Drei Wochen - drei Geschädigte: Ein Zufall?

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Bernau - Innerhalb von knapp drei Wochen wurden in Bernau die Radmuttern an drei Autos gelockert. Die Geschädigten kennen sich untereinander. War es das Werk eines unbekannten Schraubers?

Als Fabian Müller aus Bernau vergangene Woche sein Auto gegen 10.30 Uhr zu Hause abstellt, ist noch alles in Ordnung. Doch auf dem Weg zur Arbeit am nächsten Tag bemerkt er auf einmal komische Geräusche: "Ich habe so ein Schlagen gehört", so Müller. In seiner Mittagspause schaut der Automechaniker selbst nach und bemerkt, dass die Radmuttern an seinem rechten Vorderrad gelockert sind. "Zirka zwei Gewindegänge wurden alle Muttern herausgeschraubt." Er zieht die Schrauben selbst wieder fest und fährt am Abend zur Polizei, um Anzeige zu erstatten.

Müller fragt auch in seinem Bekanntenkreis herum und wie sich herausstellt, handelt es sich nicht um einen Einzelfall. "Das war der dritte Fall zwischen Mitte August und Anfang September, dass in Bernau Radmuttern an Autos gelockert wurden", bestätigt auch Stefan Jaworek von der Polizeiinspektion Prien.

Für die Polizei sind die Vorfälle allerdings schwer aufzuklären, da "das Zeitfenster, in dem die Taten passiert sein können, sehr groß sind und es wenig Anhaltspunkte auf einen möglichen Täter gibt". Ob es sich um einen Zufall handelt, dass sich die Geschädigten kennen, konnte die Polizei bislang nicht verifizieren.

Sicher ist bislang nur: Ein Selbstverschulden - zumindest im Fall von Fabian Müller - ist ausgeschlossen. "Weil er selbst Automechaniker ist, können wir davon ausgehen, dass sich die Muttern nicht von selbst gelockert haben", erklärt Jaworek.

Daher bittet die Polizei Autofahrer jetzt darum, beim Fahren genau auf ungewöhnliche Geräusche zu achten. "Falls Sie ein klackern oder schlagen wahrnehmen, fahren Sie bitte nicht unbedacht weiter, sondern prüfen Sie Ihre Radmuttern und ziehen sie gegebenenfalls wieder fest." Eine Anzeige bei der Polizei lohne sich allerdings nur, wenn Sie sicher stellen können, dass sich die Muttern nicht von selbst gelöst haben.

Quelle: rosenheim24.de

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