Asterix und Obelix: Stark durch den "Mädschigg-Schobbe"

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Asterix und Obelix

Würzburg - Comic-Helden mit Dialekt: Asterix und Obelix erscheinen am Freitag auf "meerfränggisch". Der Verlag vertraut bereits das vierte Mal auf die bayerische Mundart - aus gutem Grund.

Der Zaubertrank wird zum “Mädschigg-Schobbe“, die Residenzstadt Würzburg zu “Wördsburch“. Asterix und Obelix sprechen fränkisch! Zumindest in dem Mundart-Projekt vom Verlag Ehapa Comic Collection. Seit Jahren lässt dieser die Gallier mehr als 20 unterschiedliche deutsche Dialekte sprechen. Die alten Bilder und Zeichnungen bleiben, regionale Autoren fügen jedoch neue Sprechblasen und Beschriftungen dazu. Auch für Mainfranken gibt es das. Der vierte Band der “meefränggisch“ redenden Comic-Helden erscheint an diesem Freitag (4. November).

Die fränkischen Dialekt-Bände verkaufen sich nach Verlagsangaben am besten. “Die Suche der Mainfranken nach identitätsstiftenden Elementen scheint doch sehr groß zu sein“, begründete Dialektologe und Mitautor Gunther Schunk das Interesse. Dazu gehöre eben auch die Eigenheit der regionalen Sprache.

Die Ortsdialekte verschmelzen zu einem Regionsdialekt

Der mainfränkische Dialekt sei nicht vom Aussterben bedroht, meinte auch Dialekt-Expertin Fritz-Scheuplein. Er wandele sich jedoch. “Mehrere Ortsdialekte verschmelzen mehr und mehr zu einem Regionsdialekt.“ Auch bei den mainfränkischen Galliern wenden die drei Autoren keinen konkreten Ortsdialekt an. “Es gibt hier in der Region sehr viele fränkische Dialekte. Wir nehmen einfach die Wörter, die uns am meisten Spaß machen“, sagte Schunk.

Für Dialektforscher sind solche Bücher ein guter Weg, um Spracheigenheiten einer Region festzuhalten. “Das ist sicherlich auch eine Möglichkeit, wie ein Dialekt erhalten werden kann. Aber ein Dialekt lebt natürlich auch davon, dass er gesprochen wird“, sagte Monika Fritz-Scheuplein vom Unterfränkischen Dialektinstitut am Mittwoch in Würzburg.

dpa

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