Aufwendiger Nachteinsatz zwischen Friedenrath und Haberspitz

Bergwacht Grassau rettet abgestürzten Gleitschirmflieger (29) aus Baumkrone

Einsatz Bergwacht Grassau
+
Der 29-Jährige erlitt eine schwere Fußverletzung.

Grassau / Marquartstein - Fordernder Einsatz für die Bergwacht: Ein 29-jähriger Gleitschirmflieger musste aus einer Baumkrone gerettet werden. Der kräftezehrende Einsatz zog sich über mehrere Stunden.

Die Pressemitteilung im Wortlaut


Am Sonntag, 20. September, rettete die Bergwacht Grassau einen 29-jährigen Gleitschirmflieger. Der in Berlin lebende Südafrikaner war gemeinsam mit weiteren Paraglidern an der Hochplatte gestartet und nach kurzer Zeit auf etwa 1350 Metern Meereshöhe in eine Baumkrone etwa 20 Meter über Boden gestürzt.

Dabei hatte er sich schwer am Fuß verletzt und daraufhin um 19.15 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die ersten Einsatzkräfte eilten unverzüglich mit dem Geländefahrzeug in Richtung des Einsatzortes, weitere kamen mit Mannschafts- und Rettungsfahrzeug nach und suchten den Verunfallten im unwegsamen Gelände zwischen Haberspitz und Friedenrath.


Der mittlerweile aufgezogene Nebel ab 1200 Metern und die Dunkelheit sorgten dabei für erschwerte Bedingungen. Nach Lokalisation stiegen zwei Einsatzkräfte mit Baumsteigeisen an dem Baum, in dem sich der Pilot verfangen hatte, und an einem benachbarten Baum zum Verunfallten hinauf und sicherten ihn.

Anschließend konnte die Bergwacht ihn auf den Boden ablassen. Nach der notfallmedizinischen Versorgung durch den Bergwacht-Notarzt folgte ein sehr aufwendiger Transport des Patienten mit der Gebirgstrage bis zum Rettungsfahrzeug am Haberspitz.

Von dort ging es weiter zur Talstation der Hochplattenbahn in Marquartstein, wo der Landrettungsdienst die weitere Versorgung übernahm und den Verunfallten schließlich ins Krankenhaus brachte. Zur Unfallaufnahme war hier auch eine Streife der Polizeiinspektion Grassau vor Ort.

Von der Bergwacht Grassau waren insgesamt 15 Einsatzkräfte über vier Stunden im Einsatz, zusätzlich standen mehrere Einsatzkräfte im Tal für eine evtl. notwendig werdende Unterstützung bereit.

Pressemitteilung Bergwacht Grassau

Kommentare