News-Ticker zur Corona-Pandemie

Zuschuss von 344 Millionen Euro - „Auch während Corona-Krise Krankenhäuser ausbauen“

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (14. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3168, Traunstein 1418, Berchtesgadener Land 407, Mühldorf 632, Altötting 745
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9350 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Fallzahlen im Überblick:


Update, 21.34 Uhr - 344 Millionen Euro: Auch für Krankenhäuser in der Region gibt es Zuschüsse

Bayerns Kabinett hat grünes Licht für 17 neue Krankenhaus-Vorhaben im Gesamtwert von 344 Millionen Euro gegeben. „Bayern baut auch während der Corona-Krise die Krankenhäuser weiter aus“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag in München. Die Kliniken hätten insbesondere zu Beginn der Pandemie massive Zusatzbelastungen getragen und die Herausforderung ausgezeichnet gemeistert. «Umso wichtiger ist es, Gebäude und Ausstattung kontinuierlich zu modernisieren und auszubauen.»

Als Beispiele nannte Huml den Neubau Süd am Klinikum Traunstein mit 32,46 Millionen Euro und die OP-Sanierung am Klinikum Passau mit 16,64 Millionen Euro. In Bayreuth werde ein Neubau für den Fachbereich „psychiatrische Heilpädagogik“ errichtet (7,55 Millionen Euro). In Donaustauf wurde die Errichtung einer Intensivstation berücksichtigt (12,27 Millionen Euro) und in Haßfurt der Neubau der OP-Abteilung (15,88 Millionen Euro).

Die Krankenhäuser sollten ihre „regulären“ Versorgungsaufgaben genauso erfüllen können wie die Anforderungen durch die Pandemie, hieß es weiter. „Deshalb finanzieren wir unter anderem ab 2022 den Neubau der zentralen Notaufnahme an der Kreisklinik Ebersberg (10,80 Millionen Euro) und den Neubau der Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatische Medizin in Treuchtlingen (39,87 Millionen Euro).“

In den vergangenen zehn Jahren hat Bayern nach eigenen Angaben etwa 4,9 Milliarden Euro für den Ausbau und die Modernisierung an Kliniken bezahlt. Mit Investitionen von 49 Euro pro Einwohner habe man 2019 deutlich über dem Durchschnitt der Bundesländer (rund 38 Euro pro Einwohner) gelegen.

Update, 20.17 Uhr - Zahl der coronainfizierten Schüler in Bayern verdoppelt

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen - ein Fall weniger. Vier Schulen sind wegen Corona-Infektionen vorübergehend geschlossen: eine Mittelschule in Furth im Wald (Oberpfalz), eine Realschule in Deggendorf (Niederbayern), ein Gymnasium in Würzburg und eine nicht näher benannte Berufsschule.

„Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Laut Ministerium sind momentan rund 2490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Mehr Corona-Fälle gibt es an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind derzeit ganz oder teilweise geschlossen.

In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schüler sowie 150 000 Lehrerinnen und Lehrer. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

Ebenfalls bis Ende der Woche laufen freiwillige Reihentests für Lehrer. Rund 60 Prozent wollen laut Kultusministerium teilnehmen. Nach den Herbstferien sollen die Tests wiederholt werden. In Rosenheim müssen nun auch Grundschüler im Unterricht Masken tragen, weil der kritische Warnwert von 50 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde.

Update, 19.01 Uhr - Eine Neuinfektion im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 36 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 8,47. Seit der letzten Pressemitteilung am 11.09.20 ist beim Staatlichen Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen.

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Es liegen somit insgesamt 1418 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1294 Personen (sieben Personen mehr seit der Meldung am 11.09.20). Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Update, 18.34 Uhr - Traunsteiner Sportler können trainieren – Hygienekonzept gefordert

Die Pressemitteilung der Stadt Traunstein im Wortlaut:

Die lange Zeit der Abstinenz ist vorbei. Traunsteins Vereine können die Turnhallen von Stadt und Landkreis ab Montag, 14. September, wieder für ihre Trainingsstunden nutzen: die Ludwig-Thoma-Halle, die Hans-Dierl-Halle sowie die Sporthalle und der Keller der Grundschule Haslach, zudem die AKG-Halle, die CHG-Halle und die Halle der Berufsschule II. Auch die Landkreisturnhalle an der Wasserburger Straße steht wieder zur Verfügung.

