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Mit zwei kleinen Kindern in Steinbruch bei Coburg gelebt

Vor Monaten untergetaucht: Reichsbürger versteckte sich in Erdbunker

Untergetauchter Reichsbürger in Erdbehausung festgenommen
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Blick in den Bunker: Hier hauste ein von der Polizei gesuchter 50-jähriger Reichsbürger mit seinen zwei minderjährigen Kindern.

Coburg – Er lebte mit seinen beiden Kindern versteckt in einer ausgebauten Höhle in einem Steinbruch in Oberfranken. Dann nahm die Polizei ihn in einer großangelegten Aktion fest. Er kam in ein Gefängnis - und ist nun wieder auf freiem Fuß.

Der 50-Jährige, der in seiner Erdbehausung im Landkreis Lichtenfels festgenommen wurde, durfte nach Behördenangaben das Gefängnis verlassen. Er durfte gehen, nachdem er eine Geldstrafe gezahlt hat.

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Coburg am Montag (27. Mai) auf Anfrage mit. Das Amtsgericht Lichtenfels hatte den Mann im Juni 2018 per Strafbefehl wegen Beleidigung in drei Fällen zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt, wie eine Sprecherin des Gerichts sagte. Weil er nicht zahlte und unauffindbar war, erließ die Staatsanwaltschaft einen sogenannten Vollstreckungshaftbefehl gegen den 50-Jährigen.

Die Erdbehausung in einem Steinbruch bei Coburg von außen.

Nach seiner Festnahme Mitte Mai kam der Reichsbürger deshalb in ein Gefängnis. Nachdem er die ursprüngliche Geldstrafe von 2700 Euro gezahlt hatte, durfte er am vergangenen Freitag die Haft verlassen, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Bernhard Lieb sagte.

Die Polizei hatte den Mann in seiner selbstgegrabenen Erdbehausung in einem Steinbruch im Landkreis Lichtenfels festgenommen. Dort hatte der Reichsbürger mit seinen beiden Kindern gelebt. In der Behausung sorgten Autobatterien für Strom. Milch und Fischkonserven waren auf Vorrat gekauft, die Kinder besaßen Spielzeug und Bücher. Zwischen 6 und 17 Uhr, wenn Arbeiter im Steinbruch waren, streifte B. mit den Jungs durch die Wälder. Vor zwölf Tagen zog ihn dann das SEK aus dem Loch. Seine Ersatzhaftstrafe hat er wohl inzwischen abgesessen, er wurde im Ort gesehen.

Um die Kinder kümmert sich nun das Jugendamt. Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht als souveräneren Staat an. Die Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

mh mit Material der dpa

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