MdB Ludwig organisierte Gespräch mit Bürgermeistern und Landrat

B15neu: Herrmann sichert Verhandlungen zu

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Die Diskussionsrunde zum Thema B15 neu im Innenministerium; Mitte: Innenminister Joachim Herrmann, links MdB Daniela Ludwig.

München/Rosenheim – Die Staatsregierung ist für einen zweispurigen Ausbau der B15neu mit Überholspuren und Ortsumgehungen offen. Das ergab ein Gespräch mit Bürgermeistern und Landräten.

Bei den Verhandlungen mit dem Bundesverkehrsministerium werde man diese Variante mit einbringen, versicherte der Bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann bei einem Treffen mit betroffenen Bürgermeistern aus dem Landkreis Rosenheim, Landrat Wolfgang Berthaler, dem Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und der Rosenheimer Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig im Innenministerium. Ludwig hatte als heimische Wahlkreisabgeordnete den Termin umgehend organisiert, nachdem neue Pläne für einen vierspurigen Ausbau der B 15 neu von der A 94 bis Rosenheim bekannt geworden waren. „Es ist wichtig und richtig, dass wir sofort Pflöcke einrammen“, so Ludwig. „Es besteht in der Region ein breiter Konsens darüber, dass wir einen vierspurigen Ausbau der B 15 neu südlich von Haag bis Rosenheim ablehnen. Wir sprechen uns für die „2 plus 1“-Variante aus, also für einen zweispurigen Ausbau mit Überholspuren auf der bestehenden Trasse, inklusive nötiger Ortsumgehungen.“ Es sei auch nicht klar, warum jetzt plötzlich eine vierspurige Variante der B15 neu auftauche. „Schließlich ist der Anschluss im Raum Rosenheim die Westtangente, und die ist zweispurig. Das macht keinen Sinn.“

Außerdem, so Daniela Ludwig weiter, wolle sie vermeiden, dass überregionaler Ausweichverkehr in Zukunft über die A 94 und die B15 neu in die Rosenheimer Region fließe. „Ich lasse es nicht zu, dass der Landkreis Rosenheim zur großräumigen Umfahrung des Rosenheim, 28. Mai 2014Seite 2 Ballungsraums München herhalten soll. Unser Landkreis ist ausreichend vom Verkehr belastet.“

Staatsminister Herrmann und der Präsident der Autobahndirektion Südbayern Paul Lichtenwald erläuterten, dass Bayern seinen Bedarf beim Autobahnbau dem Bundesverkehrsministerium melden müsse. „Wir möchten, dass die B 15 neu als Gesamtkonzept im neuen Bundesverkehrswegeplan enthalten ist. Deshalb mussten wir die Pläne so anmelden“, so Herrmann. Der Plan wird 2015 fortgeschrieben. „Das Bundesverkehrsministerium wird bis Ende 2014 den Bedarf überprüfen und bewerten. Im Frühjahr 2015 werden wir dann mit dem Ministerium über die konkreten Pläne verhandeln.“ Mit der Anmeldung sei die Ausbauvariante keinesfalls festgeschrieben, betonte Herrmann. „Ich bin hier völlig offen, und bei den Verhandlungen im Frühjahr 2015 können wir dann über die „2 plus 1“-Variante reden. Vorher irgendetwas zu ändern, macht keinen Sinn.“

Landrat Wolfgang Berthaler und die Bürgermeister machten deutlich, dass die bekannt gewordenen Pläne zum vierspurigen Ausbau der B 15 neu ab Haag für viel Unruhe in der Bevölkerung gesorgt haben. Der Schechener Bürgermeister Hans Holzmeier befürchtete negative Auswirkungen der Debatten und Planungen auf die Westtangente. „Wir brauchen diese Westumfahrung dringend, und wir fürchten, dass sich der Weiterbau jetzt verzögert. Das darf nicht passieren.“ Lichtenwald und Herrmann konnten die Bürgermeister beruhigen. Die Westtangente bleibe vordringlich, und sie werde auch zügig weiter gebaut. „Die Westtangente wollen wir weiter vorantreiben“, so Herrmann wörtlich. Er betonte, dass der Ausbau der B15 neu von Haag bis Rosenheim noch auf sich warten lässt. „Ich rechne frühestens 2030 mit einem Baubeginn, wir haben also noch jede Menge Zeit.“

Daniela Ludwig und die Bürgermeister waren mit dem Gespräch zufrieden. „Wir sind froh und dankbar, dass dieser Termin so schnell möglich war“, so Ludwig. „Wir nehmen auf jeden Fall die Zusage des Ministers mit nach Hause, dass über die ‚2 plus 1‘-Variante in Berlin verhandelt wird.“

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig, MdB

Quelle: rosenheim24.de

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