Jeder Verein muss ein Hygienekonzept vorlegen und die Bedingungen von Stadt und Landkreis erfüllen. So ist die Sicherheit eines jeden Einzelnen gewährleistet und dem sportlichen Miteinander steht nichts mehr im Wege.

Update, 17.57 Uhr - Die aktuellen Zahlen in Mühldorf und Altötting:

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 11. September 5 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 14. September 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis 632 bestätigte Fälle einschließlich der Korrektur von zwei zunächst als positiv gemeldete Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt, bei 14,7. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 20 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Vom Landratsamt Altötting wurden heute sechs neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Bei ihnen handelt es sich um vier Fälle in Teising. Die betroffenen Personen sind zwischen sieben und 30 Jahre alt und des Weiteren zwei separate Reiserückkehrer (7 und 61 Jahre alt). Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie an SARS-CoV-2-Infizierten steigt damit im Landkreis Altötting auf 745 an.

Update, 16.44 Uhr - Würzburg überschreitet erneut Corona-Grenzwert: Gymnasien schließen

Kurz nach dem Start ins neue Schuljahr sind im besonders vom Coronavirus betroffenen Würzburgetliche Gymnasiasten in Quarantäne geschickt worden. Am Röntgen-Gymnasium fällt der Unterricht wegen bestätigter Coronavirus-Infektionen und mehrerer Verdachtsfälle bis vorerst Mittwoch aus. Am Wirsberg-Gymnasium müssen vier Klassen und zwei Oberstufen-Kurse zu Hause bleiben, bis die Schüler einen negativen Corona-Test vorlegen können, wie das Büro der Ministerialbeauftragten für Gymnasien in Unterfranken mitteilte. Für die Grund- und Mittelschulen sowie Realschulen meldeten die Behörden bis Montagnachmittag zunächst keine Einschränkungen.

Würzburg ist seit Beginn der Pandemie vor allem wegen vieler Infektionen in Altenheimen in den Fokus geraten. Zuletzt hatte die Stadt immer wieder den wichtigen bundesweit vereinbarten sogenannten Corona-Inzidenzwert überschritten. Am Montag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für Würzburg 69,60 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage (Stand: 14. September, 8 Uhr).

Wegen der hohen Infektionszahlen müssen sich in Würzburg Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet doppelt testen lassen. Zudem dürfen seit Montag nur noch maximal fünf Menschen zusammen draußen unterwegs sein, die nicht zu einem Hausstand gehören oder enge Verwandte sind. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist untersagt.

Update, 16.18 Uhr - Nur ein neuer Corona-Fall sei Freitag im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag nur einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 407. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt unverändert bei 11,3.

Von den insgesamt 407 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 372 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es zehn SARS-CoV-2-Infizierte.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 65 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 1.109 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

In der vergangenen Woche wurden im kommunalen Testzentrum BGL in Bayerisch Gmain insgesamt 495 Personen abgestrichen.

Update, 15.57 Uhr - Staatsanwaltschaft ermittelt gegen „Superspreaderin“ von Garmisch

Nach einem schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen eine mutmaßliche „Superspreaderin“. Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer am Montag. „Was im Raum steht, ist ein mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften.“

Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitsanzeichen durch verschiedene Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben des Landratsamts hatte sie sich zuvor testen lassen. Bis zum Ergebnis hätte sie in Quarantäne bleiben müssen. Mittlerweile gehen 23 der 56 positiv Getesteten in dem 26 000-Einwohner-Ort auf die Amerikanerin zurück.

Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Streitkräfte und deren Familien. Die Ferienunterkunft wurde am Montag für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden, wie das Hotel auf seiner mitteilte. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass deutsches Recht gilt.

Am Wochenende hieß es noch, die Hotel-Angestellte könne womöglich nicht belangt werden. Grund sei der NATO-Truppen­statut, der Angehörigen der US-Streitkräfte in Deutsch­land Immunität vor deutscher Strafverfolgung gewährt. Auch nach Ansicht des Ministerpräsidenten muss der Leichtsinn der Frau „Konsequenzen haben“. Söder befürwortet das von Bay­erns Innenminister Joachim Herrmann angedachte Bußgeld für die Superspreaderin.

