Augsburger Polizistenmord: Vierte Festnahme

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Das Foto vom 08.11.2011 zeigt Fahndungsplakate, mit denen die Polizei um Hinweise zum Augsburger Polizistenmord bittet. Im Fall des Augsburger Polizistenmordes hat es eine vierte Festnahme gegeben.

Augsburg - Beim Augsburger Polizistenmord fügen sich immer mehr Puzzleteile zusammen. Neben dem tatverdächtigen Brüderpaar und der Tochter eines der Männer ist jetzt eine weitere Frau verhaftet worden.

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Im Fall des Augsburger Polizistenmordes hat es eine vierte Festnahme gegeben. Gegen eine 35-Jährige sei Haftbefehl wegen des Verdachts der Geldwäsche in zwei Fällen erlassen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Das Geld, ein fünfstelliger Betrag, soll aus einem Raub in Augsburg stammen. Mit dieser Tat werden die beiden als mutmaßliche Mörder verhafteten Brüder Rudolf R. und Raimund M. in Verbindung gebracht.

Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass es sich bei der jetzt verhafteten Frau um die Geliebte von Raimund M. handele. Dies wollte die Staatsanwaltschaft aber nicht bestätigen.

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Die Brüder sollen in der Nacht zum 28. Oktober 2011 in Augsburg den Polizeibeamten Mathias Vieth erschossen und eine Kollegin verletzt haben. Die Ermittler vermuten, dass die Männer auf dem Weg zu einem Raubüberfall waren. Gut zwei Monate später wurden sie festgenommen und sitzen in Augsburg und München in Untersuchungshaft.

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Seit Januar ist außerdem die Tochter von Raimund M. in Haft. Bei der 31-Jährigen hatte die Polizei ein regelrechtes Waffenarsenal entdeckt. Neben drei Schnellfeuergewehren, acht Handgranaten, einer Maschinenpistole und fünf Kurzwaffen wurde eine erhebliche Menge Munition sichergestellt. Außerdem hatte die Frau in einer Vernehmung eingeräumt, mehr als 30 000 Euro aus einer der Waffenkisten genommen und in ihrer Wohnung versteckt zu haben.

Noch ist unklar, ob mit einer der beschlagnahmten Waffen auf die Polizisten geschossen wurde. „Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen“, betonte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch ein erneuter Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ habe keine heiße Spur ergeben.

dpa

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