Betrug am Telefon

Vorsicht vor neuer "Microsoft-Masche"!

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Betrugsversuche im Namen von Microsoft
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Landkreis - Einem dreisten Betrugsversuch ist am Montagvormittag ein Pruttinger aufgesessen. Ein vermeintlicher Microsoft-Techniker wollte die Windows-Lizenz erneuern.

Was im ersten Moment harmlos klingt, entpuppte sich im Nachhinein als handfester Online-Betrug. Am Montag Vormittag erhielt ein Mann aus Prutting einen Anruf, vermeintlich im Namen des Software-Herstellers Microsoft. Der Techniker am anderen Ende der Leitung setzte den Pruttinger in Kenntnis, dass seine Windows-Lizenz abgelaufen sei und man ihm dabei helfen wolle, eine neue Lizenz freizuschalten. Dazu stellte der Anrufer mit dem Einverständnis des Mannes eine Direktverbindung mit dessen Rechner her. 

"Nach einiger Zeit verabschiedete er sich mit den Worten, ich solle jetzt eine halbe Stunde nichts an meinem Computer machen, er würde jetzt die Lizenz freigeben. Natürlich bin ich skeptisch geworden," erklärt der Betroffene. Das Gespräch wurde dabei komplett auf Englisch geführt. Er habe den Namen des Anrufers anschließende gegoogelt und sei bald darauf fündig geworden. "Ich unterbrach sofort die Sitzung und fuhr den Computer herunter", berichtet der Betrogene. 

Laut einer Auskunft des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd versuchen die Betrüger so, Schadsoftware auf dem Computer zu installieren. Erfahren die Täter dann noch die Bank- oder Kreditkartendaten der Opfer, hätten sie uneingeschränkten Zugriff auf deren Online-Banking.

Die Polizei rät:

  • Beenden Sie Telefonanrufe mit ausländischer Vorwahl und englischsprechenden vermeintlichen Mitarbeitern der Firma Microsoft sofort. Die Firma nimmt auf diese Weise keinen Kontakt mit Kunden auf.
    • Lassen Sie keinen fremden auf ihren Computer zugreifen! In vorliegenden Fällen war die Kontrolle über den Rechner mittels eines Fernwartungsprogramms übernommen worden. Dies hatten die Betrogenen zuvor zugelassen.
      • Verwenden Sie aktuelle Virenschutzsoftware, eine aktuelle Firewall und tätigen Sie regelmäßig Sicherheitsupdates. 
        • Wurde das Schadprogramm bereits installiert, sollte der Rechner sofort vom Netz getrennt und möglichst durch einen Experten untersucht werden.
          • Bei ungewollten Geldtransaktionen setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung. Geben Sie niemals unbekannten Personen Bank- oder Kontodaten preis.
            • Notieren Sie sich die Informationen des Anrufers und wenden Sie sich an ihre örtliche Polizeidienststelle.

Glück im Unglück

Der Pruttinger hatte bei diesem Betrugsversuch Glück. Er setzte sich sofort mit der Sparkasse und der Polizei in Verbindung, die seinen Fall umgehend weiter verfolgt und sein Konto und die Kreditkarte unverzüglich sperrten. Eienen finanziellen Schaden erlitt der Betroffene dabei nicht. 

Quelle: rosenheim24.de

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