A8: Auto schiebt Motorrad gegen Leitplanke

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Weyarn/Irschenberg - Am Samstag ereignete sich auf der A8 ein schwerer Unfall mit einem Motorrad. Ein Rentner verursachte anschließend einen Lkw-Unfall. ** JETZT mit Polizeibericht **

Laut Informationen von Aktivnews ist ein Autofahrer einer Motorradfahrerin aufgefagren und hat sie rund 30 Meter vor sich her geschoben, bevor das Motorrad dann in der Leitplanke zum Stehen kam.

Auto schiebt Motorrad vor sich her

Die Motorradfahrerin wurde mit dem Hubschrauber wegen mehrerer Knochenbrüche ins Krankenhaus gebracht. Ob der Autofahrer verletzt wurde, ist nicht bekannt.

Die A8 musste für eine Stunde gesperrt werden, es bildete sich ein Rückstau von teilweise bis zu 15 Kilometern.

Lesen Sie hier den Bericht der Autobahnpolizeistation Holzkirchen zum Unfall:

Am 16.04.11 gegen 10.40 Uhr befuhr eine 38-jährige Vierkirchenerin (Lkr. DAH) mit ihrem BMW-Motorrad die A 8 in Fahrtrichtung Salzburg. In der Steigung zum Irschenberg musste sie verkehrsbedingt ihre Geschwindigkeit reduzieren.

Das Abbremsen bemerkte ein hinter ihr fahrender 38-jähriger Belgier mit seinem Opel zu spät. Der Belgier fuhr auf das Motorrad ungebremst auf und schob es 32 Meter vor sich her. Die Kradfahrerin wurde durch den Aufprall in die Mittelleitplanke geschleudert und blieb dort zunächst regungslos liegen.

Auf Grund der Schwere der Verletzungen wurde ein Rettungshubschrauber geordert. Die Frau wurde mit multiplen Frakturen ins Krankenhaus Rosenheim geflogen. Lebensgefahr bestand glücklicher Weise nicht.

Die Autobahn musste für rund 45 Minuten komplett gesperrt werden. Das hatte Rückstauungen bis zur Anschlussstelle Holzkirchen zur Folge. Die Stauungen lösten sich im Lauf des Nachmittags schnell wieder auf.

Der Belgier gab an, die Motorradfahrerin übersehen zu haben. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft München II musste der Belgier eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Fahrzeuge wurden von einem in der Nähe gelegenen Abschleppdienst abtransportiert. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 35.000 Euro.

Die Feuerwehr Irschenberg, das THW Miesbach und die Autobahnmeisterei Holzkirchen waren mit mehreren Einsatzkräften vor Ort.

Folge-Unfall: Renter will sich an Stau vorbeimogeln

Im Rückstau kam es dann um 12.05 Uhr zu einem weiteren Verkehrsunfall. Ein 75-jähriger Rentner aus Recklinghausen befuhr mit seinem Pkw, Volvo, den Standstreifen (Gemeindebereich Valley), um verbotenerweise am Stau rechts vorbeizufahren.

Kurz vor der Anschlussstelle Weyarn staute sich jedoch auch auf diesem Teil der Fahrbahn der Verkehr. Der Rentner scherte wieder nach links auf die Fahrbahn ein, übersah jedoch dabei den dänischen Sattelzug links neben ihm. Der 57-jährige dänische Kraftfahrer konnte nicht mehr ausweichen. Es kam zum Zusammenstoß, der einen Gesamtschaden in Höhe von 10.000 Euro zur Folge hatte.

Verletzt wurde niemand, die Fahrt konnten beide anschließend fortsetzten. Der Rentner, welcher den Standstreifen zum Zwecke des schnelleren Vorwärtskommens benutzte, muss nun mit einer Geldbuße und Punkten rechnen.

Quelle: rosenheim24.de

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