Strafanzeige erstattet

AfD-Politiker Winhart holt zum Gegenschlag gegen Komikerin Amani aus

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links: Landtagsabgeordneter Andreas Winhart. rechts: Komikerin Enissa Amani.
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Bad Aibling - Die Auseinandersetzung zwischen Entertainerin Enissa Amani und Andreas Winhart geht in eine neue Runde. Jetzt hat der AfD-Politiker aus Bad Aibling nämlich zum Gegenschlag ausgeholt und Amani angezeigt.

"Von der Aussage ´Bastard Andreas Winhart‘ fühle ich mich persönlich beleidigt, was nun die Staatsanwaltschaft Traunstein verfolgt", sagte Winhart gegenüber der Zeitung Die Welt. Winhart hat einen Anwalt eingeschaltet und zudem Amani eine Unterlassungserklärung zukommen lassen. "Frau Amani behauptet in den Videos beweislich falsche Aussagen. Daher sehe ich mich gezwungen dagegen vorzugehen", begründete Winhart seinen Schritt gegenüber der Zeitung weiter.

Amani selbst hat den Eingang der Strafanzeige via Instagram bestätigt und dazu geschrieben: "Anzeige von Andreas Winhardt ist gekommen - und ich werde es wieder sagen und wieder sagen und wieder sagen."

Video als Auslöser des Streits

Auslöser des Streits war ein Video, das die aus dem Iran stammende 33-Jährige vor kurzem aufgenommen und online gestellt hatte. Darin griff sie Winhart für dessen Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung im September 2018 scharf an. Amani bezeichnete Winhart unter anderem als "elenden Rassisten" und forderte: "Ich fordere, dass dieser Mann von unserer Justiz belangt wird! Haben wir nichts aus der Vergangenheit gelernt?"

Winhart hatte damals über Migranten und Asylbewerber hergezogen und sinngemäß unter anderem gesagt, dass jeder, der nicht wolle, "dass Albaner und Kosovaren künftig als mobile Pflegekräfte nach Hause kommen und die Bude ausräumen“, bei der Wahl sein Kreuz bei der AfD machen solle. Zudem benützte er das Wort "Neger" und behauptete, dass er vom Gesundheitsamt nachrecherchieren habe lassen, dass es durch die Flüchtlinge zu weitaus mehr HIV-, Krätze- und TBC-Fällen im Landkreis Rosenheim gekommen sei.

Ein Gruppe von rund 20 Personen hatte Winhart damals wegen Volksverhetzung angezeigt. Die Staatsanwaltschaft hatte allerdings kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zudem war Winhart zwischenzeitlich auch vom Verfassungsschutz beobachtet worden. Anfang 2019 wurde die Überwachung jedoch eingestellt.

Quelle: mangfall24.de

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