Kälteeinbruch in Berchtesgaden

Weiße Gipfel im Gebirge bringen Lawinengefahr

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Berchtesgaden - Derzeit herrscht eine erhöhte Lawinengefahr im Gebirge. Besonders Wanderer und Bergsteiger müssen nun noch mehr aufpassen.

Ein Kälteeinbruch hat am Mittwochabend für weiße Gipfel im Berchtesgadener Land gesorgt. Ab einer Höhe von 1.700 Metern ist Schnee gefallen und sorgt für ein beeindruckendes Panorama. 

Viele Almbauern haben Mittwochabend jedoch wegen des Temperatursturzes ihre Tiere rasch ins Tal bringen müssen. Auch Bergsteiger und Wanderer hat der Schnee zum Teil überraschend erwischt. Ebenso besteht die Gefahr von Lawinen.

Derzeit gibt es eine Lawinenwarnung für die Berchtesgadener Alpen, vor allem das Gebiet zwischen Saalachtal und Hohem Göll, wie der Lawinenwarndienst Bayern bekannt gegeben hat. Der höchste Gipfel ist dort der Watzmann mit 2.713 Metern Höhe. Ein Großteil der Gipfel erreicht Höhen zwischen 2.400 und 2.600 Metern.

In den Hochlagen der Bayerischen Alpen sind in den vergangenen Tagen verbreitet zwanzig bis dreißig Zentimeter Neuschnee gefallen. In den Berchtesgadener Alpen fiel bis zu einem halben Meter Neuschnee.

In den nächsten Tagen werden die Temperaturen wieder ansteigen. Mit Sonneneinstrahlung und Erwärmung kommt der Schnee ins Rutschen und es ist vor allem in den Hochlagen aus felsigem Steilgelände mit der Selbstauslösung von Lockerschneelawinen zu rechnen.

Lange bestehen wird das kühle Wetter aber nicht. Momentan macht sich Hoch Queena - ein Ableger des Azorenhochs - über weiten Teile Europas breit und sorgt für freundliches Wetter. Bereits ab Sonntag könnte ein kleines Höhentief im Osten und später auch im Norden dazwischenfunken.

"Erstmal gibt es klassisches Herbstwetter - recht frische Nächte mit Werten unter zehn Grad Celsius, dazu morgens Frühnebel", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. "Stellenweise ist auch Bodenfrost möglich. Man kann es auch als Altweibersommer bezeichnen, allerdings bleiben die Spitzenwerte erstmal unter der 25-Grad-Marke und erst ab dann würde man von einem Sommertag sprechen. Zudem könnte ein Kaltlufttropf das Hoch in Bedrängnis bringen."

Die genaue Entwicklung hängt von einem kleinen Höhentief über dem Nordosten ab. Wenn es kommt, kann es durchaus mehr Wolken und etwas Regen geben. Bleibt es fern, gibt es durchweg trockenes und sonniges Herbstwetter.

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ksl

Quelle: BGland24.de

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