Hitzer: „Bin echt überglücklich“

Ruhpolding - Zum Auftakt der Biathlon-Saison hat sich Lokalmatadorin Kathrin Hitzer im Einzelrennen über 15 km den ersten Titel gesichert, bei den Männern gewann Geburtstagskind Andreas Birnbacher. *Video*

Wir haben nach dem Sieg mit der Siegerin gesprochen, die sich eigentlich gar nicht fit gefühlt hat.

Am Geburtstag deutscher Meister – Schlechings Skijäger Andi Birnbacher macht sich sein schönstes Geschenk selber. „Besser hätte der Tag nicht laufen können“, freute sich Skijäger Andi Birnbacher aus Schleching nach seinem Zieleinlauf im 20 Kilometer Einzelrennen in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena.

Ausgerechnet an seinem 28. Geburtstag gelang dem „Hobbyangler“ auch sportlich ein dicker Fisch. „Ich hab mir vorgenommen, neunzig Prozent bei diesem Wind zu schießen, das hat geklappt und läuferisch war es fast perfekt“, sagte Birnbacher, der in der vergangenen Saison mit Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen hatte. Bei seiner vorzeitigen Abreise im vergangenen Winter von der Weltmeisterschaft in Südkorea hatte er im Flugzeug wegen akuter Herzbeschwerden Todesängste ausgestanden. „Heuer bin ich fit und der Winter kann kommen“, heißt für ihn die Devise im Olympiawinter.

Weniger gut lief es für Birnbachers Spezl Michi Greis, er musste wegen einer Verletzung auf einen Start verzichten. Trotzdem hatte der Nesselwanger mit Wohnsitz Ruhpolding allen Grund zum Strahlen. Seine Herzdame Kathrin Hitzer sicherte sich den Titel über die 15 Kilometer und das trotz Trainingsrückstands wegen einer Knieoperation. „Es geht nun stetig bergauf, ich bin einfach nur froh“, strahlte Kathrin Hitzer die ganz knapp vor Martina Beck gewinnen konnte.

Auf dem fünften Platz landete Magdalena Neuner und war vor allem mit ihrer Schießleistung zufrieden. Von 20 Schüssen fanden immerhin 17 den Weg ins Schwarze. „Liegend die Fehler sind ärgerlich, ich kann es eigentlich besser“, so die Kampfansage der Weltmeisterin. Etwas hinter den Erwartungen blieb mit Platz vier Kati Wilhelm, machte aber nach den Rennen keinen unglücklichen Eindruck. „Ich denke, der Trainingsaufbau stimmt“, hatte sie kürzlich bei einer Trainingseinheit verlauten lassen.

Neben den sportlichen Highlights stand am Freitag auch Biathlonlegende Fritz Fischer im Mittelpunkt. Der Olympiasieger von 1992 mit der Staffel wurde in den Ruhestand verabschiedet. Er wird die Bundeswehr Ende des Monats verlassen und dann am Stützpunkt Ruhpolding wohl noch mehr Zeit haben, um den heimischen Nachwuchs auf die Sprünge zu helfen. „Ich werde jetzt 53 und fühle mich jung und fit, ich habe noch einiges vor“, feixte Fischer bei den Feierlichkeiten. Am Samstag werden in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena ab 11 Uhr die Staffelbewerbe ausgetragen.

SJH

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Quelle: rosenheim24.de

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