu sein. Und auch Hoffnung geben, das Leben nicht mehr von der Pandemie kontrollieren zu lassen. 2021 habe die Chance, auch ein Jahr für gute Nachrichten sein zu können.

Dazu müssten die Menschen nun Geduld beweisen und realistisch bleiben. Die Maskenpflicht, die AHA-Regeln und alle weiteren Maßnahmen zur Eindämmung müssten auch noch in den nächsten Monaten beibehalten werden. Spahn beschließt weiter seine Regierungserklärung: “Geben wir weiter aufeinander acht.”

Die Debatte im Bundestag:

Update, 13.25 Uhr - Spahn: Im Sommer kann jeder geimpft werden, der möchte

Die größte Impfaktion der Welt habe am Anfang durchaus etwas gehakt, aber “wir lernen aus unseren Erfahrungen”. Spahn verteidigt in diesem Zuge auch nochmals die Priorisierung der Schutzbedürftigen. “Nach und nach wird es genug Impfstoff geben. Im Sommer werden wir jedem die Impfung ermöglichen können.”

Aktuell unterstütze die Bundesregierung alle Bemühungen von Biontech, schneller Impfstoff zu produzieren und verwies erneut auf den neuen, entstehenden Standort in Marburg. “Mehr Impfstoff, mehr Schutz, weniger Angriffsfläche für das Virus.”

Spahn verteidigte auch die frühe Einrichtung der Impfzentren, diese Reihenfolge sei absolut richtig gewesen. In Zukunft würde es wichtig sein, die Impfbereitschaft der Menschen zu erhöhen. Dafür sei das Vertrauen in den Impfstoff essentiell und somit sei auch das ordentliche Zulassungsverfahren wichtig gewesen.

Update, 13.18 Uhr - Spahn: “Wir krempeln gemeinsam die Ärmel hoch gegen das Virus”

Spahn geht nun auf die Kritik ein, dass sich für eine europäische Impfstrategie entschieden wurde. “Und ich sagen Ihnen, das war die richtige Entscheidung”, so der Gesundheitsminister. Deutschland habe sehr früh zugesagt, von Biontech Impfdosen abzunehmen und auch viele Mittel dazu bereitgestellt. Nur dadurch konnte es auch weniger starken EU-Staaten ermöglicht, in den Vertrag einzusteigen.

Ein Alleingang wäre laut Spahn der falsche Weg gewesen - menschlich und auch ökonomisch. “Hätten wir so das Vertrauen in die EU gestärkt, wenn wir uns nur um uns gekümmert hätten?“, gibt Spahn den Kritikern mit auf den Weg.

Nur gemeinsam könne man die Pandemie überwinden, so könne auch Europa weiter zusammenwachsen. Spahn verstehe, dass man sich auf ein nationales Interesse konzentrieren möchte in der aktuellen Krise, dies sei jedoch nur eine kurzfristige Sicht der Dinge.

Update, 13.11 Uhr - Spahn: “Wir erleben eine der schwersten Zeiten der Pandemie”

Gut zwei Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland gibt Gesundheitsminister Jens Spahn (CSU) eine Regierungserklärung im Bundestag ab. Bereits im Vorfeld hatte der Minister das Vorgehen mit einer gemeinsamen Bestellung und einer regulären Zulassung der Impfstoffe in der EU mehrmals verteidigt.

“Wir befinden uns seit fast einem Jahr in einer Ausnahmesituation”, beginnt Spahn seine Erklärung. “Kaum jemand konnte sich vorstellen, was das Virus für unser Land und die Welt bedeuten werde”. Schwere Entscheidungen hätten getroffen werden müssen.

Der Start der Impfkampagne bringe aktuell Licht ans Ende des Tunnels. Wo aktuell geimpft werde, laufe es sehr professionell ab. Aufgrund der vorgegangenen Kritik sehe Spahn den Austausch heute im Bundestag als sehr wichtig. “Nur gemeinsam können wir gegen das Virus kämpfen. Die Impf-Aktion ist nur als gemeinsames Projekt zu bewältigen,” so Spahn weiter.

