Miese Bedingungen: Asylbewerber treten in Hungerstreik

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Die ehemalige Bayernkaserne dient jetzt Asylbewerbern als Unterkunft.

München - Hungerstreik in der ehemaligen Bayernkaserne: Junge Asylbewerber zwischen 16 und 18 Jahren protestieren in München gegen die schlechte Unterbringung. Was an den Vorwürfen dran ist:

Mehr als 50 jugendliche Asylbewerber sind in München in den Hungerstreik getreten. Der Verein Münchner Flüchtlingsrat teilte am Mittwoch mit, sie protestierten mit der Aktion “gegen die menschenunwürdige Unterbringung“ in der ehemaligen Bayernkaserne, “unerträgliche hygienische Bedingungen“ sowie zu wenig und “teilweise abgelaufenes Essen“. Verhandlungen mit kirchlichen Betreuern, Jugendamt und anderen Verantwortlichen seien erfolglos verlaufen.

Die Bezirksregierung Oberbayern wies die Vorwürfe des Flüchtlingsrats scharf zurück: “Eine Unverschämtheit, dass wiederholt Vorwürfe erhoben werden von Leuten, die Herstellungs- und Ablaufdatum von Lebensmitteln verwechseln“, sagte Sprecher Heinrich Schuster.

Die überwiegend aus Afghanistan stammenden 16- bis 18-jährigen Asylbewerber sind zu viert in Zimmern untergebracht, die bei der Bundeswehr mit acht Soldaten belegt gewesen waren. Laut Schuster können sie nach islamischen Speisegesetzen hergestellte Lebensmittel bekommen. Küche, Bäder, Flure und Gemeinschafsräume würden regelmäßig von Putzdiensten gereinigt. Seit Beginn des Hungerstreiks am Montag schaue zudem ein Arzt täglich nach den Jugendlichen, ausreichend Getränke stünden bereit.

dpa

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