Ungeplanter Nachwuchs

Bären-Drillinge im Bayerischen Wald

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Sind gesund und munter: die drei Braunbärenjungen im Tier-Freigehe des Nationalparkzentrums Lusen im Bayerischen Wald.

Grafenau - Nach den süßen Eisbär-Zwillingen im Tierpark Hellabrunn, darf sich auch der Nationalpark Bayerischer Wald über Nachwuchs freuen - und zwar gleich in dreifacher Hinsicht.

Die elfjährige Bärenmutter „Luna“ kümmere sich liebevoll um ihre Drillinge, die im Januar in einer Überwinterungshöhle auf die Welt kamen, sagte Parksprecherin Kristin Beck am Montag in Grafenau (Landkreis Freyung-Grafenau). Das Geschlecht des Nachwuchses ließ sich noch nicht feststellen, da „Luna“ niemanden an ihre Jungen heran lässt. „Sie sind dem Anschein nach aber alle wohlauf“, betonte Beck. Vorgesehen war der Nachwuchs nicht.

„Luna ist nach unseren Beobachtungen eine sehr zuverlässige Mutter, die gut mit ihrem Nachwuchs zurechtkommt und Vater Benny beobachtet das Geschehen interessiert, ohne aggressiv zu reagieren“, schilderte Tierarzt Dennis Müller. Nationalparkbesucher können die Drillinge aber wohl erst in etwa einem Monat genauer beobachten. Derzeit sei „Luna“ noch recht nervös und treibe die Kleinen bei der geringsten Störung sofort in die Höhle zurück, erläuterte Müller.

Mit 1,2 Hektar, vielen Kletterbäumen, natürlichen Grabmöglichkeiten und einer Wasserstelle ist das Nationalpark-Bärengehege für die Haltung von bis zu fünf Bären geeignet. Im Vorjahr war die Großmutter der Drillinge gestorben, daher wird wohl mindestens eins der Jungtiere bei der Familie verbleiben. Die anderen Bärenkinder werden in andere Einrichtungen vermittelt.

dpa

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