Bayerische Wildpferde bekommen mehr Platz

Erlangen - Den im Südosten von Erlangen gehaltenen Urwildpferden steht künftig noch mehr Auslauf- und Weidefläche zur Verfügung. Was die Naturschützer für die Tiere planen:

Naturschützer haben das entsprechende Gehege mit Hilfe von Ausgleichsgeldern der Deutschen Bahn und der US-Armee von 50 auf 85 Hektar erweitert, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Freitag in Erlangen mitteilte. Außerdem verbindet nun ein neuer Fußgängerübersteig die Rundwege um die Gatter der vierbeinigen Landschaftspfleger.

Die Przewalski-Pferde hatten sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Attraktion für die Bevölkerung entwickelt. Der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU), der das erweiterte Wildpferde-Areal im Ortsteil Tennenlohe am Freitag eröffnete, hob vor allem die Bedeutung des Beweidungsprojekts für den Naturschutz hervor: “Das Naturschutzgebiet Tennenlohe enthält ökologisch äußerst wertvolle Flächen mit Sandmagerrasen, die es zu erhalten gilt“, sagte der Minister. Die Magerrasen böten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter 330 nachgewiesene Rote-Liste-Arten wie die Zauneidechse und das Silbergras.

Die Weideflächen liegen auf einem früheren militärischen Übungsgelände, das wegen der im Erdboden vermuteten Munitionsreste für andere Zwecke nicht nutzbar ist.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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