Gemeinderatssitzung im Mai

Jokisch: "Lärmschutz, Lärmschutz, Lärmschutz!"

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Brannenburg - Über 320 Züge könnten auf der Bahnstrecke im Inntal im Zuge des Ausbaus der Brennerzulaufstrecke künftig pro Tag verkehren. Der Lärmschutz der Anwohner ist daher oberstes Ziel:

Aktuell fahren rund 180 Züge auf der Bahnstrecke im Inntal. Eine Zahl, die sich in den kommenden Jahren deutlich erhöhen könnte. Im Zuge des Ausbaus der bestehenden Trasse in Richtung Brennerbasistunnel erwartet die Politik schätzungsweise künftig ein Verkehrsaufkommen von über 320 Zügen pro Tag. Dass dem Schutz der Bevölkerung vor Lärm-Immissionen dabei ein ganz besonderer Stellenwert zukommt, steht laut Matthias Jokisch, dem Bürgermeister der Gemeinde Brannenburg, völlig außer Frage. Der Gemeinderat der Kommune im Inntal beschäftigte sich in seiner Mai-Sitzung mit einer Möglichkeit, die über die zugesagten Leistungen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt hinaus geht.

Lärmaktionsplanung zusätzlich zur Ertüchtigung

In der Lärmaktionsplanung für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes sollen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung alle Betroffenen Informationen zur persönlichen Lärmbelästigung übermitteln, erklärt Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch. "Aus den Gesprächen mit den Bürgern vor Ort geht ganz klar ein großer Fokus hervor: Lärmschutz, Lärmschutz, Lärmschutz!" erklärt Jokisch im Gespräch mit rosenheim24.de. Auf der einen Seite sei man natürlich froh, als Inntalgemeinde an das Netz der Bahn angeschlossen zu sein, auf der anderen Seite stehe jedoch auch der Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Immissionen an oberster Stelle.   

Nach den Zusagen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt bei der Vorstellung der weiteren Planung zum Brennerzulauf im Februar diesen Jahres, die vor allem mit zusätzlichen Maßnahmen die Anwohner im Inntal entlasten sollen, habe sich die Stadtverwaltung weiter Gedanken gemacht, so der Bürgermeister weiter. "Beim Lärmschutz hat sich viel getan, wir müssen weiter dran bleiben", ergänzt Jokisch und erkennt dabei noch umfangreiche Lücken in Sachen Lärmschutz in Brannenburg. Lücken die im Zuge der Lärmaktionsplanung geschlossen werden könnten.

Bürgerbeteiligung noch bis Ende Mai

In der ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, die bereits am 15.April begann und der noch bis zum 31.Mai online beigetreten werden kann, erhalten neben Privatpersonen auch Organisationen, Vereinigungen und Initiativen die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Unter www.laermaktionsplanung-schiene.de haben sich bis Mitte Mai bereits über 2.300 Betroffene zu Wort gemeldet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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