Karfreitkaserne: Unterschlupf für Zirkus

Brannenburg - Ein ungewöhnlicher Anblick bietet sich an der stillgelegten Karfreit-Kaserne: Dort hat ein Zirkus sein Winterquartier aufgeschlagen.

Dass das Zirkusgeschäft nicht immer sehr rentabel ist, ist durchaus bekannt. Nun trifft es auch in der Region einen Wanderzirkus recht hart. Der Circus Feraro hat sein Winterquartier in der Brannenburger Kaserne aufgeschlagen. Eingefädelt hat das Helene Mayer zusammen mit ihrem Lebensgefährten Wolfgang Endler, der das Areal gekauft hat. Doch die Vorräte an Heu und Stroh gehen langsam zu Ende. „Der Circus schmeißt einfach nicht mehr so viel ab“, so Zirkusdirektor Hermann Schmidt.

Der Zirkusdirektor beim Tierefüttern

Er führt den Tross von Artisten und Tieren bereits in der siebten Generation. Gestiegene Fixkosten, höhere Lebensunterhaltskosten und der Ausfall einer seiner Zugmaschinen im Sommer bereiten den drei Familien im Circus Feraro Sorgen. Durch einige Absagen von Auftritten sieht die finanzielle Lage derzeit schlecht aus. Die insgesamt 22 Personen durchleben eine schwere Zeit. Teilweise ohne Heizung müssen sie sich in ihren Wohnwagen aufhalten. Der 56-Jährige möchte aber nicht einfach aufgeben. Er sieht seinen Job als Berufung. Über Unterstützung, egal welcher Art, würde sich Schmidt sehr freuen: „Ein Zirkus ist immer auf ein Publikum angewiesen, im Sommer als auch im Winter.“

Auch die über 40 Tiere könnten ein wenig Futter gut gebrauchen, denn „Tiere sind unser Kapital“, so der Direktor. Die vielen Ponys, Lamas und Pferde haben ihre Quartiere nur unweit der Wohnwagen. Betteln möchte er aber keinesfalls. Vielmehr möchte Schmidt „kämpfen, dass der Zirkus nicht ausstirbt.“. Den Wanderzirkus gibt es mittlerweile schon seit 28 Jahren. Tosender Applaus und positive Rückmeldungen nach einer gelungenen Vorstellung sind für den 56-jährigen das Größte. Daraus zieht er die Motivation, auch in schlechten Zeiten nicht aufzugeben und an einen bessere Zukunft zu denken. So auch jetzt.

Wenn Sie Interesse haben die Familie mit Spenden zu unterstützen, dann melden Sie sich unter der Telefonnumer 0160 / 6500175. Oder Sie besuchen die Familien einfach vor Ort., an der ehemaligen Kaserne in der Nußdorfer Straße. Die gesamte Zirkusfamilie wäre darüber sehr dankbar. Informationen gibt es auch im Internet auf www.circus-feraro.de.

mb

Quelle: rosenheim24.de

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