DB und ÖBB starten Internetpräsenz zu Streckenplanungen

Brennerzulauf: Wann kommt der Ausbau?

Rosenheim - Die Eisenbahnachse Brenner zwischen München und Verona ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte. DB und ÖBB informierten am Montag über Ausbau, Schallschutz und Bürgerbeteiligung.

Die Eisenbahnachse Brenner zwischen München und Verona zählt zu den wichtigsten europäischen Verkehrsprojekten und ist Teil des Skandinavisch – Mediterranen Verkehrskorridors.

Über den Stand des Planungsprozesses zum Ausbau des Brennerzulaufes zwischen Rosenheim und Wörgl haben am Montag die Deutsche Bahn (DB) und die ÖBB-Infrastruktur AG informiert. Politiker aus dem Landkreis Rosenheim konnten sich ein Bild machen über die weitere Vorgehensweise, die darauf zielt, mit bedarfs-gerechten Aus- und Neubauten keine Engpässe auf den Schienen entstehen zu lassen.

Darüber hinaus hat die DB auch Politiker aus dem Landkreis Ebersberg über die nun vorliegenden Erkenntnisse für den nördlichen Teil des Brennerzulaufs zwischen München und Rosenheim informiert. Stefan Kühn, DB Netz Bayern: „DB, ÖBB und die Verkehrsministerien beider Länder sind sich einig, mit dem Ausbau bedarfsgerecht vorzugehen. Planung, Genehmigung, Finanzierung und Errichtung eines großen Infrastrukturprojekts wie der Neubau einer Bahnstrecke erfordern einen Umsetzungszeitraum von rund zwei Jahrzehnten. Das heißt, wir werden zwischenzeitlich die vorhandene Strecke verbessern.“

DB und ÖBB werden bei den Planungen für den Verlauf einer Neubaustrecke alle beteiligten Kommunen und Bürger eng einbeziehen. Die Gremien und Veranstaltungen werden nach Vorliegen aller Planungsgrundlagen auf regionaler und lokaler Ebene eingerichtet. Ziel ist, dass Interessierte und Beteiligte die Möglichkeit erhalten, sich unmittelbar oder mittelbar in den Planungsprozess einzubringen. In Kürze starten die Bahnen darüber hinaus eine Internetpräsenz (www.brennernordzulauf.eu) mit allen Informationen zu den Planungen.

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Der Start des Trassenauswahlverfahrens für die Neubaustrecke und damit der aktiven Bürgerbeteiligung ist für Anfang 2016 vorgesehen. Bis dahin sind aufgrund des grenzüberschreitenden Charakters des Projektes ergänzende Vereinbarungen zwischen den Bahnen abzuschließen. Auf dieser Basis kann dann die Ausschreibung der Planungsleistungen erfolgen.

Auf der bestehenden Bahnstrecke im bayerischen Inntal sind heute 180 Züge im Tagesdurchschnitt unterwegs. Die Kapazität reicht derzeit für rund 200 Züge. Stefan Kühn: „Die Prognosen sagen für den Korridor für 2025 rund 300 Zügen/Tag voraus. Um auf dem Korridor zu keiner Zeit Kapazitätsengpässe zu haben, werden wir daher mit zusätzlichen Signalanlagen und Überholmöglichkeiten eine Erweiterung auf bis zu 300 Züge pro Tag ermöglichen. Dabei haben auch Schallschutzmaßnahmen für die Anwohner entlang der Strecke hohe Priorität."

2012 ist der erste Abschnitt der neuen Unterinntalbahn als Teil der nördlichen Zulaufstrecke zum Brenner Basistunnel in Betrieb gegangen. Die Arbeiten am Basistunnel liegen im Zeitplan. Bereits 32 Kilometer Tunnel wurden in den vergangenen Jahren in Österreich und Italien gebaut. Ab 2026 wird der Basistunnel in Betrieb genommen. Im Juni 2012 wurde von den Verkehrsministern Deutschlands und Österreichs in Rosenheim eine „Vereinbarung über die koordinierten Planungen zum Ausbau der grenzüberschreitenden Schienenverbindung München – Innsbruck“ unterzeichnet.

Pressemitteilung Deutschen Bahn AG

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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