Polizei stellt Geisterfahrerin auf der A8

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Obwohl es an der A8 die "Geisterfahrer-Schilder" gibt, fuhr die 61-Jährige in falscher Richtung auf die Autobahn auf.

Bergen/Bernau - Weil ein 25-jähriger Autofahrer geistesgegenwärtig reagierte, verhinderte er einen Horror-Crash - er musste auf der A8 einer Geisterfahrerin ausweichen!

Am Donnerstag, 12. September, gegen 2 Uhr, teilte ein Verkehrsteilnehmer über Notruf mit, dass bei der Tank-und Rastanlage Hochfelln-Süd ein Falschfahrer auf die Richtungsfahrbahn Salzburg in Richtung München aufgefahren sei.

Sofort setzten sich zwei Streifen der Autobahnpolizei Siegsdorf in Richtung München in Bewegung, um den Verkehr zu warnen und den Geisterfahrer aufzuhalten. Zahlreiche Streifenbesatzungen umliegender Dienststellen und der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim besetzten die westlich gelegenen Anschlussstellen, um ein Einfahren der Verkehrsteilnehmer in Richtung Salzburg zu verhindern.

Auf Höhe der Achenbrücke musste ein 25-jähriger Kraftfahrer, der sich auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Salzburg befand, durch ein riskantes Fahrmanöver dem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Der 25-Jährige erlitt einen schweren Schock und konnte nicht mehr weiterfahren, er wurde vom Rettungsdienst ins Klinikum Traunstein gebracht.

In weiterer Folge fuhr der Geisterfahrer falsch in Richtung München weiter. Erst eine Baustelle im Bereich des Chiemsees, bei der eine Fahrbahn neu geteert und gesperrt wurde, beendete die Falschfahrt. Dort wurde das Fahrzeug gewendet und wieder in Richtung Salzburg weitergeführt.

Durch Zeugenaussagen konnte das Fahrzeug ermittelt und im Bereich Siegsdorf angehalten werden. Am Steuer befand sich eine 61-Jährige aus dem Landkreis Weilheim, die in der Dunkelheit die Orientierung verloren hatte. Bei der Fahrzeugführerin durchgeführte Tests ergaben keine Hinweise auf den Einfluss berauschender Mittel.

Auf die Frau kommt nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung zu. Die Fahrerlaubnis wird wohl für längere Zeit entzogen werden.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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