Merk startet Stiftung für Opfer von Straftaten

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Bayerns Justizministerin Beate Merk.

München - Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) hat eine Stiftung zur Hilfe von Opfern schwerer Straftaten gestartet. Die neue Stiftung soll schnelle, unbürokratische Hilfe vermitteln.

„Die Opferhilfe Bayern schließt vorhandene Schutzlücken“, sagte Merk bei der Vorstellung in München. Bis zu 10 000 Euro Schadenersatz oder Schmerzensgeld könne die „Stiftung Opferhilfe Bayern“ zahlen, wenn es keinen gesetzlichen Anspruch auf Geld gebe und auch beim Täter nichts zu holen sei. So bezahle der Staat etwa kein Schmerzensgeld für Gewaltopfer - hier soll die Stiftung Abhilfe schaffen. Auch Opfer von Bränden könnten so schnelle und unbürokratische Hilfe erhalten.

Um Geld zu bekommen, muss die Tat entweder in Bayern begangen worden sein, oder das Opfer muss zur Tatzeit im Freistaat gewohnt haben. Außerdem darf die Straftat nicht vor dem 1. Januar 2010 geschehen sein. Einen Zuschuss von 70 000 Euro bekommt die Stiftung Opferschutz aus dem Landeshaushalt - zusätzlich rechnet die Justizministerin noch 2012 mit weiteren 100 000 Euro aus Geldbußen, die sonst in die Staatskasse geflossen wären. Vorstandsvorsitzender der Stiftung wird der ehemalige Amtschef im Justizministerium, Hans-Werner Klotz.

dpa

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