Der April macht was er will

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Landkreis - Der April macht ja bekanntlich was er will: Schnee, Regen und Sonnenschein! Aber in diesem Jahr ist der April von den Temperaturen eher durchschnittlich.

Das Temperaturniveau, das sich in diesen Tagen in Deutschland eingestellt hat, ist ziemlich unspektakulär für Mitte April. So lagen die Höchstwerte am Mittwoch meist zwischen 10 und 16 Grad, lediglich an der Ostseeküste, im Erzgebirgsvorland und in Richtung Alpen war es gebietsweise deutlich frischer. In den nächsten Tagen ändert sich nur wenig. So gelangt nach vorübergehender leichter Abkühlung in Richtung Wochenende wieder etwas wärmere Luft zu uns. Dabei bleiben wir aber meilenweit entfernt von allem, was im Extremfall zu dieser Jahreszeit möglich ist.

Blickt man beispielsweise in der Wettergeschichte drei Jahre zurück, zur Monatsmitte April 2007, landet man unweigerlich in einer sommerlich anmutenden Witterungsphase. Damals wurden in weiten Teilen Deutschlands Temperaturen um 25 Grad gemessen, im Westen und Nordwesten meist etwas darüber, nach Osten und Südosten wurde die Sommermarke teils mehr oder weniger knapp verfehlt.

Besonders mollig war es dabei am Rhein und an seinen Nebenflüssen, wie etwa in Düsseldorf mit 28,1 Grad am 16. des Monats. Sogar auf Norderney wurde es am Tag zuvor dank ablandigen Windes sommerlich warm mit einer Höchsttemperatur von 25,9 Grad.

Natürlich geht es auch anders - so gab es zu Beginn der zweiten Aprildekade des Jahres 1986 einen markanten Kaltlufteinbruch, der gebietsweise nicht nur für Schnee bis ins Flachland, sondern auch für Höchstwerte um den Gefrierpunkt sorgte. Dabei erreichte die Quecksilbersäule am 11. und 12. des Monats an etlichen Orten nicht die 0-Grad-Marke, wie beispielsweise in Stuttgart, Kassel, Leipzig oder auch Dresden. Die folgenden Nächte waren im ganzen Land eisig, es kühlte verbreitet auf Werte um -5 Grad ab, in etwas höheren Lagen und den üblichen Kältelöchern örtlich sogar auf Werte unter -10 Grad, wie beispielsweise in Hof mit einem Minimum von -10,4 Grad.

Somit kann man die derzeitig wirksame Luftmasse für die Jahreszeit als biederen Durchschnitt bezeichnen. Und wenn dann, wie es sich andeutet, zum Wochenende auch noch Hochdruckeinfluss mit reichlich Sonnenschein ins Haus steht, lässt es sich doch, trotz recht frischer Morgenstunden, ganz gut leben.

Pressemeldung Deutscher Wetterdienst

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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