Update, 14.51 Uhr - Zwei Schüler im Kreis Altötting positiv: Knapp 40 Kinder in Quarantäne

Im Landkreis Altötting sind am Montag zwei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich zum einen um einen Schüler einer 2. Klasse der Grundschule Teising und zum anderen um einen Schüler einer 6. Klasse der Grund- und Mittelschule Tüßling.

16 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Teising und 23 Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Tüßling, welche im Schulgebäude in Polling unterrichtet werden, wurden umgehend in Quarantäne geschickt.

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, hatten beide infizierten Schüler Kontakt zu jeweils positiv getesteten Reiserückkehrern aus dem familiären Umfeld.

Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung im Video:

Update, 14.24 Uhr - Söder setzt auf rasche bundeseinheitliche Lösung für Fans in Stadien

Bund und Länder streben nach Worten von Bayerns Ministerpräsident schneller als geplant eine einheitliche Lösung für die Fanrückkehr in Stadien an. Man wolle in dieser Woche versuchen, einen Kompromiss zu finden für einen Probebetrieb mit Zuschauern. Dies könne auch sehr schnell erfolgen, möglicherweise auch schon zum Start der Bundesliga an diesem Wochenende, sagte Söder.

Man wolle in dieser Woche eine Entscheidung treffen, ob, wann und in welcher Form das stattfinden könnte. Söder verwies auf Verhandlungen auf der Ebene der Chefs der Staatskanzleien. Ziel sei es, einen einheitlichen Vorschlag zu bekommen für alle Profiligen auch in anderen Sportarten. Man wolle eine „einheitlich Philosophie“ entwickeln, die dann für alle gelte.

Wenn Corona-Infektionszahlen regional gering seien, sei mehr möglich, ansonsten weniger, sagte Söder als Beispiel. Man diskutiere auch über eine Zuschauer-Obergrenze. Zu Größenordnung sagte er auf Nachfrage: „Ich glaube nicht, dass es die Hälfte der Zuschauer sein wird.“

Update, 13.40 Uhr - „Echter Turbo“ für Wissenschaft

Als Reaktion auf trübe Aussichten in Wirtschaft und Wissenschaft wegen der Corona-Krise pumpt Bayern mehr Geld in einen schnelleren Ausbau seines Hightech-Forschungsnetzwerkes. Vom 1. April an soll die Ausschreibung von 1800 Forschungsstellen, Professoren und wissenschaftliches Personal, erfolgen. Dafür stehen 900 Millionen Euro bereit. Eigentlich war der Ausbau schrittweise bis 2023 geplant.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem „echten Turbo“ für die Wissenschaft in Bayern. Die Zeit dafür sei so gut wie nie. Zudem sollen an den Hochschulen Stellen, die aus dem Hochschulausbauprogramm stammen, dauerhaft werden. Dafür stehen dieses Jahr 142,5 und nächstes 100,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Bayerns Hightech-Agenda sah bisher vor, bis 2023 ein neues Netzwerk für Spitzenforschung im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik landesweit zu schaffen. Dazu sollen neben den 1000 Professuren als Teil einer großen Hochschulreform auch mehr als 13.200 neue Studienplätze an allen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Land entstehen. Insgesamt umfasst die Agenda zwei Milliarden Euro.

Update, 13.19 Uhr - Kabinett beschleunigt „Hightech-Agenda" mit 900 Millionen Euro

Die geplante bayerische „Hightech-Agenda“ wird laut Ministerpräsident Söder nun deutlich vom Kabinett beschleunigt – und mit mehr Geld hinterlegt. Laut Söder geht es um zusätzliche 900 Millionen Euro, die aus dem vom Landtag bereits bewilligten 20-Milliarden-Euro-Paket zur Bewältigung der Corona-Pandemie kommen sollen. Es seien keine neuen Schulden geplant und nichts müsse gekürzt werden, betonte Söder.

Update, 13.05 Uhr - Söder befürwortet Strafe für Garmischer Superspreaderin

Nach der Kabinettssitzung eröffnet Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Pressekonferenz. Erneut weist er darauf hin, dass die Corona-Pandemie längst nicht vorbei sei. „Um uns herum explodiert die Corona-Herausforderung“, so Söder und verweist auf die steigenden Zahlen von Österreich und Frankreich. „Zu glauben, dass Deutschland die Insel der Glückseligen ist, ist naiv“.

