Rechtsstreit um das Grab auf Fraueninsel neigt sich dem Ende zu

Kosten für Reinigung des Jodl-Grabes: Landgericht fällt Urteil

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Das Jodl-Grab auf der Fraueninsel.
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Chiemsee/München - Der Rechtsstreit um das sogenannte "Jodl-Grab" auf der Fraueninsel scheint ein Ende zu finden. Das Landgericht München I beschäftigte sich mit dem Fall am Dienstagvormittag. 

UPDATE, 4. Dezember, 13.15 Uhr:

Im juristischen Tauziehen um das umstrittene Jodl-Grab auf der Fraueninsel im Chiemsee hat das Landgericht München I nun ein Urteil gefällt: Wie Pressesprecher Uwe Habereder auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärt, wurde die Berufung des Aktionskünstler abgewiesen. 

Damit muss Wolfram Kastner die Reinigungskosten des Grabes des früheren Wehrmachtsoffiziers Alfred Jodl in Höhe von rund 4000 Euro übernehmen - so wie es das Amtsgericht gefordert hatte. Kastner hatte das Grab im Jahr 2016 zweimal mit roter Farbe als Symbol für Blut beschmiert.

UPDATE, 4. Dezember, 7.05 Uhr:

Nachdem die Verhandlung vor dem Landgericht München I vor rund zwei Wochen aus nicht näher genannten Gründen vertagt worden war, ist es am Dienstag so weit. Dann soll die Kammer entscheiden, ob der Künstler Wolfram Kastner für die Reinigungskosten für das Grab des Wehrmachtsoffiziers Alfred Jodl auf der Fraueninsel aufkommen muss. Kastner hatte das Familiengrab zweimal mit roter Farbe besprüht.

Der Vorbericht:

Das Landgericht München I hat am Dienstag die Entscheidung in der Frage, ob der Künstler Wolfram Kastner Reinigungskosten in Höhe von etwa 4.000 Euro bezahlen soll, kurzfristig auf 4. Dezember vertagt. Das teilte ein Sprecher des Landgerichtes mit. Gründe für die Vertagung wurden nicht genannt.

Kastner wollte vor zwei Jahren ein Zeichen gegen den Nazi-General Alfred Jodl setzen und beschmierte deswegen das Familiengrab der Jodls zweimal mit roter Farbe. Die Reinigungskosten in Höhe von 4.000 Euro will ein Mitglied der Jodl-Familie nun von dem Künstler erstattet haben. In dem Grab auf der Fraueninsel sind die beiden Ehefrauen Jodls, Irma und Luise, beerdigt. 

Jodl, ehemaliger Wehrmachtsoffizier und verurteilter NS-Kriegsverbrecher, ist selbst dort nicht beerdigt. Sein Name stand aber bis vor kurzem trotzdem auf dem Grabstein. In Zukunft soll der Name des Generals aber verdeckt werden. Erst Mitte Oktober hatte die Gemeinde Chiemsee einen gerichtlichen Vergleich mit der Familie geschlossen, wonach das Grab in veränderter Form erhalten bleiben soll.

mw/mb

Quelle: chiemgau24.de

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