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Private Feiern, Feuerwerk, Maskenpflicht & Co.

Diese Corona-Regeln sollen heuer zu Weihnachten und Silvester gelten

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wollen noch strengere Corona-Regeln durchsetzen.

Berlin/München - Am Mittwoch, 25. November, treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder zum nächsten Bund-Länder-Gipfel. Dabei sollen auch verbindliche Corona-Regeln für Weihnachten und den Jahreswechsel festgezurrt werden.

Vorab sind bereits erste Vorschläge bzw. Beschlussvorlagen durchgesickert, die unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen und das Verbot von Böllern und Feuerwerk an Silvester vorsieht. Außerdem soll die Maskenpflicht ein weiteres Mal verschärft und ausgeweitet werden (News-Ticker Montag, 23. November).

„Wir müssen den Lockdown verlängern. Die Zahlen sind leider weiter zu hoch. Wenn wir die Therapie zu früh abbrechen, riskieren wir einen schweren Rückfall. Dann geht alles von vorne los. Lieber jetzt einen längeren Lockdown als komplett über Weihnachten“, hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in diesem Zusammenhang zuletzt fast gebetsmühlenartig wiederholt. rosenheim24.de hat einen Überblick über die geplanten Regelungen zusammengestellt.

Kontaktbeschränkungen

Die Bürger bleiben aufgerufen, jeden nicht notwendigen Kontakt zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben. Zur weiteren Vermeidung von Kontakten werden die Arbeitgeber gebeten, unbürokratisch Home-Office zu ermöglichen. Die für November geltenden Maßnahmen sollen bundesweit bis zum 20. Dezember verlängert werden.

Länder, die weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen haben (7-Tage-Inzidenz) und eine sinkende Tendenz dieses Wertes aufweisen, sollen davon schon vor dem 20. Dezember abweichen können. Wird bis zu diesem Stichtag keine bundesweit signifikant sinkende Tendenz erreicht, sollen die Maßnahmen für jeweils 14 Tage verlängert werden, bis dieses Ziel erreicht ist.

Private Zusammenkünfte / Feiern

Vom 1. Dezember bis zum 17. Januar sieht der Beschlussvorschlag weitere erhebliche Kontaktbeschränkungen vor, um eine Reduzierung des Infektionsgeschehens mittelfristig abzusichern. So sollen private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen beschränkt werden. Kinder bis 14 Jahre sollen von dieser Regel ausgenommen werden.

Weihnachten

Bei den exakten Vorschlägen für die Weihnachtstage gibt es in dem Entwurf laut Deutscher Presseagentur (dpa) noch eckige Klammern, über deren Inhalt noch beraten werden muss. So sollen nach den Vorstellungen des MPK-Vorsitzes die Personenobergrenzen für Zusammenkünfte innen und außen vom 21. bis zum 27. Dezember - also über die Weihnachtstage - erweitert werden auf Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Personen bis maximal fünf Personen. Alternativ gibt es die Überlegung, diesen Zeitraum vom 21. Dezember bis zum 3. Januar auszudehnen und die Beschränkung auf maximal zehn Personen festzulegen. Kinder bis 14 Jahre sollen jeweils ausgenommen werden.

Mit dieser Regelung solle „Weihnachten auch in diesem besonderen Jahr als Fest im Kreise von Familien und Freunden, wenn auch im kleineren Rahmen, möglich sein“, heißt es in dem Entwurf unter anderem wörtlich. Wo immer möglich solle man sich vor und nach den Feiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne begeben. Diese Regel ist allerdings lediglich als Appell formuliert.

Gottesdienste

Bund und Länder sollen das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen, um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen. Religiöse Zusammenkünfte mit dem Charakter von Großveranstaltungen sollen vermieden werden.

Silvester / Feuerwerk

Verkauf, Kauf und Zünden von Feuerwerk soll deutschlandweit verboten werden. Damit sollen Einsatz- und Hilfskräfte entlastet und die Kapazitäten des Gesundheitssystems freigehalten werden.

Maskenpflicht

Die Maskenpflicht soll ausgeweitet werden. Für öffentliche Verkehrsmittel sowie in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, soll es eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung geben. Auch an Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen auf engem Raum aufhalten, soll demnach eine Mund-Nase-Bedeckung vorgeschrieben werden. Jene Orte sollen von den zuständigen Behörden festgelegt werden.

Auch in Arbeits- und Betriebsstätten soll eine Mund-Nasen-Maske getragen werden - am jeweiligen Arbeitsplatz soll das nicht gelten, wenn ein Abstand von 1,5 Metern zu einer weiteren Person eingehalten werden kann.

Schulen und Universitäten

Hochschulen und Universitäten sollen laut der Beschlussvorlage grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen. Ausnahmen soll es nur für Laborarbeiten, Praktika und Prüfungen geben.

Schüler ab der siebten Klasse sollen künftig auch im Unterricht Maske tragen. Gelten soll das für Schüler und Berufsschüler in Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen - was derzeit vielerorts der Fall ist. Schulen ohne Corona-Fälle können aber davon ausgenommen werden. Bayern fordert hier beispielsweise noch strengere Regeln. Ministerpräsident Söder will an „Hotspots“ sogar eine Maskenpflicht für Grundschüler - auch während des Unterrichts.

mw (mit Material der dpa)

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