Auch der Fall in Garmisch-Partenkirchen würde zeigen, wie schnell die Situation erneut kritisch werden kann. Es wäre es „Musterfall der Unvernunft“. Laut dem Ministerpräsidenten muss der Leichtsinn der dort infizierten Frau, die offenbar trotz Symptomen durch die Bars im Ort gezogen war, „Konsequenzen haben“. Söder befürwortet das angedachte Bußgeld für die Superspreaderin.

Update, 12.50 Uhr - Söder-PK in Kürze live: Staatsregierung will weiteres Hilfsprogramm

Corona hat Bayerns Industrie tief getroffen. Deshalb will das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Autohersteller und Zulieferer wohl mit neuen Hilfszahlungen unterstützen. Außerdem werden wohl die jüngsten Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Politik in München und Deutschland das bayerische Kabinett beschäftigt haben.

rosnenheim24.de berichtet wie gewohnt LIVE von der Pressekonferenz.

Update, 12.30 Uhr - Zwei Corona-Fälle am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim

Wie das Gesundheitsamt Rosenheim auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte, gibt es derzeit zwei positiv getestete Schüler einer zehnten Klasse am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim.

Sämtliche Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte der 10. Klassenstufe wurden vorerst vom Präsenzunterricht freigestellt. Davon betroffen sind auch Schülerinnen und Schüler der sogenannten Kombinationsklassen, welche zeitweise mit der entsprechenden Klasse gemeinsam Unterricht hatten.

Nähere Informationen liegen derzeit noch nicht vor, weitere Informationen bezüglich des weiteren Vorgehens wird das Gesundheitsamt im Lauf des Tages bekanntgeben.

Update, 11.38 Uhr - WHO: Weltweit so viele Neuinfektionen wie nie zuvor

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut einen Rekord an neu gemeldeten Corona-Fällen innerhalb eines Tages registriert. Weltweit wurden zuletzt 307.930 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus am Sonntag veröffentlichten WHO-Daten hervorgeht. Das sind rund 1000 Fälle mehr als beim jüngsten Höchststand vor einer Woche.

Damit sind seit Bekanntwerden des Erregers Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 28,6 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist allerdings nach Einschätzung von Experten erheblich. Spitzenreiter bei den neuen Fällen sind nach absoluten Zahlen Indien, die USA und Brasilien. Auf Platz vier liegt Spanien mit rund 12.000 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Mehr als 917.000 Infizierte sind nach der WHO-Statistik (Stand Sonntag, 13 MESZ) weltweit bisher gestorben. Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle blieb zuletzt laut WHO-Daten relativ konstant. Am Sonntag wurden rund 5500 Tote in 24 Stunden registriert.

Update, 10.58 Uhr - Ab heute wieder strengere Regeln in Österreich

In Österreich hat die zweite Corona-Infektionswelle nach Einschätzung von Bundeskanzler Sebastian Kurz bereits begonnen. „Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle“, erklärte Kurz am Sonntag. Er bat die Bevölkerung, sich weiter an alle Corona-Maßnahmen zu halten und soziale Kontakte zu reduzieren.

Ab heute gelten in Österreich wieder strengere Regeln: Masken beim Einkaufen und in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen, kleinere Veranstaltungen (maximal 50 Personen), in der Gastronomie darf nur noch im Sitzen gegessen werden. Insgesamt infizierten sich in Österreich bislang mehr als 33.000 Menschen mit dem Coronavirus, rund 750 starben.

Zuletzt war ein drastischer Anstieg der Corona-Infektionen verzeichnet worden. Am Samstag meldete die Regierung 869 neue Fälle, mehr als die Hälfte davon in der Hauptstadt Wien. Am Sonntag wurden 463 weitere Fälle registriert. Kurz warnte, schon bald werde die Marke von tausend Neuansteckungen pro Tag erreicht.

Update, 10.08 Uhr - Söder schlägt Corona-Probebetrieb in Fußballstadien vor

CSU-Chef Markus Söder sieht Chancen für Bundesliga-Fußball vor Fans. „Ich bin zurückhaltend, aber ich sehe eine Chance, dass wir für einige Wochen eine Art Probebetrieb machen und Ende Oktober ein endgültiges Bild haben“, sagte er der „Bild“-Zeitung am Sonntagabend. Die Entscheidung dazu solle in den kommenden Tagen fallen.