Update, 12.22 Uhr - Söder, Arbeitgeber und Gewerkschaften beraten über Homeoffice

Mehr Homeoffice-Möglichkeiten für Arbeitnehmer - das ist ein Ziel von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im aktuellen Kampf gegen Corona. Über konkrete Mittel und Wege dorthin will er am Mittwoch (13 Uhr) zusammen mit Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertretern beraten. „Dass sich was bewegen muss bei Homeoffice, ist klar“, sagte er vorab.

Offen ist, ob dies über konkrete Zielvorgaben laufen soll, wie er sie am Montag ins Gespräch gebracht hatte, oder über Anreize und Begünstigungen. Fakt aber sei, dass das Instrument Homeoffice zuletzt zu wenig genutzt worden sei. Es brauche nun machbare und schnell umsetzbare Lösungen.

Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) äußern sich heute um 15 Uhr im Rahmen der Pressekonferenz zum sogenannten „Homeoffice-Gipfel“ zu Details der angekündigten FFP2-Maskenpflicht.

Update, 11.15 Uhr - Infektiologe sieht „kaum zusätzlichen Schutz“ durch FFP2-Masken

Der Pandemiebeauftragte des Klinikums rechts der Isar in München hält die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske für problematisch. „Die Nutzung von FFP2-Masken in der Öffentlichkeit sehe ich sehr kritisch, insbesondere weil sie einen erheblich erhöhten Atemwiderstand mit sich bringen und das Tragen ein entsprechendes Training erfordert“, erklärte Christoph Spinner.

Ab kommenden Montag ist das Tragen einer FFP2-Maske im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr in Bayern verpflichtend. Einen entsprechenden Beschluss hatte das Kabinett am Dienstag gefasst. Mit FFP2-Masken soll das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus gesenkt werden.

„Damit sie zusätzlichen Schutz bieten, müssen sie dicht sitzend getragen werden, was die Mehrheit der Nutzer schon mit den normalen Masken kaum schafft“, gab der Oberarzt für Infektiologie zu Bedenken. „Daher verspreche ich mir kaum zusätzlichen Schutz.“

Update, 10.45 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 14 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 12. Januar 14 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 13. Januar 2021, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 243 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 12. Januar 2021, 0 Uhr) bei 150,2.

Update, 10.11 Uhr - Spahn informiert im Bundestag über Corona-Impfungen

Gut zwei Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland gibt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch (13 Uhr) eine Regierungserklärung im Bundestag ab. Zuletzt war auch vom Koalitionspartner SPD Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen laut geworden.

Vor Ort gibt es teils Ärger wegen der Organisation von Impfterminen. Spahn hat das Vorgehen mit einer gemeinsamen Bestellung und einer regulären Zulassung der Impfstoffe in der EU verteidigt. Der Start der Impfkampagne sei trotz aller berechtigten Hinweise zu besseren Abläufen ein Erfolg, betonte der CDU-Politiker vorab. In Deutschland sind inzwischen zwei zugelassene Impfstoffe einsetzbar.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Regierungserklärung ab 13 Uhr.

Update, 9.11 Uhr - Offenbar 17 Infektionen mit Corona-Mutation in Tirol

Ein Corona-Cluster in Jochberg bereitet den Gesundheitsbehörden Kopfzerbrechen. 17 großteils Briten wurden Anfang des Jahres positiv auf Corona getestet. Jetzt gibt es den konkreten Verdacht, dass es sich um die britische Mutation des Virus handeln könnte - mit einem endgültigen Ergebnis ist in einer Woche zu rechnen.

