Wiederaufnahme

Mordversuch und Brandstiftung aus Liebe

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Bayreuth - Wegen Mordversuchs und Brandstiftung muss sich von Dienstag an ein 37-Jähriger vor dem Landgericht Bayreuth verantworten. Der Prozess wurde zuvor im Dezember vertagt.

Wegen Mordversuchs und Brandstiftung aus verschmähter Liebe hat vor dem Landgericht Bayreuth ein Prozess gegen einen 37 Jahre alten Mann begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten am Dienstag vor, einer Frau aus Hessen nachgestellt zu haben. Der Mann habe versucht, sie umzubringen. Er soll eine Bremsleitung ihres Autos durchgeschnitten haben. Der Berufskraftfahrer beteuerte vor Gericht, er habe niemanden verletzen wollen.

Zudem soll der 37-Jährige einen Brandanschlag auf das Haus des Lebensgefährten der Frau in Kulmbach verübt haben und mit weiteren Aktionen der Frau und ihrem Partner geschadet haben. Ursprünglich hätte das Verfahren Anfang Dezember beginnen sollen, war dann aber wegen der angegriffenen Gesundheit des Angeklagten abgebrochen worden.

Der Angeklagte gab an, er habe an eine feste Beziehung mit der Frau geglaubt. Er habe sie bei einer Großveranstaltung im Sommer 2011 kennengelernt. Schon kurze Zeit später habe sie ihn zu einer Familienfeier nach Brandenburg begleitet. Auch mit ihren Kindern habe er sich gut verstanden, so habe man einen gemeinsamen Ausflug zum Zelten unternommen.

Frostig wurde das Klima, als die Frau erklärte, nach Kulmbach fahren zu wollen. Dort lebte der Mann, den sie laut dem Angeklagten als Ex-Partner bezeichnet hatte. Der Angeklagte sagte, er habe diese Fahrt verhindern wollen - deshalb habe er sich mit dem Messer an ihrem Auto zu schaffen gemacht. „Ich wollte einfach, dass sie nicht mehr fahren kann. Ich wollte nicht, dass jemand verletzt wird.“ Laut Anklage konnte die Frau am Morgen nach der Tat nur knapp einen Unfall mit dem beschädigten Wagen verhindern. Ein Urteil wird am 31. Januar erwartet.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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