Bundespolizei schnappt 16 Illegale

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Rosenheim/Teisendorf/Bad Reichenhall - Der Bundespolizei gingen am Wochenende 16 unerlaubt eingereiste Personen, ein Urkundenfälscher und ein mutmaßlicher Schleuser ins Netz:

Festnahmen in Rosenheim

Am Bahnhof in Rosenheim trafen die Beamten auf vier junge Männer, die kurz zuvor mit einem Zug aus Kufstein angekommen waren. Keiner aus dem Quartett konnte sich ausweisen. Nach eigenen Angaben handelte es sich um Afghanen im Alter von 15 bis 24 Jahren. Die Ermittlungen ergaben, dass zwei von ihnen bereits in Italien Asyl beantragt hatten. Daher mussten sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen nach Italien zurückkehren. Die beiden anderen Flüchtlinge wurden an eine Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Die Münchner Flüchtlingsstelle kümmert sich auch um zwei Inder, die mit einer Regionalbahn aus Österreich am Rosenheimer Bahnhof angekommen waren. Gleich nach dem Ausstieg aus dem Zug wurden sie von der Bundespolizei „in Empfang genommen“. Auch sie hatten keine Papiere dabei. Beide wurden wegen illegaler Einreise angezeigt. Ein Libanese, der von Zivilfahndern im Stadtgebiet Rosenheim überprüft wurde, musste das Land auch gleich wieder verlassen. Der 28-Jährige war nachweislich mit einem Zug aus Wels unerlaubt eingereist. Einen gültigen Ausweis führte er nicht mit. Die Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass er sich in Österreich in einem Asylverfahren befindet. Daher wurde er in die Alpenrepublik zurückgeschoben.

Fahndung in Zügen

In grenzüberschreitenden Fernreisezügen nahmen die Rosenheimer Bundespolizisten außerdem bei Teisendorf einen 16-jährigen Pakistani, auf Höhe Brannenburg einen 35-jährigen Staatenlosen und einen 30-jährigen Algerier sowie bei Großkarolinenfeld einen Iraker im Alter von 23 Jahren wegen unerlaubter Einreise fest. Anders als der Minderjährige aus Pakistan, der Staatenlose und der algerische Staatangehörige hatte der Iraker sogar einen Ausweis dabei. Den Fahndern entging jedoch nicht, dass seine rumänische Identitätskarte gefälscht war. Bevor er sich von der Flüchtlingseinrichtung aufnehmen lassen konnte, musste er als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren 200 Euro hinterlegen. Die anderen drei Personen wurden nach Österreich zurückgeschoben.

Fahndungsschleier auf Autobahn

Der Fahndungsschleier zeigte auch auf den Autobahnen im Grenzgebiet seine Wirkung. So beendete die Bundespolizei auf der A 8 kurz vor Bad Reichenhall die Fahrt eines pakistanischen Staatsangehörigen ohne Papiere. Ehe der 35-Jährige das Land wieder verlassen musste, hatte er für das Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise eine Sicherheit von 100 Euro zu zahlen. Ebenfalls auf der Autobahn von Salzburg Richtung München stoppten die Freilassinger Bundespolizisten auf Höhe Piding einen Bosnier und nahe Anger zwei Serben. Der 45-jährige bosnische Staatsangehörige hatte mit seiner Busfahrt gegen ein Einreiseverbot des Ausländeramts Karlsruhe verstoßen. Der serbische Fahrer eines Pkw mit belgischer Zulassung dagegen hätte nach Deutschland reisen dürfen. Den erforderlichen Ausweis hatte er auch dabei, allerdings beförderte er eine 31-jährige Landsfrau, die nicht über die erforderlichen Grenzübertrittspapiere verfügte. Während die Frau wegen unerlaubter Einreise angezeigt wurde, hat sich der Fahrzeugführer wegen Einschleusens von Ausländern zu verantworten. Beide mussten Deutschland inzwischen wieder verlassen. Ebenfalls nach Österreich zurückgeschoben wurde ein 47-Jähriger aus Sri Lanka. Die Lindauer Bundespolizisten nahmen den Mann auf der A 96 bei Sigmarszell fest. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass das Bundespolizeiamt in Kleve gegen den Mann vor etwa drei Jahren ein Einreiseverbot verhängt hatte. Trotz sri-lankischen Reisepasses und schweizerischer Aufenthaltserlaubnis war er daher unerlaubt eingereist. Für das Strafverfahren, das ihm bevorsteht, musste er 200 Euro als Sicherheit hinterlegen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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