Der Bürgermeister von Jochberg im Tiroler Bezirk Kitzbühel, Günter Resch, sagte im ORF: “Die Anreise der Skilehrer ist bereits Mitte Oktober bis Mitte Dezember erfolgt. Sie genießen vor der Durchführung ihrer Arbeit eine Ausbildung und eine Vorbereitung für die Anwärterprüfung. Aus diesem Grunde sind sie schon angereist und in ihren Quartieren untergebracht, um diese gediegene Ausbildung zu genießen. Jedoch aufgrund Lockdown ist es dauernd verschoben worden und sie sind bis jetzt leider Gottes nicht zum Einsatz gekommen.”

Die österreichische Bundesregierung ordnete an, dass sich die gesamte Bevölkerung der 1.560 Einwohner großen Gemeinde umgehend kostenlos PCR-Tests unterziehen sollte. “Nach der Information aus Tirol habe ich sofort die Testung der betroffenen Gemeindebevölkerung veranlasst. Im Kampf gegen die Ausbreitung dieses hoch ansteckenden Virus können wir nur gemeinsam, also mit den Bundesländern und in aller gebotenen Schnelligkeit vorgehen”, sagt Bundesminister Rudolf Anschober.

Update, 8.02 Uhr - Zehn Todesfälle in der Region, Inzidenz im Berchtesgadener Land sinkt deutlich

Entwicklung der Corona-Inzidenzen in der Region (Stand 13. Januar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen ist die Inzidenz im Landkreis Altötting (von 130,9 auf 140,8). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen in den Kreisen/Städten: Kreis Mühldorf (von 171,7 auf 150,2), dem Kreis Traunstein (von 177,1 auf 151,1) und dem Landkreis Rosenheim (von 153,4 auf 133,2). Der Landkreis Berchtesgadener Land hat einen deutlichen Satz nach unten gemacht (von 325,7 auf 256,8). Auf gleichem Niveau wie Montag ist die Inzidenz in der Stadt Rosenheim (206,1).

In der Region wurde laut RKI zehn weitere Todesfälle gemeldet. Vier Personen starben im Kreis Rosenheim, drei in der Stadt Rosenheim, zwei im Kreis Traunstein und eine Person im Berchtesgadener Land. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 6.58 Uhr - Aiwanger gegen verpflichtende Homeoffice-Regeln, Söder sucht Gespräch

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wendet sich gegen verpflichtende Regelungen, um mehr Beschäftigte aus den Büros ins Homeoffice zu bekommen. „Wir brauchen flexible Lösungen, die mit den Unternehmen vereinbart werden“, sagte der Freie-Wähler-Chef der „Augsburger Allgemeinen“. Aiwanger sagte, die Betriebe seien „kein Hotspot für Corona-Ansteckungen“. Dennoch sei Homeoffice, wo es machbar ist, in der Pandemie eine vernünftige Maßnahme. „Eine allgemeine Pflicht wird aber der Wirtschaft nicht gerecht“, betonte er.

Mehr Homeoffice-Möglichkeiten für Arbeitnehmer - das ist ein Ziel von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im aktuellen Kampf gegen Corona. Über konkrete Mittel und Wege dorthin will er am Mittwoch (13 Uhr) zusammen mit Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertretern beraten. „Dass sich was bewegen muss bei Homeoffice, ist klar“, sagte er vorab. Offen ist, ob dies über konkrete Zielvorgaben laufen soll, wie er sie am Montag ins Gespräch gebracht hatte, oder über Anreize und Begünstigungen. Fakt aber sei, dass das Instrument Homeoffice zuletzt zu wenig genutzt worden sei. Es brauche nun machbare und schnell umsetzbare Lösungen.

19.600 Corona-Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekannt gab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 155,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Thüringen mit 324,2 und Sachsen mit 304,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 83,7.

„Der über die Feiertage und den Jahreswechsel beobachtete Rückgang der 7-Tage-Inzidenzen setzt sich nicht weiter fort“, hieß es im RKI-Lagebericht vom Dienstagabend. „Stattdessen sind in allen Altersgruppen, vor allem in den jüngeren Altersgruppen (zw. 15 und 39 Jahren) deutliche Anstiege zu beobachten.“

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.953.426 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 42.637. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.596.600 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 1,07 (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

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