Brüder greifen Rentner nach Wiesnbesuch an

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Wiesn 2010.

München - Brüder haben nach dem Wiesnbesuch einen Rentner verprügelt. Das Opfer hatte die Täter auf das Rauchverbot am S-Bahnhof Hackerbrücke hingewiesen. Auch helfende Passanten wurden attackiert.

Zwei Männer haben am Samstag am S-Bahnhof Hackerbrücke einen Rentner angegriffen und dabei schwer verletzt. Der 65-jährige Mann, der von einem Oktoberfestbesuch kam, hatte die beiden Täter an einem Treppenabgang auf das dort geltende Rauchverbot aufmerksam gemacht. Daraus entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung zwischen dem Rentner und den beiden Männern. Dabei schubste einer der Täter den Wiesnbesucher, so dass er zu Boden fiel. Dabei zog sich der Rentner einen Bruch des Oberschenkelhalses zu.

Ein Passant, der dem Opfer zu Hilfe eilen wollte, wurde ebenfalls von den Tätern attackiert. Die beiden 27 und 31 Jahre alten Brüder aus München schlugen auf den Mann und dessen Frau ein. Die 37-jährige Ehefrau erlitt dabei eine Halswirbelstauchung.

Die Bundespolizei konnte die betrunkenen Schläger noch am S-Bahnhof festnehmen. Für den jüngeren Haupttäter beantragte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Er ist bereits polizeibekannt. Der 27-jährige Beschuldigte wehrte sich heftig, als ihn die Beamten nach Stadelheim in Untersuchungshaft brachten. Deshalb erwartet ihn nun neben der Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung auch noch ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Der verletzte Rentner musste am Montag wegen des Bruchs operiert werden.

Der Fall erinnert an die U-Bahnschläger vom Arabellapark, die 2007 ebenfalls einen Rentner angegriffen hatten, weil er sie auf das Rauchverbot im U-Bahnhof hingewiesen hatte. Sie wurden später wegen Mordversuchs zu achteinhalb und zwölf Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Oktoberfest live

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