Bayerns Ministerpräsident forderte aber strenge Auflagen, die an das jeweilige Stadion angepasst werden müssten. „Wie viele Zuschauer das pro Stadion sind, das muss man noch verhandeln.“ In jedem Fall dürfe ein Öffnen der Stadien nicht die Öffnung von Schulen und Kitas gefährden. Die gehe vor, sagte Söder.

Update, 9.13 Uhr - PK um 13 Uhr: Kabinett will weiteres Hilfsprogramm

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will dem angeschlagenen Industriestandort Augsburg mit 100 Millionen Euro unter die Arme greifen. „Wir werden in Augsburg ein großes Zentrum für die Weiterentwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz schaffen“, sagte der CSU-Chef der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag). Zudem soll die schwäbische Stadt laut Söder mit dem Geld als Zentrum für die Weiterentwicklung von Wasserstoff als Kraftstoff gefördert werden.

Mehrere große Augsburger Unternehmen haben in den vergangenen Monaten Einschnitte wegen der Corona-Krise angekündigt. So will der in Augsburg ansässige Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions 1650 Arbeitsplätze in Deutschland und 950 im Ausland streichen. Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec sind zudem am Unternehmenssitz in Augsburg rund 1000 Jobs und in Norddeutschland weitere 1800 Stellen gefährdet.

Das bayerische Kabinett will am Montag (10 Uhr) über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Industrie in Bayern beraten. Im Zentrum steht die Autoindustrie mitsamt ihrer Zulieferbetriebe. Aber auch die in Schwaben stark vertretene Luft- und Raumfahrtindustrie soll gefördert werden.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der PK um 13 Uhr.

Update, 7.48 Uhr - Ab heute Maskenpflicht an Rosenheimer Grundschulen

Aufgrund der andauernden Überschreitung des Schwellenwertes der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 in der Stadt Rosenheim hat das Gesundheitsamt weitere präventive Maßnahmen für Schulen und Kindertagesstätten festgelegt. Spätestens ab Dienstag (15. September) müssen in allen Schulen der Stadt – auch in Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren – alle Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, auch im Unterricht. Die Regelung tritt am Montag (14. September) in Kraft, bis Dienstag gibt es noch eine Schonfrist. Die Verpflichtung gilt bis einschließlich Freitag, 18. September. Ab Montag, 21. September, besteht die Maskenpflicht im Unterricht, wenn im Klassenzimmer ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.

Auch in den Kindertagesstätten im Stadtgebiet gelten spätestens ab Mittwoch, 16. September, und bis einschließlich 2. Oktober präventive Maßnahmen: Einrichtungen, die offene oder teiloffene Konzepte umsetzen, müssen wieder feste Gruppen bilden. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Maske tragen. Der Besuch von Kindern mit nur leichten Krankheitssymptomen bleibt möglich.

Update, 7.11 Uhr - Weitere bayerische Schulen wegen Corona-Fällen geschlossen

Nachdem letzte Woche bereits die Mittelschule in Furth im Wald (Kreis Cham) ihre Türen für den Präsenzunterricht schließen musste, sind nun zwei weitere Schulen betroffen. So fällt der Präsenzunterricht an der Realschule in Schöllnach im Landkreis Deggendorf vorerst aus. Grund ist die Corona-Erkrankung einer Zehntklässlerin. Da das Mädchen regelmäßig mit dem Schulbus gekommen ist, müssen nun zuerst alle Fahrschüler ermittelt werden, die Kontakt zu ihr hatten, so der Bayerische Rundfunk. Erst dann könne man abschätzen, wann Präsenzunterricht wieder möglich sein wird.

Vorerst geschlossen bleibt auch das Röntgen-Gymnasium in Würzburg. Eine Lehrkraft und ein Schüler oder eine Schülerin wurden positiv auf das Coronavirus getestet, zudem gibt es an der Schule mehrere symptomatische Verdachtsfälle. Sowohl alle Schüler als auch Lehrer sollen nun getestet werden. Speziell dafür wird auf dem Parkplatz des Würzburger Dallenbergbades ein mobiles Testzentrum errichtet. 

927 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland rund 17.700 aktive Corona-Fälle. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen 927 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig - an Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 260.355 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 14.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9350. Seit dem Vortag wurde ein Todesfall mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 233.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mh/mz/sa/mda/dpa

Rubriklistenbild: © Jorge Saenz

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