Beiß-Attacke auf Familie

Schäferhunde verletzen zwei Mädchen: Gutachten über alle drei Tiere liegt vor

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Ein Hund fletscht die Zähne (Symbolbild).

Drei Schäferhunde haben im Februar in einem Garten Kleinkinder attackiert und schwer verletzt. Ein Experte hat sich die Tiere angeschaut und kommt nun zu seinem Urteil.

Update 29.3., 11.52 Uhr: Von den drei Schäferhunden, die im Februar eine junge Familie in Münchberg (Landkreis Hof) angefallen hatten, geht einem Gutachten zufolge keine gesteigerte Aggressivität aus. Ein Experte habe sich die Tiere angeschaut und sei zu diesem Ergebnis gekommen, sagte Markus Hertrich vom örtlichen Ordnungsamt am Freitag. Der Vorfall war demnach „tragisch, aber letztlich ein Unfall“. Weitere Maßnahmen wolle die Behörde daher nicht veranlassen. Die Tiere waren zuletzt bei ihren Haltern untergebracht. Zuvor hatte die „Frankenpost“ berichtet.

Die News vom 18.2.:

Münchberg - Drei Schäferhunde haben im oberfränkischen Münchberg (Landkreis Hof) zwei Kinder und deren 27-jährigen Vater angefallen. Die drei und fünf Jahre alten Mädchen und der Mann erlitten nach Polizeiangaben schwere Verletzungen.

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Die drei Hunde hatten die Familie am Vortag im Garten eines Wohnhauses angegriffen, wie die Polizei dem Bayerischen Rundfunk mitteilte. Der Halter, der wie die Familie in dem Haus lebt, habe das Gebäude verlassen wollen, als die Tiere ihm entwischten und zubissen. Die Hunde waren nicht angeleint. Die Beamten ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den 53 Jahre alten Hundehalter.

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Münchberg: Auch ein Säugling vor Ort gewesen

Der Vater floh mit seiner dreijährigen Tochter vor den Tieren. Die Fünfjährige retteten Polizisten vor weiteren Attacken. Ein drittes Kind – ein etwa ein Jahr altes Mädchen – blieb den Angaben nach unverletzt. Nachbarn alarmierten die Rettungskräfte, die den 27-Jährigen und seine beiden Töchter in Krankenhäuser brachten.

Von dem Schlimmsten ausgehend rückten Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot von vier Rettungswagen und einem Hubschrauber an, berichtet die Frankenpost. Glücklicherweise kam es nicht „zum Schlimmsten“: Zwar hätten die Opfer der Attacke Biss-, Kratzwunden und Schürfungen erlitten, aber schweben nicht in Lebensgefahr.

Wie es mit den drei Hunden weitergeht, war zunächst ungewiss. Die Polizei werde in Absprache mit dem Ordnungsamt Münchberg darüber entscheiden, sagte ein Sprecher. Von den Tieren gehe aktuell keine Gefahr aus. Zeugen sollten zu dem Vorfall befragt werden, darunter auch die Familie, hieß es. 

Hundeattacken auf Menschen gibt es immer wieder. Zuletzt waren es aber oft sogenannte Kampfhunde wie Rottweiler, die Kinder oder Erwachsene anfielen – wie etwa im Mai am Münchner Hauptbahnhof. Kampfhunde sind in Bayern in zwei Kategorien unterteilt. Der Deutsche Schäferhund fällt in keine davon. Bei der Polizei heißt es, die Rasse weise grundsätzlich kein erhöhtes Aggressionspotenzial auf.

tz/mm

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