Neues Wintersportzentrum in Berchtesgaden

"Das Wichtigste ist, was Drinnen steckt"

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Feierliche Eröffnung vom neuen Wintersportzentrum in Berchtesgaden
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Berchtesgaden - Es ist vollbracht - das neue Hauptquartier steht. Das neue Wintersportzentrum in Berchtesgaden wurde feierlich eröffnet. Auch ein Tag der offenen Tür durfte dabei nicht fehlen:

"Kann es einen schöneren Tag geben für diese Eröffnung?", so startete Landrat Georg Grabner seine Rede vor knapp 200 geladenen Gästen aus Politik, Sport und Wirtschaft. 

Und ergänzt: "Wir stehen am Ziel eines Marathonlaufes. Bis zu dieser Eröffnung hat es eine Zeitlang gedauert. Und zwar nicht, weil die Bauzeit so lange gedauert hat, sondern weil die Erkenntnis das etwas getan worden muss nicht nur ein Marathonlauf war, sondern eigentlich sogar ein Hürdenlauf".

Langwierige Finanzverhandlungen

"Die Finanzverhandlungen waren wirklich eine schwere Partie. Nachdem im Juli 2015 die Genehmigung da war, konnte im Dezember mit der Baustelle begonnen werden. Im April starteten dann die Abbrucharbeiten und im Sommer 2017 durften die Mitarbeiter bereits das neue Gebäude beziehen", so fasste der Landrat die Baustelle schmunzelnd zusammen.

So toll ist das neue Wintersportzentrum in Berchtesgaden

Und ergänzt: "Die Grundlagen für viele sportliche Erfolge haben wir hier gelegt. Ich freue mich ganz besonders, dass wir etwas in Vollholzbauweise errichtet haben, was ich mir immer schon gewünscht habe. Fragt man die Mitarbeiter, dann sind alle sehr begeistert".

Abschließend betonte der Landrat noch: "

Ich freue mich auch sehr, dass die Kosten und die Bauzeit eingehalten wurden, es keine Unfälle gab und und die Wintersportarten alle unter einem Dach sind

."

"Thomas Ihr habt alles richtig gemacht"

Der nächste Festredner, MdB Dr. Peter Ramsauer war ebenfalls voll des Lobes: "Wir haben hier nun ein modernes Trainigszentrum mit ausreichend Platz und jede Menge moderner Bürotechnik. Denn bei allen sportlichen Erfolgen darf man nicht unterschätzen, wie viel administrative Arbeit, Wettkampfplanung und wissenschaftliche Begleitung hinter alle diesen sportlichen Leistungen steckt. Nicht zu vergessen die ganzen Möglichkeiten für die duale Ausbildung der Sportler."

Und ergänzt: "Dem Bauherren ist es gelungen den Kosten- und Zeitrahmen einzuhalten. Und zwar bei allerbester qualitativer Arbeit. Es wäre gut gewesen, wenn wir so einen Architekten auch für den Berliner Flughafen gehabt hätten. Thomas, Ihr habt alles richtig gemacht."

Auch Dr. Erwin Lohner aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr fand viele lobende Worte und betonte: "Ich wünsche mir, dass viele junge sportbegeisterte Menschen hier ihre sportliche Ziele erreichen können."

"Im Sinne der Nachhaltigkeit können wir den direkt aufessen"

Architekt Armin Riedl bedankte sich für die gute Zusammenarbeit: "Mir hat das Projekt viel Spaß gemacht und ich möchte mich für das große Engagement aller Beteiligten ganz herzlich bedanken

Über 250 Handwerker aus mehr als 45 unterschiedlichen Firmen haben hier Hand in Hand und mit Elan gearbeitet". Mit einem Augenzwinkern rief er dann zur Schlüsselübergabe, den "wir im Sinne der Nachhaltigkeit dann auch direkt aufessen können."

"Das Wichtigste ist, was drinnen steckt"

Auch die kirchliche Segnung des neuen Bauwerks durfte natürlich nicht fehlen. Vorgenommen wurden diese von Pfarrer Monsignore Dr. Thomas Frauenlob und Pfarrer Peter Schulz. "Das Wichtigste ist, was drinnen steckt, so begann Pfarrer Schulz seine Rede und ergänzt: "In der Bibel ist nicht viel vom Wintersport zu lesen, auch wenn der Apostel Paulus mit dem ein oder anderen auch damals schon kräftig Schlitten gefahren ist. Schon im 1. Korinther 3,17 ist zu lesen 'Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben'." 

Und ergänzt mit einem Hinblick auf das Dopingthema:"Wer über seine Verhältnisse hinaus lebt, der wird bezahlen und wen man über seine verhältnisse hinauslebt, an dem wird ein Verbrechen begangen. Es geht darum, mit allem was uns der Herrgott zur Verfügung stellt, immer auch den Schöpfer im Blick zu behalten. Darum übertragen wir mit unserer Segnung diesen Segen auch auf alle, die hier arbeiten und ihrem Sport nachgehen.

Insgesamt flossen 6,3 Millionen Euro in das neue Regionalzentrum. Der neue Bau beherbergt neben den Trainern und Sportlern aus Rodel-, Bob- und Skeletonsport auch die Snowboard und Ski-Alpin-Vertreter. Außerdem gilt das neue Gebäude auch als Regionalzentrum Chiemgau/Berchtesgadener Land des Olympiastützpunkts Bayern.

Tag der offenen Tür 

Im Anschluss an die Eröffnung folgte noch ein Tag der offenen Tür, an dem alle interessierten die Büros und Werkstätten besichtigen konnten. Die Sportvereine unterstützten diesen Tag mit zahlreichen sportlichen Parkouren.

Quelle: BGland24.de

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