Bundespolizei legt Schleppern das Handwerk

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Die Bundespolizei fasste im deutsch-österreichischen Grenzgebiet Schlepper

Oberaudorf/Piding - Fahnder der Bundespolizei haben im deutsch-österreichischen Grenzgebiet sechs mutmaßlichen Schleppern das Handwerk gelegt.

Am Sonntag brachte ein Marokkaner drei Syrer und drei Iraker im Alter von 16 bis 24 Jahren illegal nach Deutschland. Beamten der Bundespolizei stoppten seinen vollbesetzten Pkw auf der A 93 bei Oberaudorf. Bereits am Vortag schleusten zwei Dänen syrischer Herkunft fünf Syrer, zwischen 12 und 43 Jahren, über die Grenze. Sie wurden ebenfalls auf der Inntalautobahn festgenommen. Nach Angaben der Geschleusten bekamen die Schlepper für den Transport aus der Heimat nach Europa 11.500 Euro. Auf der A 8 nahe Weyarn zogen die Fahnder der Bundespolizei einen Mietwagen aus dem Verkehr. Die deutsche Fahrzeugführerin hatte sechs Syrer, darunter drei Kinder, unerlaubt über die Grenze geschleust. Sie hatte nach Angaben der Polizei keine Papiere bei sich.

Fahndungstreffer auch in Piding

Auf der Autobahn München Richtung Salzburg kontrollierten die Bundespolizisten nahe Piding am frühen Sonntagmorgen ein in Ungarn zugelassenes Fahrzeug. Im wagen befanden sich neben dem ungarischen Fahrer drei Syrer, 43, 27 und 23 Jahre alt, sowie ein 23-jähriger pakistanischer Staatsangehöriger. Im Gegensatz zu seinen Mitfahrern, die keine Dokumente für einen Aufenthalt in Deutschland besaßen, konnte sich der Fahrer ordnungsgemäß ausweisen. Keine 24 Stunden zuvor hielten die Beamten an selber Stelle einen anderen Ungar an, der zwei Senegalesen im Alter von 26 und 31 Jahren, einen 32-jährigen Mauretanier und einen 31-jährigen Mann aus Gambia im Auto beförderte. Die Geschleusten konnten sich auch hier nicht ausweisen und gaben, dass eine Fahrt von Ungarn bis Deutschland 1.000 Euro gekostet hätte.

Alle unerlaubt eingereisten Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Ihre Fahrer müssen sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten. Der mutmaßliche Schleuser aus Marokko und einer der beiden Ungarn wurden auf richterliche Anordnung in Untersuchungshaft genommen.

Über 300 Fälle im Frühjahr

Die Bundespolizeiinspektion hat im Mai ebenso wie im Juni rund 40 Schleusungs- und Beihilfefälle mit etwa 80 bis 90 Geschleusten festegestellt. In beiden Monaten beendeten die Bundespolizisten im deutsch-österreichischen Grenzgebiet jeweils über 300 illegale Einreisen. Die meisten der unerlaubt eingereisten kamen in diesem Jahr bislang aus Afghanistan, Syrien, dem Kosovo, Nigeria und Somalia.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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