Chemieunfall: Noch mehr tote Fische in Alz

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Aktivisten von Greenpeace stehen am 09.11.2006 mit Plakaten vor dem Industriepark der Gemeinde Burgkirchen a.d. Alz. Nach einem Chemieunfall in Burgkirchen haben Feuerwehrleute rund sechs Tonnen tote Fische aus der Alz geborgen.

Burgkirchen - Nach dem Chemieunfall in Burgkirchen werden immer mehr tote Fische geborgen. Es seien noch einmal 500 Kilo Kadaver aus der Alz geborgen worden, so das Landratsamt Altötting.

Die Menge habe sich dadurch auf 6,5 Tonnen erhöht. Dabei seien die toten Fische noch nicht erfasst, die sich auf dem Boden ablagerten. Am Mittwoch hatte die Betreibergesellschaft des dortigen Industrieparks fehlerhaftes Ableiten von verseuchtem Wasser in die Alz eingeräumt.

Wasserproben der Alz ergaben der Behördenmitteilung zufolge, dass unmittelbar an der Einleitungsstelle der giftigen Chemikalie der Stoff vor drei Tagen noch in sehr geringer Konzentration nachgewiesen wurde. Es handelt sich dabei um den Waschmittelrohstoff Genamin LA 302 D. Außerhalb der Einleitungsstelle ist das sogenannte Fettamin nicht mehr zu messen. Auch Trinkwasserproben hätten keinen Befund ergeben. Die Ergebnisse von Grundwasseruntersuchungen stehen noch aus.

Zu dem Unglück ermittelt die Staatsanwaltschaft. Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) sprach von einem gravierenden Fall. Die Landtags-Grünen fordern vollständige Aufklärung. Der Industriepark Werk Gendorf ist Standort von mehr als 20 Unternehmen der Chemiebranche. Er beschäftigt rund 4000 Mitarbeiter.

dpa

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